Wohnmobilpark Tannenhausen  Sanitärmodul schwebte am Haken auf den Platz

| | 19.03.2026 19:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Kran hob das Modul vom Anhänger eines Tiefladers und setzte es auf die Betonfundamente. Foto: Karin Böhmer
Ein Kran hob das Modul vom Anhänger eines Tiefladers und setzte es auf die Betonfundamente. Foto: Karin Böhmer
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Es geht voran beim Wohnmobilpark am Badesee in Tannenhausen. Die Leitungen sind verlegt, vier Mini-Bäder angekommen. Wie es jetzt auf Aurichs zweiten Wohnmobilstellplatz weitergeht.

Tannenhausen - Ein Meilenstein auf dem neuen Wohnmobilstellplatz beim Badesee in Tannenhausen wurde am Donnerstag, 19. März 2026, geschafft. Es war eine Sache von wenigen Minuten. Dann hatte der Kranführer am Morgen das Sanitärgebäude vom LKW-Anhänger an seinen Standort auf einigen Beton-Platten auf dem künftigen Wohnmobilpark beim Badesee in Tannenhausen gehoben.














Zwei Lastwagen, ein Kran, ein Tieflader, ein Gabelstapler und ein kleiner Bagger tummelten sich für die Verladung des Sanitärgebäudes und seiner weiteren Bauteile auf dem Platz hinter dem Parkplatz am Badesee. Danach begannen sogleich die Arbeiten, um die Anlage anzufüllen und anzuschließen.

Sanitärhäuschen mit überdachter Terrasse

Der Container hat vier Bad-Kabinen und einen Abstellraum. Jedes Bad-Abteil hat ein kleines Fenster, eine Toilette, ein Waschbecken und eine Dusche. Die Türen öffnen sich nur für Befugte, die als angemeldete Wohnmobil-Camper die Zugangsdaten haben. Vor dem Sanitärhäuschen wird noch eine kleine überdachte Terrasse aufgebaut.

Joachim Janssen vor dem frisch gelieferten Sanitärmodul. Er und sein Sohn betreiben den Wohnmobilpark ab Mai. Foto: Karin Böhmer
Joachim Janssen vor dem frisch gelieferten Sanitärmodul. Er und sein Sohn betreiben den Wohnmobilpark ab Mai. Foto: Karin Böhmer

Es geht erkennbar voran auf dem Areal des Wohnmobilparks. Die Camper-Wiese für bis zu sieben Campervans und Wohnmobile ist schon eingesät. Auch ansonsten zeigt sich auf einigen Flächen schon ein kleiner Gras-Flaum. Mit der im vergangenen Jahr erhofften Eröffnung zu Ostern wird es aber nichts. Zu sehr haben Schnee und Frost in diesem Winter in die Pläne gepfuscht.

So wenig Versiegelung wie möglich

Gleichwohl ist vieles fertig. Die Streifen, auf denen die 33 Wohnmobilstellplätze abgestellt werden, sind bereits angelegt. An jedem Platz ragen die Versorgungsleitungen für die Servicesäulen aus dem Boden. Auch ist zu erkennen, wo die Wege entlang führen. Dort wird laut Joachim Janssen, der den Wohnmobilpark mit seinem Sohn Carsten Janssen betreiben wird, eine wassergebundene Wegedecke aufgebracht.

Auf die Wege kommt eine wassergebundene Deckschicht. Foto: Karin Böhmer
Auf die Wege kommt eine wassergebundene Deckschicht. Foto: Karin Böhmer

Die Flächen müssen noch geschottert werden, bevor sie die stabile Deckschicht aus feinem Sand bekommen. „Wir wollen ja so wenig wie möglich versiegeln“, sagt Janssen. Der Platz sei ohnehin eher trocken, da sei man die meiste Zeit froh über jeden Tropfen Wasser, der im Boden bleibe.

Das Sanitärmodul befindet sich gleich an der Zufahrt. Auf dem Platz sind bereits die Grünflächen für die Stellplätze zu erkennen. Foto: Karin Böhmer
Das Sanitärmodul befindet sich gleich an der Zufahrt. Auf dem Platz sind bereits die Grünflächen für die Stellplätze zu erkennen. Foto: Karin Böhmer

Der Zufahrtsbereich wird noch gepflastert. Er wird laut Janssen so großzügig sein, dass zwei Wohnmobile hintereinander stehen können, ohne die Zufahrten auf dem angrenzenden Parkplatz zu blockieren. Neben dem Sanitärgebäude befindet sich zudem ein Abstellplatz mit den Entsorgungseinrichtungen, wo die Wohnmobilisten halten können.

Platz soll weitgehend automatisch funktionieren

Nicht nur das Sanitärhäuschen, auch die anderen Komponenten des Wohnmobilparks haben die Betreiber bei der Firma Camper-Clean aus Wesel geordert. Dazu gehört auch die Schrankenanlage, das Check-in-Terminal und die Entleer- und Reinigungsstation. „Es war uns wichtig, das alles in einem Paket zu haben“, so Janssen.

Die Nutzer des Sanitärmoduls finden einen kleinen Raum mit Waschbecken, Toilette und Dusche vor - und sogar einem kleinen Fenster. Foto: Karin Böhmer
Die Nutzer des Sanitärmoduls finden einen kleinen Raum mit Waschbecken, Toilette und Dusche vor - und sogar einem kleinen Fenster. Foto: Karin Böhmer

Er und sein Sohn werden den Wohnmobilpark nebenberuflich betreiben. Deswegen soll vieles - abgesehen von der Reinigung natürlich - automatisch funktionieren. Sie wohnen aber in der Nähe, daher sei bei Bedarf schnell jemand vor Ort.

Der Wohnmobilpark hat 33 Stellplätze mit Versorgungsleitungen plus sieben Plätze für Wohnmobile und Campervans auf einer Wiese. Wohnwagen und Zelten sind nicht Teil der Genehmigung. Foto: Karin Böhmer
Der Wohnmobilpark hat 33 Stellplätze mit Versorgungsleitungen plus sieben Plätze für Wohnmobile und Campervans auf einer Wiese. Wohnwagen und Zelten sind nicht Teil der Genehmigung. Foto: Karin Böhmer

Neben der Anlage der Wege sei nun auch wichtig, dass das Gras auf den Stellflächen schnell und solide wachse, sagt Janssen. Bevor die Grasnarbe nicht dicht sei, sei eine Eröffnung nicht sinnvoll. Sonst wäre alles schnell wieder kaputtgefahren. Daher geht die Familie Janssen derzeit von einer Eröffnung in der zweiten Maihälfte aus.

Zuschlag im vergangenen Sommer

Angelegt ist der „Wohnmobilpark am Badesee“ auf eine Dauer von mindestens 15 Jahren. So lange ist die Fläche von der Stadt Aurich gepachtet, mit vertraglich vereinbarten Optionen zur Verlängerung, so Janssen. Die beiden Tannenhausener hatten sich im vergangenen Jahr in einem Interessenbekundungsverfahren durchgesetzt.

Bildergalerie
12 Bilder
Auricher Wohnmobilpark nimmt Gestalt an
19.03.2026

Ein erstes Interessenbekundungsverfahren hatte 2022 schon mal einen Betreiber ergeben. Dieser sprang aber wegen unvorhergesehener Probleme auf anderen Plätzen Ende 2023 wieder ab.

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