Treckerkorsos im Advent Landwirte wollen wieder Kinderaugen strahlen lassen
Seit der Coronazeit schmücken Bauern ihre Traktoren und machen Sternfahrten in Ostfriesland. Nun soll es wieder soweit sein. Bestimmte Bereich bleiben jedoch ausgespart.
Aurich - 2020 – im ersten dunklen Coronawinter – war die Premiere: Landwirte aus ganz Ostfriesland schmückten auf Initiative des Vereins Land schafft Verbindung (LSV) Ostfriesland ihre Trecker mit bunten Lichtern und fuhren lange Korsostrecken durch Ostfriesland. Ihr Ziel: Kinderaugen zum Leuchten bringen, auch wenn soziale Kontakte und die gewohnten Weihnachtsfreuden gestrichen sind.
Auch in diesem Winter machen die Landwirte damit weiter. „Wir, der LsV Ostfriesland, haben uns dieses Jahr wieder dazu entschieden, Lichterfahrten durchzuführen“, kündigte der Verein am Sonnabend an. Und: „Bereits jetzt sind wir überwältigt von den zahlreichen Anmeldungen und den Reaktionen aus der Bevölkerung.“
Erste Sternfahrt endet in Aurich
Wie im vergangenen Jahr wollen die Landwirte Sternfahrten machen. Dadurch sei gewährleistet, dass viele Menschen über Ostfriesland verteilt „unsere wunderschön geschmückten Schlepper bestaunen können“. Die Fahrten werden am 3. und 17. Dezember stattfinden.
Am 3. Dezember fahren die Landwirte von den drei Startpunkten Friedeburg, Neuharlingersiel und Norden ausgehend nach Aurich. Die Planungen für diesen Tag laufen dem LSV zufolge bereits auf Hochtouren, es stehen aber noch Genehmigungen aus. Beginnen wird die Fahrt um 17 Uhr. Die genauen Streckenverläufe werden noch mitgeteilt.
Landwirte bemühen sich um Durchfahrtserlaubnis durch Baustellen
Neu sei in diesem Jahr für die Bauern, dass auf einigen Strecken Vollsperrungen durch Baustellen eingerichtet seien. „Wir stehen in engem Kontakt mit der jeweiligen Verkehrsbehörde und der Baufirma. Wir gehen davon aus, dass die Vollsperrungen für die Trecker an den Tagen geöffnet werden“, heißt es von den Organisatoren. Sie seien allen Beteiligten sehr dankbar, denn es sei nicht selbstverständlich, eine Baustelle für die Weihnachtsaktion provisorisch befahrbar zu machen.
Die Vorbereitungen sind allerdings offenbar nicht ohne Frusterlebnisse, wie aus den Zeilen des LSV auch hervorgeht. „Wir machen diese Aktion, weil es uns Freude bereitet, andere Menschen zum Strahlen zu bringen. Die Vorbereitungen, damit alles komplikationsfrei abläuft, sind immens, weshalb wir kein Interesse haben, uns während der gesamten Vorbereitung über verwaltungstechnischen Unsinn zu ärgern.“
Die Landwirte haben nach ihrer Aussage wegen solcher Ärgernisse den Antrag für die Städte Emden und Leer sowie den Landkreis Leer zurückgezogen. „Es ist sehr viel Arbeit, und bei dieser Arbeit möchten wir uns nicht ärgern“, heißt es in der Mitteilung.