Ihlower Projekte Ausgaben trotz klammer Kasse
Die Gemeinde Ihlow hat wegen eines Steuereinbruchs für den Haushaltsplan 2026 jeden Cent umgedreht. Trotzdem stehen einige Millioneninvestitionen an.
Ihlow - Trotz des Gewerbesteuereinbruchs und der derzeit klammen Kasse wird und muss die Gemeinde Ihlow im nächsten Jahr einige Millionen Euro investieren.
Zeitlich das erste Projekt ist der Bau des Feuerwehrhauses in Ochtelbur an der Ecke Auricher Straße (L1)/Loogstraße. Dort entsteht ein neues Gerätehaus mit fünf Toren. Ein Hallenplatz dient als Waschplatz für alle Feuerwehrfahrzeuge, wie der Fachbereichsleiter Bau, Friedhelm Saathoff, kürzlich beim Jahrespressegespräch sagte.
Die Ausschreibung für den Bau sei erfolgt, im Januar soll möglichst die Vergabe erfolgen. Auf einem Hektar Fläche soll Platz für vier Fahrzeuge der Feuerwehr Ochtelbur, den gemeinsamen Waschplatz aller fünf Ortswehren, Schulungsräume sowie die Umkleidebereiche für 52 Feuerwehrmänner und zwölf Feuerwehrfrauen entstehen. „Wir hoffen, dass wir schon im Februar mit dem Bau loslegen können“, sagte Saathoff. Die Zufahrt erfolge über die Loogstraße. Im Haushalt stehen 3,2 Millionen Euro für das Feuerwehrhaus bereit.
Ein weiteres Feuerwehrhaus mit fünf Toren wird in Weene an der Ecke Westersander Straße/Schirumer Straße gebaut. Geplant sind dort vier Einsatzstellplätze sowie ein Gerätestellplatz und ein Anhängerstellplatz. Die Gemeinde rechnet mit Baukosten in Höhe von 3,3 Millionen Euro.
Ebenfalls große Investitionen stehen beim Schwimmbad Weene und der dortigen Turnhalle an. Zwei Millionen Euro soll die Sanierung kosten, rund 1,1 Millionen Euro davon kommen aus Fördermitteln.
Ankauf von Grundstücken für interkommunales Gewerbegebiet
Neben den Investitionen in Bildungseinrichtungen und den Brandschutz steckt die Gemeinde auch Geld in die wirtschaftliche Entwicklung. Für den Erwerb von Ländereien an der Gemeindegrenze Riepe/Moormerland südlich der K 111 stehen zwei Millionen Euro zur Verfügung. Das geplante interkommunale Gewerbegebiet mit der Nachbargemeinde Moormerland soll dort auf den ersten 40 Hektar schon bald konkreter werden, sagte Bürgermeister Arno Ulrichs. Die Verhandlungen über die Grundstückskäufe liefen.
Bei der Haushaltsdebatte im Gemeinderat war diese Investition ebenso wenig umstritten wie die Feuerwehrhäuser oder die Sportanlagensanierung: Schließlich werde die Gemeinde durch neue Gewerbeflächen mittelfristig mehr Einnahmen generieren, hieß es.