Hilferuf von IGS Aurich Fraktion will Infos zur Schulentwicklung vom Landkreis
Im Juni 2025 hatte IGS-Leiterin Dr. Dorothee Göckel auf die ungleiche Verteilung der Lasten von Inklusion und Migration hingewiesen. Heinrich Ubben und Edgar Weiss fordern eine Reaktion.
Aurich - Aktuelle Informationen zur Schulentwicklungsplanung fordert die Fraktion „Moin, Herr Weiss“ im Auricher Kreistag von der Kreisverwaltung. Man sei enttäuscht über den Umgang mit den „weitreichenden Informationen“, die von der Schulleiterin der IGS Aurich im Schulausschuss des Landkreises im Juni 2025 vorgetragen wurden, schreibt Heinrich Ubben (Leezdorf) in einer Mitteilung.
Dr. Dorothee Göckel hatte seinerzeit eine Art Hilferuf gesendet, weil die IGS große Teile der Herausforderungen und Lasten durch Inklusion und Migration tragen müsse.
Laut Ubben gab es am 8. Oktober 2025 gab es eine Sitzung des nicht-öffentlichen Arbeitskreises Schulentwicklungsplanung, in der die aktuelle Entwicklung dargestellt wurde. Dabei wurden die Probleme und Herausforderungen der IGS Aurich aufgezeigt: Die Fluktuation der Schüler am Gymnasium Ulricianum und der Realschule Aurich. Demnach verliere das Gymnasium bis zum Abitur viele Schüler. Diese wechselten überwiegend zur Realschule und teils zur IGS. Gleichzeitig wechselten viele Schüler der Realschule wiederum zur IGS.
Baldige Sitzung gefordert
Eine für Ende November geplante Sitzung zur Schulentwicklungsplanung sei ohne Ersatztermin kurzfristig abgesagt worden. Das aber sei „ein Umstand, den wir so nicht stehen lassen können“, so Ubben.
Die Fraktion „Moin, Herr Weiss“, die aus Ubben und Edgar Weiss (Wiesmoor) besteht, beantrage daher eine zeitnahe Sitzung des Arbeitskreises Schulentwicklungsplanung – und für den am 12. Februar tagenden Schulausschuss einen Sachstandsbericht von der Verwaltung.
Für die Schüler, die sich nach dem Besuch der Grundschule für das gegliederte Schulwesen mit Gymnasium und Realschule entschieden haben, fehle wegen der aufgelösten Hauptschule ein alternatives Schulangebot. Die Fraktion „Moin, Herr Weiss“ beantragt daher wie berichtet die Einrichtung einer Oberschule als Ersatz für die Realschule Aurich. „Unter einem Dach können Schüler auf Real- und Hauptschulniveau beschult werden. Die Umwandlung in eine Oberschule hat für die zukünftigen Schüler den großen Vorteil, dass ohne Schulortwechsel eine Durchlässigkeit der Schulsysteme in beide Richtungen möglich ist“, schreibt Ubben.
Fraktion: Oberschule hätte Vorteile
Das bedeute, dass Schüler immer die Möglichkeit hätten, bei verbesserten Leistungen wieder auf Realschulniveau beschult werden zu können. „Die Schüler bleiben in der ihnen bekannten Schule und ihrem sozialen Umfeld. Ein Schulwechsel ist künftig nicht mehr mit einem Standortwechsel und dem Verlust des Freundeskreises und der bekannten Lehrkräfte verbunden“, betont Edgar Weiss.
Man fordere daher eine zeitnahe Sitzung, um sich mit den Herausforderungen, denen sich Gymnasium, Realschule und IGS täglich ausgesetzt sehen, zu beraten. „Es reicht nicht aus, Probleme und Herausforderungen wieder und wieder zu benennen“, so Ubben, der zugleich Bürgermeisterkandidat in der Samtgemeinde Brookmerland ist.