Brandschutz in Großefehn Fiebing hat zu wenig Löschwasser
Nach einem Großbrand im vorigen Jahr will der Ortsrat Fiebing einen zusätzlichen Hydranten im Dorf. Ein Wunsch, der schon vor vielen Jahren geäußert wurde.
Fiebing - Nicht genug Löschwasser gibt es im Notfall im Großefehntjer Ortsteil Fiebing. Dieser Meinung ist zumindest Ortsbürgermeister Eilert Caspers, der das Thema auf die Tagesordnung der kommenden Ortsratssitzung gebracht hat. Nicht ohne Grund: Denn bei einem Großbrand im März vorigen Jahres gab es an der Einsatzstelle zu wenig Löschwasser. Erst in fast drei Kilometern Entfernung konnten die Feuerwehrleute bei einem Wohnhausbrand eine Wasserleitung anzapfen. Damit das gelang, war unter anderem Unterstützung von einem Schlauchwagen aus Wiesmoor nötig.
Neu ist das Thema nicht: Schon im Sommer 2010 hatte das Gremium moniert, dass im Notfall nicht genug Löschwasser in dem Ort mit rund 160 Einwohnern zur Verfügung stehen könnte. Damals wurde in einem ersten Schritt mit einem neuen Hydranten, der vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband (OOWV) installiert wurde, sowie einem neuen Löschbrunnen Abhilfe geschaffen. Der Hydrant kostete damals knapp 1600 Euro. Geld, das damals zum Teil von einer Anwohnerfamilie und zum Teil von der Dorfgemeinschaft finanziert wurde.
OOWV liefert Hydranten – wenn Großefehn zahlt
Der erste Löschbrunnen wurde seinerzeit komplett von der Dorfgemeinschaft finanziert. Denn der Kreisbrandmeister sah 2010 keine Notwendigkeit dafür. Wasser für einen Erstangriff sei vorhanden, so die Einschätzung. Deswegen wollte die Dorfgemeinschaft einen zweiten Brunnen bohren. Die Kosten dafür wurden auf 15.000 Euro geschätzt. Das sei auch gemacht worden, so Eilert Caspers im ON-Gespräch. Im Westerender Weg wurde gebohrt. „Leider ohne Erfolg“, so Caspers. Deswegen werde nun ein weiterer Versuch unternommen, einen zweiten Hydranten zu installieren.
Das wäre jederzeit möglich, sagt OOWV-Sprecher Heiko Poppen auf ON-Anfrage. Allerdings müssten zuvor die technischen Voraussetzungen dafür geprüft werden. Vor 13 Jahren war der OOWV zu dem Schluss gekommen, dass die Wasserleitung nur einen Hydranten vertragen könne. Darum überhaupt war das Projekt mit den Löschbrunnen angegangen worden. Eilert Caspers sagt, dass dann vielleicht der Wasserdruck erhöht oder eine Leitung mit einem größeren Durchmesser verwendet werden müsste.
Bürgermeister: Hydrant ist Wunsch, nicht Pflicht
Auch das, so Heiko Poppen, liege im Bereich des Möglichen. Allerdings sei das alles grundsätzlich keine Aufgabe des OOWV. „Die Gemeinde kann uns den Bedarf mitteilen, muss das dann aber auch bezahlen.“
Dieser Einwand mag der Hauptgrund dafür sein, dass Erwin Adams, Bürgermeister von Großefehn, bei der Frage nach einem weiteren Hydranten für Fiebing zögert. „Der ist ein Wunsch, aber nicht Pflicht“, sagt er auf ON-Anfrage. Daher könne er momentan noch keine feste Aussage dazu treffen. In der Sitzung des Ortsrates Fiebing werde der Bedarf näher erläutert und mit den Betroffenen diskutiert.
Die Sitzung des Ortsrates Fiebing beginnt am Dienstag, 31. Januar, um 20 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Fiebing, Bitzweg 6.