Folgen des Dauerregens Wo Wassermassen für Probleme sorgen
Der Dauerregen im Herbst und Winter sorgte vielerorts für Probleme. Diese drei Ereignisse davon werden noch länger in Erinnerung bleiben.
Aurich/Ihlow/Südbrookmerland - Aufgeweichte Böschungen, mehrere Quadratmeter große Pfützen auf den Feldern, verstopfte Gräben: Der Regen der vergangenen Monate hat überall im Landkreis Aurich seine Spuren hinterlassen. Nicht überall handelte es sich dabei um Kleinigkeiten, an größeren Katastrophen ist die Region um Aurich aber vorbeigeschrammt. Doch es kam an verschiedenen Stellen zu größeren Schäden durch gestiegene Wasserstände. Rückblick auf drei größere Ereignisse im Zusammenhang mit dem Dauerregen.
3. Januar 2024, Südbrookmerland
In der Ferienhaussiedlung am Großen Meer kommt es zum Hochwasser. Die Wiegboldsburer Riede trat über die Ufer. Schuld war der Dauerregen. Das Gewässer konnte die Wassermassen nicht mehr fassen. Mehrere Grundstücke am Hasenweg standen unter Wasser. Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW Emden halfen, um gegen die Wassermassen zu kämpfen. Der Entwässerungsverband setzte Pumpen ein, um das Wasser abzuleiten. Sandsäcke wurden gestapelt. Es war nicht das erste Hochwasser dieser Art in der betroffenen Siedlung. Schon 2022 kam es dort zu Schäden durch Hochwasser. Der erneute Vorfall hatte für viel Kritik gesorgt, weil sich offenbar seit 2022 nichts getan hatte. Inzwischen wird wieder verstärkt nach einer Lösung gesucht.
3. Januar 2024, Ihlow
Der Regen Anfang des Jahres hinterlässt auch in Ihlow seine Spuren. Dort steht das Wasser am Hafen in Ihlowerfehn deutlich höher als normal. Ein Boot reißt sich aufgrund des hohen Wasserstands los und treibt ab. Es bleibt bei dem Schreckmoment. Denn viele Boote liegen im Winter ohnehin nicht im Hafen. Somit hält sich der Schaden in Grenzen.
9. Februar 2024, Aurich
Mancherorts kommen die Schäden erst deutlich später zum Vorschein. So ist auch am Badesee in Tannenhausen der Wasserstand deutlich gestiegen. Für die Betreiber der Wakeboard-Anlage ein Schreck: Denn der Steg der Anlage steht unter Wasser, das Holz droht morsch zu werden. Im Februar steht noch auf der Kippe, ob die Saison pünktlich zu Ostern starten kann. Doch auch so entstehen durch den Schaden Kosten, die noch von einem Gutachter beziffert werden müssen. Auch an anderen Stellen rund um den Badesee wird deutlich, dass das Wasser deutlich höher steht als sonst.
Abseits von diesen drei größeren Schäden berichtet der Entwässerungsverband Aurich, dass vielerorts Böschungen aufgeweicht sind und repariert werden müssen. Der Verband rechnet mit hohen Kosten für die Aufräumarbeiten. Wenn also bald der Frühling kommt und der Regen nachlassen sollte: Die Schäden des nassen Herbsts und Winters werden die Menschen im Kreis Aurich an vielen Stellen noch länger beschäftigen.