Verkehrsüberwachung  So viele Autofahrer wurden 2025 im Kreis Aurich geblitzt

| | 21.01.2026 17:33 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im September stand der neue mobile Blitzer des Landkreises bei Upgant-Schott im Brookmerland.Foto: Thomas Dirks
Im September stand der neue mobile Blitzer des Landkreises bei Upgant-Schott im Brookmerland.Foto: Thomas Dirks
Artikel teilen:

Der Landkreis hat jetzt eine Bilanz gezogen, wie viele Geschwindigkeitsverstöße es gab und wie viel Geld damit eingenommen wurde. Und ein neues Gerät zeigt offenbar Wirkung.

Aurich - Deutlich mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen hat der Landkreis Aurich mit seinen Blitzgeräten im Jahr 2025 registriert. Demnach gab es im vergangenen Jahr insgesamt 72.371 Verfahren, teilte Kreissprecher Rainer Müller-Gummels auf Anfrage dieser Redaktion mit. Diese führten zu Gesamteinnahmen von rund 3,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Vorjahr 2024 wurden 54.619 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen, die zu Einnahmen von rund 2,5 Millionen Euro führten.

Einen spürbaren Anteil an dieser Entwicklung hat der neue mobile „Anhänger-Blitzer“, den der Landkreis im Frühjahr 2025 angeschafft hat. 9057 Verstöße hat das Gerät registriert, allein 2172 im Juni. Die „semistationäre Geschwindigkeitsmessanlage“ werde vor allem im Bereich von Schulwegen und an weiteren ausgesuchten Stellen, etwa zur nächtlichen Geschwindigkeitsüberwachung oder an Wildunfallstrecken, eingesetzt, heißt es. Innerhalb von sieben Monaten hat der Anhänger-Blitzer den Angaben zufolge rund 13.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen registriert. „Die Anschaffung dieses Gerätes hat sich somit als sehr sinnvoll erwiesen“, schreibt Kreissprecher Müller-Gummels. Großer Vorteil des halbstationären Blitzers sei, dass sich die Autofahrer durch den regelmäßigen Standortwechsel nicht auf die Anlage einstellen können.

Weniger Verstöße am Pferdemarkt

Anders die Situation an der Pferdemarktkreuzung. Dort wurde ein Rückgang der geblitzten Fahrzeuge festgestellt. Insgesamt waren es 2025 nur noch 428 Verstöße. Das sei auf den genannten Gewöhnungseffekt zurückzuführen. „Die Autofahrer wissen, dass dort ein Blitzer steht und passen ihre Fahrweise entsprechend an“, so Müller-Gummels. Damit werde das wesentliche Ziel der Verkehrsüberwachung erreicht. Zudem sei die Anlage an der Pferdemarktkreuzung im Herbst für einige Wochen defekt gewesen, nachdem sie von einem Lkw gerammt worden war.

Auch für den Blitzer an der Esenser Straße (B 210) sei ein Gewöhnungseffekt festzustellen. Dort gab es zudem über mehrere Monate ebenfalls technische Probleme, sodass am Ende dort 2025 nur 77 Verstöße registriert wurden.

Zahl der Verstöße im Sommer höher

Mit Abstand am häufigsten geblitzt hat es 2025 an der Leerer Landstraße (B 72), nämlich 13.630 mal, davon allein im Juli 1705 mal. Am festen Blitzer in Wirdumer Altendeich (L 4) wurden 9673 Verstöße gezählt, in Ihlow-Westerende (L 1) immerhin 5186. Dazu kommen vier weitere mobile Blitzer, die insgesamt mehr als 34.000 Verstöße registriert haben.

Dass die Zahl der Verstöße im Sommer tendenziell höher sei als in den anderen Jahreszeiten, dürfte nach Einschätzung des Landkreises Aurich vor allem darauf zurückzuführen sein, dass dann deutlich mehr Verkehrsteilnehmer unterwegs sind.

Übrigens: Die krassesten Geschwindigkeitsüberschreitungen 2025 im Landkreis Aurich waren 149 Stundenkilometer in einer Tempo 50er-Zone und 166 Km/h in einer 70er-Zone.

Ähnliche Artikel