Mehr Kapazitäten nötig  Wie es mit dem Rettungsdienst in Moordorf weitergeht

| | 18.03.2026 19:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Rettungswagen in der Wache am Extumer Weg in Aurich. Foto: Aiko Recke
Rettungswagen in der Wache am Extumer Weg in Aurich. Foto: Aiko Recke
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Der Rettungsdienst in Moordorf muss wachsen. Zeitweise rückte deshalb ein leerstehendes Gebäude in Victorbur in den Fokus. Wie es um die Idee steht und was geplant ist.

Südbrookmerland - Wie geht es weiter mit dem Rettungsdienst in Südbrookmerland? Diese Frage kam vor einigen Monaten auf und blieb bislang unbeantwortet. Die Verantwortlichen des Rettungsdienstes hatten festgestellt, dass die Kapazitäten in Moordorf aufgestockt werden müssen. Die Idee: Die Rettungswache an der Ringstraße in Moordorf sollte erweitert werden, um ausreichend Raum für das zusätzliche Personal zu haben.

Doch dafür gab es keine Genehmigung. Zuletzt wurde über eine Alternative in Victorbur diskutiert, die nun aber ebenfalls vom Tisch ist. Was jetzt geplant ist.

Altes Feuerwehrhaus als Alternative gehandelt

Die Diskussion schlug Wellen. Rettungsdienst und Vermieter waren sich einig, die Rettungswache in Moordorf sollte erweitert werden. Hintergrund: Ein routinemäßiges Gutachten kam zu dem Schluss, dass die Kapazitäten für die Notfallrettung aufgestockt werden müssen. Doch wegen Entwässerungsvorgaben erhielt der Eigentümer des Gebäudes für die Erweiterung keine Baugenehmigung.

Also begann die Suche nach einer Alternative. Im Zuge dessen rückte das alte Feuerwehrhaus in Victorbur in den Fokus. Entsprechende Informationen unserer Redaktion bestätigt der Landkreis Aurich auf Anfrage. Rettungsdienst und Gemeinde Südbrookmerland stünden in einem „regelmäßigen und sehr konstruktiven Austausch“, so ein Sprecher der Kreisverwaltung. Gemeinsam seien verschiedene Optionen für die Unterbringung der Rettungsmittel und Mitarbeiter erörtert und auch besichtigt worden. „Dabei war auch das ehemalige Feuerwehrgerätehaus der Ortsfeuerwehr Victorbur eine potenzielle Liegenschaft.“ Doch von dieser Idee ist der Rettungsdienst mittlerweile wieder abgerückt.

Notfallrettung ist sichergestellt

Stattdessen plant der kreiseigene Rettungsdienst nun eine andere Lösung bis zu dem Moment, in dem eine neue Rettungswache auf dem Gelände der Zentralklinik in Uthwerdum eröffnet wird. „Die Notfallrettung kann bis zum Neubau einer Rettungswache ohne Einschränkung für die Bürger sichergestellt werden“, teilt der Landkreis mit, ohne Details zu nennen.

Nach Informationen unserer Redaktion rückt dafür wieder die Rettungswache in Moordorf in den Fokus. Wie aus Kreisen der Beteiligten zu hören ist, soll es auf dem Gelände der jetzigen Moordorfer Rettungswache eine Containerlösung geben. In einem solchen Container könnten die benötigten Räumlichkeiten für das zusätzliche Personal geschaffen werden. Zu vermuten ist, dass ein solcher Container vorübergehend auch ohne Baugenehmigung aufgestellt werden darf. Nicht bekannt ist indes, wann der Bau der neuen Rettungswache in Uthwerdum beginnt und ab wann sie genutzt werden kann.

Gemeinde muss von vorne beginnen

Für die Gemeinde Südbrookmerland bedeutet der Verzicht auf die Nutzung des alten Feuerwehrhauses einen Neustart bei den Überlegungen zur Nachnutzung. Wie berichtet, steht das Gebäude seit dem vergangenen Sommer leer, nachdem die Feuerwehr in einen Neubau gezogen ist. Die unmittelbare Nähe des alten Gebäudes zum Rathaus legt eine künftige Nutzung durch die Gemeindeverwaltung nahe.

Jedoch scheinen Gebäudezuschnitt und Bauweise dies nicht gerade einfach zu machen. In der Verwaltung favorisieren einige deshalb einen Abriss. Ob sich die Politik damit einverstanden erklärt, muss sich zeigen.

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