Veterinäramt Aurich-Emden zieht Bilanz  So viele Verstöße gab es 2025 bei Lebensmittelkontrollen in Aurich-Emden

| | 18.02.2026 17:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Gerade Fleisch wird besonders streng überprüft. Foto: DPA
Gerade Fleisch wird besonders streng überprüft. Foto: DPA
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Für Einzelhandel und Gastronomie gibt es zahlreiche Vorschriften zu Hygiene und Zubereitung, etwa für Fleischprodukte. Hier kommen aktuelle Zahlen aus der Region.

Aurich - Es geht um Hygiene-Vorschriften, Sauberkeit, Aufbewahrung und Zubereitung: Viele Verstöße gegen gesetzliche Vorgaben im Lebensmittel-Bereich hat das Veterinäramt des Landkreises Aurich im Jahr 2025 festgestellt. Im Zuständigkeitsbereich des Amtes, zu dem auch die Stadt Emden gehört, wurden 1674 Verbraucherschutz-Kontrollen durchgeführt, teilte die Kreisverwaltung auf Anfrage dieser Redaktion fest.

Darunter waren 1078 sogenannte risikoorientierte Sollkontrollen in Betrieben, davon 650 in der Gastronomie. Bei weiteren 452 Überprüfungen handelte es sich um außerplanmäßige Kontrollen, wie etwa Verdachtskontrollen nach Verbraucherbeschwerden oder Nachkontrollen nach Verstößen, davon 187 in der Gastronomie. Bei insgesamt 733 Kontrollen wurden ein oder mehrere Verstöße festgestellt – das entspricht 43,8 Prozent. Im Vorjahr 2024 wurden bei 1589 Kontrollen in 598 Fällen Verstöße festgestellt (37,6 Prozent), 2023 waren es bei 1645 Kontrollen im Lebensmittelbereich 718 Verstöße (43,6 Prozent).

„Etwa gleichbleibendes Niveau“

Und: „Insgesamt ist festzustellen, dass sich die Kontrollzahlen auf einem in etwa gleichbleibenden Niveau bewegen, ebenso wie die Zahl der festgestellten Verstöße. In diesen Fällen werden entsprechende behördliche Maßnahmen ergriffen und die Abstellung der Verstöße kontrolliert.“

Nach einer Verwaltungsvorschrift für die Lebensmittelüberwachung werden die Betriebe je nach Art und Risiko der Lebensmittel sowie nach Kontrollfeststellungen in eine Risikoklasse eingeordnet. Aus dieser ergibt sich dann eine „Sollkontrollfrist“ für geplante Überprüfungen. „Beispielsweise hat eine Fleischerei ein höheres Grundrisiko als ein reiner Getränkehändler und wird häufiger geplant kontrolliert, ohne dass es dafür einen konkreten Anlass gibt“, heißt es vom Landkreis. Außerplanmäßige Kontrollen erfolgen zudem bei Hinweisen, Probenahmen oder Untersuchungsbefunden.

Kontrolliert werden zum Beispiel Aufbewahrung und Zubereitung

Derzeit sind den Angaben zufolge sieben Lebensmittelkontrolleure im Einsatz – unter Leitung einer Amtstierärztin. Kontrolliert werden der Zustand der Lebensmittel und der Umgang mit diesen, etwa Aufbewahrung, Kühlung oder Zubereitung. „Außerdem werden Dokumentationen zur Rückverfolgbarkeit der Waren, Reinigung, Temperaturen oder Schulungen geprüft“, erklärt die Kreisverwaltung auf Nachfrage dieser Redaktion.

Daneben werden Lebensmittel-Proben aus der Gastronomie, Herstellungsbetrieben und Handel entnommen. „Häufig fallen Mängel in der Reinigung, schadhafte Einrichtungsgegenstände und Kennzeichnungsmängel auf“, heißt es.

In seltenen Fälle kommt es laut Kreisverwaltung sogar zu vorübergehenden Betriebsschließungen, bis die Zustände wieder in Ordnung sind. Die behördlichen Maßnahmen reichen von Mängelmitteilung, Verfügungen bis hin zur Einleitung von Buß- oder Strafverfahren, heißt es aus dem Auricher Kreishaus.

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