Gefährliche Einmündung  Lösung für Ritzweg in Moordorf laut Bürgermeister bereits in Arbeit

| | 21.05.2024 18:18 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Unter anderem durch eine rote Markierung könnte der Einmündungsbereich am Ritzweg sicherer gemacht werden. Foto: Friso Gentsch/DPA
Unter anderem durch eine rote Markierung könnte der Einmündungsbereich am Ritzweg sicherer gemacht werden. Foto: Friso Gentsch/DPA
Artikel teilen:

Maßnahmen, um den Ritzweg in Moordorf sicherer zu machen, sind laut Bürgermeister Thomas Erdwiens bereits in Arbeit. Sein Bauamtsleiter hatte in der Sache zuletzt keine gute Figur gemacht.

Moordorf - Nachdem sein Bauamtsleiter Konke Wienekamp in der Angelegenheit zuletzt keine gute Figur gemacht hatte, meldet sich nun Bürgermeister Thomas Erdwiens (FWG) zur gefährlichen Einmündung B 21/Ritzweg in Moordorf zu Wort. Wie er unserer Redaktion am Dienstag sagte, seien längst erste Maßnahmen zur Entschärfung der Einmündung auf den Weg gebracht worden. Das letzte Wort hat dabei aber jemand anderes.

Das Problem ist schnell erklärt: Weil die Einmündung von der Bundesstraße in den Ritzweg sehr breit ist, lädt sie schon fast dazu ein, ohne abzubremsen von der B 210 in den Ritzweg abzubiegen. Das Problem: Die Straße ist vor dem Abbiegen schlecht einzusehen, was bei hohem Tempo immer wieder zu brenzligen Situationen führt. Für Außenstehende ist die Sache deshalb klar: Die Einmündung muss schmaler werden.

Das war sie schon einmal, wie gleich mehrere Ratsmitglieder einhellig bei einem Ortstermin sagten. Sie erinnerten sich an einen großen Pflanzkübel, der die Einmündung verengte und Autofahrer so zum Abbremsen zwang. Die Sicherheit war gegeben. Doch so einfach wollte es sich Bauamtsleiter Konke Wienekamp in der vergangenen Woche nicht machen. Wie berichtet, verwies er immer wieder auf ein sogenanntes Sicherheitsaudit, das im Zusammenhang mit einem geplanten Radwegbau am Ritzweg stehe. Dabei werde auch der Einmündungsbereich unter die Lupe genommen. Das Problem: Ob und wann der Radweg gebaut wird, steht noch in den Sternen. Forderungen nach einer kurzfristigen Lösung kamen beim Bauamtsleiter nicht an.

Ortsvorsteher hatte Antrag gestellt

Dabei ist die längst auf dem Weg, wie Bürgermeister Thomas Erdwiens nun mitteilt. Demnach hatte Ortsvorsteher Stefan Kleinert (SPD) bereits Anfang Mai beantragt, den über die Einmündung verlaufenden Radweg entlang der Bundesstraße rot zu markieren und so auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen. Erdwiens betont, dass die Gemeinde dies aber nicht einfach aus eigenem Antrieb heraus machen dürfe. Es brauche zunächst eine Anordnung der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Aurich. Darüber hinaus müsse auch mit dem Niedersächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr gesprochen werden. Die Behörde sei Baulastträger der Bundesstraße und des dazugehörigen Radweges. Deshalb sei bereits ein Ortstermin angesetzt worden, der demnächst stattfinde, so Erdwiens.

Obwohl der Vorgang vom Südbrookmerlander Bauamt gesteuert wird, schien Wienekamp davon bei dem Ortstermin mit der Politik nichts zu wissen. Zumindest verlor er weder dort noch bei der anschließenden Aussprache im Rathaus ein Wort darüber. Auf mehrere Anfragen bezüglich einer kurzfristigen Lösung reagierte er nicht und verwies stattdessen auf die anstehenden Planungen für den Radweg.

Auch blieb unklar, in wessen Zuständigkeit die fragliche Fläche der Einmündung liegt. In diesem Punkt sorgt Erdwiens nun ebenfalls für Klarheit. Laut einer Skizze steht der Teil, der für eine bauliche Entschärfung der Einmündung am ehesten infrage kommen dürfte, in Baulast des Landes. Ein weiterer Teil ist Privatgrundstück.

Verwaltungschef teilt Bedenken der Anwohner

Dass sich in dem Bereich baulich etwas tun muss, sieht auch Erdwiens so. Und auch diesbezüglich sei bereits etwas auf den Weg gebracht worden. So habe Meik Eden vom Bauamt am Dienstagmorgen erneut um einen Vor-Ort-Termin gebeten, an dem auch das Landesstraßenbauamt teilnehmen soll. In der Anfrage heißt es: „Eine zeitnahe, bauliche Veränderung/Umgestaltung des Einmündungsbereiches ist anzustreben und vor Ort zu klären, was möglich ist.“ Erdwiens hofft, dass bei einem solchen Termin eine schnelle Lösung gefunden und der Bereich sicherer wird.

Ähnliche Artikel