Wassersport in Bedrängnis  Wakeboardanlage überflutet – Saisonstart auf der Kippe

| | 09.02.2024 18:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Teilweise schwimmend und zum größten Teil unter Wasser: Der Steg der Wakeboardanlage soll dieses Jahr erneuert werden. Foto: Lasse Paulsen
Teilweise schwimmend und zum größten Teil unter Wasser: Der Steg der Wakeboardanlage soll dieses Jahr erneuert werden. Foto: Lasse Paulsen
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Zu viel Wasser macht der Wakeboard-Anlage am Badesee Tannenhausen Probleme. Der Steg ist überschwemmt, die Schäden liegen im fünfstelligen Bereich. Jetzt steht der Saisonstart auf der Kippe.

Aurich - Ob die Wakeboardanlage auf dem Badesee Tannenhausen rechtzeitig zum Saisonstart an Ostern öffnen kann, steht derzeit in den Sternen. Hohe Wasserpegel haben die Steganlage überflutet, das Holz droht, morsch zu werden. So hohe Wasserstände hat der Geschäftsführer von North Bound Aurich, Julian Berg, in all den Jahren noch nie erlebt, sagte er. North Bound betreibt seit einigen Jahren die Anlage am Badesee. Auf mehr als 10.000 Euro beziffert Berg die bislang entstandenen Schäden. Derzeit wird die Anlage von Gutachtern geprüft. Berg hofft, dass die Schäden nicht allzu groß und erst nach der Saison behoben werden müssen. Dann könne die Anlage pünktlich zur Saison eröffnet werden.

Bislang sieht es gut aus. Ein Gutachter hat den Unterbau und die Gewichte zur Stabilisierung der Anlage bereits geprüft, sagt Berg. Diese sind aus Beton und stellen daher keine Gefahr dar. Anders sieht das bei dem verbauten Holz aus. Das liegt wegen des hohen Wasserpegels unter Wasser und droht, morsch zu werden. Es sei zu befürchten, dass bei einem fortlaufend starken Ansteigen die Holzplattform nicht nur nach oben, sondern auch zur Seite abtreibt. Wie weit das angegriffen ist, soll ein TÜV-Gutachter in den nächsten Wochen prüfen. Berg verspricht: „Selbst wenn das Wasser bei Saisonbeginn auf dem Steg steht, werden wir den Betrieb eröffnen, wenn der TÜV uns das erlaubt.“ Unabhängig von der Wakeboard-Anlage wird jedoch die „Strandbar“ pünktlich in die Saison starten, versicherte Berg. Auch in diesem Jahr bietet North Bound eine Reihe verschiedener Veranstaltungen, von „Live am See“-Konzerten bis zu Familienfesten.

So sollen weitere Schäden verhindert werden

Mit hohen Wasserständen hat North Bound öfter zu kämpfen. Doch dieses Jahr sei es laut Berg besonders schlimm. Nicht nur die starken Regenfälle im Dezember und Januar hätten den Wasserpegel ansteigen lassen. Größeren Anteil daran habe der Grundwasserspiegel. Dieser drücke nach starkem Regen noch mehrere Wochen immer wieder Wasser in den See. Denn der Badesee hat keinen natürlichen Abfluss. Deshalb rechnet Berg auch mit einem weiteren Ansteigen des Wasserspiegels. „Wir hoffen natürlich, dass der Höchststand für dieses Jahr schon erreicht ist, leider gehe ich nicht davon aus.“

Daher will North Bound einiges am Aufbau der Anlage ändern. Im Gespräch ist etwa eine erhöhte Plattform. Etwa 20 Zentimeter höher würde Berg gerne die neu gebaute Fläche haben. „Ich hoffe, dass das möglich ist. Wir sind da im Gespräch mit Baufirmen und schauen, was möglich ist.“

Eine weitere Maßnahme soll ein anderes Baumaterial sein. Möglich sei unter anderem ein Beton-Aufguss. Weiter gibt es die Möglichkeit, ein Holz-Kunstfaser-Gemisch zu verbauen. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: Auch wenn diese mehrere Wochen unter Wasser stehen, werden sie nicht so schnell weich und marode. Sollte das nicht der Fall sein, werden Wassersportbegeisterte und Zuschauer auf die spektakulären Drehungen und Sprünge noch einige Zeit warten müssen. „Das hoffe ich natürlich nicht. Der Wassersport und die Gastronomie ergänzen sich und beides läuft am besten zusammen.“

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