Feuer in Aurich Lagerhalle am Fischteichweg brannte vollständig nieder
In der Auricher Innenstadt brannte erst eine Mülltonne, dann ein ganzes Gebäude. Die Feuerwehr kämpfte bei Frost stundenlang gegen die Flammen. Und wurde dann zu einem Fahrzeugbrand in der Nähe gerufen.
Aurich - Schon wieder hat es in Aurich in der Nacht Feuer gegeben. Nach den Bränden in der Wallstraße und Im Timp in den Nächten zuvor, hat in der Nacht zu Sonntag, 11. Januar 2026, nun zunächst eine Mülltonne, dann aber eine ganze Lagerhalle an der Ecke Fischteichweg/Rathausgang gebrannt. Wie Stadtfeuerwehrsprecher Sönke Geiken sagte, brannte die Halle, die auf dem Gelände der Katholischen Gemeinde steht, vollständig aus. Dort waren neben Fahrzeugen Gerätschaften und Material der benachbarten Kita gelagert. Nach Angaben der Polizei wird der Sachschaden auf 250.000 Euro geschätzt. Ermittlungen zu Brandursache wurden aufgenommen. Es werde dabei auch untersucht, ob es Zusammenhänge mit anderen Bränden der jüngeren Vergangenheit gebe.
Als die Feuerwehrleute den Brand am Fischteichweg einigermaßen unter Kontrolle gebracht hatten, gab es gegen 5.30 Uhr eine weitere Meldung aus der Lilienstraße. Dort hatte laut Geiken am Parkplatz der Raiffeisen-Volksbank ein Fahrzeug zu brennen begonnen. Einige Feuerwehrkräfte seien dorthin abgerückt und hätten das Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Gebäude zwar verhindern können. Laut Polizei wurden zwei Fahrzeuge beschädigt. Die Autos standen unter einem Carport, der ebenfalls durch das Feuer beschädigt wurde. Die Polizei geht von einem Sachschaden von rund 50.000 Euro aus. Auch für diesen Feuer wurden Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Zeugen, die an einem der beiden Einsatzorte etwas beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Tel. (04941) 6060 zu melden.
Beim Eintreffen schon Feuerschein in der Halle zu sehen
Doch zurück zum Fischteichweg: Die Feuerwehr erreichte laut Geiken um 3.13 Uhr die erste Alarmierung, dass im Rathausgang, also der Verbindung zwischen Fischteichweg und Georgswall, eine Mülltonne brenne. Noch auf der Anfahrt kamen weitere Notrufe rein, die von einem Übergreifen der Flammen auf ein Gebäude berichteten. Daraufhin wurden nach der Kernstadt-Wehr die Feuerwehren aus Walle, Haxtum und Sandhorst nachalarmiert.
Die zuerst eintreffenden Kräfte sahen laut Geiken dann, dass bereits Rauch aus der Halle quoll und auch Feuerschein darin zu sehen war. Sofort seien die Löscharbeiten begonnen worden. Über den Warndienst Katwarn wurde unterdessen die Warnung vor einem Großbrand in der Auricher Innenstadt und der damit verbundenen Rauchentwicklung verschickt.
Ausbreitung des Feuers auf Nachbargebäude verhindert
Es habe sich aber als sehr anspruchsvoll erwiesen, die nötige Wasserversorgung aufzubauen, so der Sprecher. Es gebe zwar genug Hydranten im Umfeld. Diese hätten bei minus sechs Grad aber zunächst von Schnee und Eis befreit werden müssen. Der Schlauchwagen aus Walle habe eine mehrere Hundert Meter lange Schlauchverbindung zu einem Hydranten in der Kirchdorfer Straße verlegt.
Die Feuerwehren kämpften gegen die Flammen, konnten aber nicht verhindern, dass die Lagerhalle mit mindestens zwei Fahrzeugen darin vollständig ausbrannte, sagte Geiken. Der wichtigste Einsatzerfolg sei, dass die weitere Ausbreitung des Feuers, beispielsweise auf das angrenzende Gemeindehaus der katholischen Kirche, die Ludgeri-Kita oder auch die Kirche selbst verhindert werden konnte.
Der Fischteichweg musste für die Löscharbeiten voll gesperrt werden und ist es am Sonntagvormittag auch weiterhin. Bagger haben das Dach der Halle entfernt, damit die Feuerwehr mögliche Glutnester noch ablöschen kann. Die Feuerwehr rückte nach Abschluss der Nachlöscharbeiten gegen 10 Uhr ab. Die Sperrung des Fischteichweges kann durchaus noch bis etwa 11 Uhr andauern.
Rathaus für Einsatzkräfte zum Aufwärmen geöffnet
Nicht in Gefahr war laut Geiken das Auricher Rathaus. Dieses sei, im Gegenteil, von Ordnungsamtsleiter Helmut Lücht als Rückzugsraum für die Feuerwehr geöffnet worden. Die nachrückenden Atemschutzgeräteträger hätten sich dort sammeln können. Zudem habe der Versorgungszug der Feuerwehr Middels dort in der Nacht heiße Getränke zum Aufwärmen und am Morgen eine wärmende Erbsensuppe angeboten, berichtete Geiken. „Für diese Unterstützung der Stadtverwaltung sind wir sehr dankbar“, so Geiken. Ebenso danke er den Mitarbeitern des Betriebshofs der Stadt und der Kreisstraßenmeisterei, die die Feuerwehr mit Räum- und Streudiensten unterstützen.