Ehrenamt in Südbrookmerland  Neue Idee für Hilfe beim Hochwasserschutz

| | 18.09.2025 11:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Mehrfach ist es in den vergangenen Jahren in der Gemeinde zu Überflutungen infolge von Starkregen gekommen. Foto: Karin Böhmer
Mehrfach ist es in den vergangenen Jahren in der Gemeinde zu Überflutungen infolge von Starkregen gekommen. Foto: Karin Böhmer
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In Südbrookmerland könnte bald ein ehrenamtlicher Berater beim Schutz von Häusern und Grundstücken vor Hochwasserschäden helfen. So sieht der Vorschlag konkret aus.

Südbrookmerland - Die Ratsfraktion der Freien Wählergemeinschaft (FWG) den beantragt, in der Gemeinde eine ehrenamtliche Stelle für einen Beauftragten für Starkregenvorsorge und Klimaanpassung“ einzurichten. Das geht aus einer Mitteilung der Fraktion hervor. Hintergrund sei die zunehmende Häufigkeit von durch Starkregen ausgelösten Hochwassern. In mehreren Ortsteilen der Gemeinde ist es in den vergangenen Jahren zur Überlastung der Entwässerungssysteme und in der Folge zu vollgelaufenen Kellern und Wohnräumen gekommen.

„Wir müssen unsere Gemeinde darauf einstellen – sowohl in der Bauleitplanung als auch in der Beratung der Bürgerinnen und Bürger“, wird FWG-Fraktionsvorsitzender Detlev Krüger in der Mitteilung zitiert. Die ehrenamtliche Stelle soll als zentrale Anlaufstelle für Information und Beratung dienen. Bürger sollen dort künftig Unterstützung erhalten, wenn es darum geht, Grundstücke und Gebäude besser gegen Überflutungen infolge von Starkregen zu schützen oder Möglichkeiten der Regenwasserrückhaltung und -nutzung umzusetzen. Auch Informationen über Förderprogramme zur finanziellen Unterstützung der Maßnahmen soll es geben.

Tipps für besseren Schutz und Vorbeugung

Viele Menschen wollten ihr Zuhause an die neuen Herausforderungen anpassen, wüssten aber oft nicht, wo sie anfangen sollen oder welche Fördermittel es gibt. „Hier möchten wir mit einer unabhängigen Beratung helfen“, so Krüger weiter.

Die FWG sehe die Stelle als Ergänzung zu den bestehenden ehrenamtlichen Beauftragungen in der Gemeinde, etwa für Inklusion oder Insektenschutz. Ziel sei es, Wissen zu bündeln, Eigeninitiative zu fördern und zugleich die Verwaltung zu entlasten. Vorgebracht hatte die Idee FWG-Frau Sophia Ulferts-Dirksen in der jüngsten Sitzung des Südbrookmerlander Bauausschusses. Dabei hatten sowohl die FWG, als auch der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband Möglichkeiten vorgestellt, die Gemeinde zu einer sogenannten Schwammstadt zu machen. Durch Entsiegelung, Gründächer und verschiedene Speichersysteme soll mehr Regenwasser dort verbleiben, wo es fällt. Auch in diesen Bereichen könnte die neue ehrenamtliche Kraft beraten, so die Vorstellung der FWG. Im Fachausschuss stieß der Vorschlag auf erste Zustimmung aus den anderen Fraktionen.

Son könnte die Bestellung laufen

Sollte sich tatsächlich eine Mehrheit für den Vorschlag finden, könnte die Bestellung einer ehrenamtlichen Person ähnlich laufen, wie im Fall des Insekten- und der Inklusionsbeauftragten. Für die war die Stelle zunächst öffentlich ausgeschrieben worden. Die Bewerber stellten sich im Fachausschuss der Politik und den Vertretern der Gemeindeverwaltung vor, dann wurde eine Entscheidung getroffen. Für die beiden bisher vorhandenen Stellen steht jeweils ein Budget zur Verfügung, über das die Stelleninhaber im Sinne ihrer Tätigkeit frei verfügen können.

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