Schulen in Aurich  Gespräche über Schullandschaft in Aurich geplant

| | 11.02.2026 10:37 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die IGS Aurich hat es schwer und soll entlastet werden. Foto: Romuald Banik
Die IGS Aurich hat es schwer und soll entlastet werden. Foto: Romuald Banik
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Im Juni 2025 hatte die IGS-Leiterin wegen der hohen Belastung ihrer Schule einen Hilferuf an die Kreispolitik gesendet. Nun will man sich treffen. Einem Kreispolitiker dauert das alles zu lange.

Aurich - IGS, Realschule, Gymnaium: Wie soll es weitergehen mit der Schullandschaft in der Stadt Aurich? Ein erstes Gespräch der Verantwortlichen über die Struktur der weiterführenden Schulen in der Kreisstadt soll am Donnerstag, 12. Februar, stattfinden. Dann werden Vertreter von Landesschulbehörde, Landkreis Aurich, Stadt Aurich und den Schulleitungen von IGS und Realschule Aurich zusammentreffen, kündigte Kreisrat Sebastian Smolinski jetzt im Kreisschulausschuss an. Später solle auch das Gymnasium Ulricianum einbezogen werden. Die Kreispolitik solle dann in der Sitzung der Arbeitsgruppe Schulentwicklungsplanung am Mittwoch, 11. März, beteiligt werden. Über die Ergebnisse wolle man dann im folgenden Schulausschuss berichten, kündigte Smolinski an. Da es einen Personalwechsel bei der Landesschulbehörde gegeben habe, habe sich die Sache verzögert, erklärte Smolinski. Der Dezernent räumte ein, die Sitzung der Arbeitsgruppe im Oktober habe „ohne durchgreifendes Ergebnis“ geendet.

Kreistagspolitiker Heinrich Ubben fordert die Umwandlung der Realschule Aurich in eine Oberschule. Foto: Romuald Banik
Kreistagspolitiker Heinrich Ubben fordert die Umwandlung der Realschule Aurich in eine Oberschule. Foto: Romuald Banik

Anlass der Ankündigung war ein Antrag der Fraktion „Moin Herr Weiss“, die die Umwandlung der Realschule Aurich in einer Oberschule fordert, um die IGS zu entlasten. IGS-Schulleiterin Dr. Dorothee Göckel hatte im Sommer 2025 in einer Ausschusssitzung eine Art öffentlichen Hilferuf an die Kreispolitik gesendet und beklagt, dass vor allem die IGS die Belastungen durch Inklusion und Migration stemmen müsse.

Ubben: „Müssen zeitnah zu Potte kommen“

Antragsteller Heinrich Ubben (Leezdorf) begrüßte zwar, dass es nun Gespräche gibt. Er betonte aber zugleich: „Da müssen wir zeitnah zu Potte kommen. Die Lehrkräfte der IGS haben nicht ohne Grund eine Überlastungsanzeige gestellt. Die brauchen Unterstützung. Sonst ist es kein Wunder, wenn die Leute politikverdrossen werden.“

Kreisrat Smolinski betonte, die Verzögerung liege nicht an der Kreisverwaltung. Er weise den Vorwurf zurück, dass man „auf Zeit spielt“. „Es wäre auch in unserem Interesse, wenn wir da schneller vorankommen“, so Smolinski. CDU-Fraktionsvorsitzender Sven Behrens (Berumbur) mahnte zu „Fachlichkeit vor Schnelligkeit“.

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