Förderung bewilligt  So soll der neue „Erlebnispark“ in Münkeboe aussehen

| | 13.11.2025 18:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Bürgermeister Thomas Erdwiens (von rechts), Anja Dziarnowski, Thomas Debelts und Frank Süßen stellten die Pläne am Donnerstag vor. Fotos: Holger Janssen
Bürgermeister Thomas Erdwiens (von rechts), Anja Dziarnowski, Thomas Debelts und Frank Süßen stellten die Pläne am Donnerstag vor. Fotos: Holger Janssen
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An der Eibenstraße in Münkeboe entsteht bald ein neuer „Erholungs- und Erlebnispark“. Die Gemeinde erhält dafür eine üppige Förderung. Nun wurden die Pläne vorgestellt.

Münkeboe - In Münkeboe entsteht ein neues Freizeitangebot: An der Eibenstraße will die Gemeinde, wie bereits berichtet, einen Erholungs- und Erlebnispark bauen. Die Förderbewilligung des Landes Niedersachsen liegt inzwischen vor, Baubeginn soll im Frühjahr 2026 sein.

Das Vorhaben ist Teil der Dorfentwicklung „Nördliches Südbrookmerland“ und das erste größere Projekt im Rahmen des Programms. Die Gemeinde erhält rund 338.000 Euro aus dem Fördertopf „Dorfentwicklung Niedersachsen“. Das entspricht 90 Prozent der Gesamtkosten. Der Eigenanteil liegt bei etwa 37.500 Euro und soll am Dienstag, 18. November, durch Aufhebung eines Sperrvermerks im Verwaltungsausschuss freigegeben werden. Der Antrag für die Förderung war im September 2024 gestellt worden.

Die rund 800 Quadratmeter große Gemeindefläche wurde früher als Spielplatz genutzt, Spielgeräte stehen dort allerdings seit Jahren nicht mehr. Inzwischen dient das Gelände der Nachbarschaft für kleinere Veranstaltungen. Es liegt in einer Sackgassenlage und ist trotz seiner zentralen Lage im Ortsteil von einer ruhigen, beschaulichen Atmosphäre geprägt.

Zwei unterschiedliche Bereiche

Die künftige Anlage wird zweigeteilt: Im vorderen Bereich entsteht eine Art Dorfplatz mit Sitzgelegenheiten, Maibaumständer und einem offen gestalteten Pavillon mit Gründach und Bänken. Gegenüber ist eine Sitzecke mit Grill- und Feuerstelle geplant. Im hinteren Bereich entsteht eine etwa 400 Quadratmeter große Spielfläche, deren Mittelpunkt eine große Kletterpyramide bilden soll. Die Spielgeräte richten sich an Kinder verschiedener Altersgruppen und sind teilweise auch für Menschen mit körperlichen Einschränkungen nutzbar. Die gesamte Anlage wird barrierefrei gestaltet.

Auf der unscheinbaren Fläche an der Eibenstraße in Münkeboe soll ein „Erholungs- und Erlebnispark“ entstehen.
Auf der unscheinbaren Fläche an der Eibenstraße in Münkeboe soll ein „Erholungs- und Erlebnispark“ entstehen.

Die Wege im Park sollen mit Pflasterklinkern angelegt werden. Geplant sind außerdem Blühwiesen, Nist- und Fledermauskästen, ein Insektenhotel, insektenfreundliche Beleuchtung sowie Totholzhecken und Baumpflanzungen. Laut Bürgermeister Thomas Erdwiens waren die ökologischen Vorgaben für die Förderung hoch: „Gerade im ländlichen Raum ist das nicht immer leicht umzusetzen, weil die ökologischen Voraussetzungen dort oft schon sehr gut sind.“ Die Vorgaben des Förderprogramms hatten es aber offenbar in sich. Zahlreiche Kriterien mussten erfüllt werden, um die Mindestpunktzahl zu erreichen. „Wir haben die nötige Punktzahl für die Förderung nur knapp geschafft“, so Erdwiens.

Eine Besonderheit ist die enge Einbindung der Anwohnerschaft. Bereits im Dezember 2024 hatte die Gemeinde alle Anwohner der Eibenstraße zu einer Informationsveranstaltung ins Dörpmuseum eingeladen. Rund 25 Personen nahmen teil und diskutierten über das Vorhaben. Eine weitere Vorstellung des Projekts erfolgte im September 2025 direkt vor Ort. Die Planer legten nach eigenen Angaben großen Wert darauf, die Anregungen der Bürger aufzunehmen und das Projekt transparent zu gestalten.

Kooperation mit Museum geplant

Die Gemeinde versteht den neuen Park nicht nur als Erholungsort, sondern auch als Baustein für den sozialen Zusammenhalt im Ort. Der Treffpunkt soll das Miteinander im Quartier stärken und Impulse für weitere gemeinsame Aktivitäten geben. Laut Anja Dziarnowski von der Gemeindeverwaltung gibt es dafür bereits kreative Ansätze. So zum Beispiel eine mögliche Kooperation mit dem Münkeboer Dörpmuseum, das den Platz beispielsweise für Kinderangebote nutzen könnte, so die Idee.

Mit dem Projekt wird zugleich ein lang diskutiertes Thema abgeschlossen: der sogenannte „Leuchtturmspielplatz Nord“. Statt eines einzelnen Standorts hat sich die Gemeinde für zwei Flächen entschieden – neben dem Areal in Münkeboe auch für einen Platz am Schulzentrum Hundertdiemat in Moorhusen. Zusammen mit den bereits bestehenden Anlagen am Großen Meer, in Moordorf am Schwanenweg, in Victorbur an der Beethovenstraße sowie zweier Anlagen in Uthwerdum verfügt Südbrookmerland künftig über eine Reihe von Leuchtturmspielplätzen. Hinzu kommen zwei Mehrgenerationsplätze in Moordorf und bald auch in Münkeboe.

Bürgermeister Erdwiens nennt die Förderzusage ein „vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“. Der neue Park solle ein Ort für alle Generationen und ein Gewinn für das gesamte Südbrookmerland sein.

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