Verkehr in Südbrookmerland Wochenlange Straßensperrungen geplant
Über Wochen soll es ab Oktober in Südbrookmerland zu Teil- und Vollsperrungen verschiedener Straßenabschnitte kommen. Der Grund sind Bauarbeiten. Um diese Bereiche geht es.
Südbrookmerland - Der Landkreis investiert in den kommenden Monaten rund 1,6 Millionen Euro in die Sanierung mehrerer Straßen- und Radwegabschnitte an der Forlitzer Straße (K 113) in der Gemeinde Südbrookmerland. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte ein Sprecher der Kreisverwaltung auf Anfrage. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und den landwirtschaftlichen Verkehr besser aufnehmen zu können. Vier Maßnahmen sind vorgesehen, die in unterschiedlichen Bauabschnitten bis Mitte 2026 umgesetzt werden.
Ein zentraler Punkt betrifft laut Kreisverwaltung die Fahrbahnsanierung in Asphaltbauweise von der Bundesstraße 72 bis zur Ekelser Straße (K 127). Betroffen sind damit die Ortsteile Wiegboldsbur, Theene und Uthwerdum. Außerdem dazu wird im Ortsteil Theene der Radweg erneuert. Beide Maßnahmen sollen nach aktuellem Planungsstand am Montag, 13. Oktober 2025, beginnen. Die Bauzeit ist mit etwa zehn Wochen angesetzt, sodass die Fertigstellung noch bis Ende des Jahres erfolgen kann.
In einem weiteren Bauabschnitt wird im Ortsteil Forlitz-Blaukirchen ein sogenannter Betonrandbalken hergestellt. Dieser dient laut Landkreis als „Bankettbefestigung“, damit die Straßenränder dem hohen Druck landwirtschaftlicher Fahrzeuge besser standhalten. Eine Verbreiterung der Fahrbahn ist dabei nicht vorgesehen, der Landkreis setzt hier auf eine verstärkte Qualität der Befestigung.
Außerdem ist in Wiegboldsbur eine umfassende Radwegsanierung geplant. Innerhalb der geschlossenen Ortslage erfolgt diese in Pflasterbauweise, außerhalb im Asphaltverfahren.
Straße wird für die Arbeiten gesperrt
Für die beiden zuletzt genannten Projekte ist ein Beginn in der ersten Jahreshälfte 2026 vorgesehen. Spätester Fertigstellungstermin ist Freitag, 29. Mai 2026. Abhängig von den verfügbaren Kapazitäten könnten die Arbeiten aber auch noch in diesem Jahr starten. Die Bauzeit ist mit rund 14 bis 20 Wochen veranschlagt.
Während der Bauarbeiten werden verschiedene Verkehrsregelungen notwendig. Vorgesehen sind Teilsperrungen, Vollsperrungen sowie halbseitige Sperrungen. Um Einschränkungen für Anwohner und Betriebe so gering wie möglich zu halten, werde die bauausführende Firma die Anlieger kontinuierlich informieren, so der Landkreis weiter. Der Anlieger- und Busverkehr soll weitgehend aufrechterhalten bleiben. Dennoch müssten sich Verkehrsteilnehmer auf zeitweise Behinderungen einstellen. Asphaltierungsarbeiten könnten auch in den Abendstunden und an Wochenenden stattfinden.
Mit der Investition von rund 1,6 Millionen Euro will der Landkreis die Infrastruktur im Bereich Fahrbahnen und Radwege langfristig sichern.
Ganz in der Nähe wird bereits gebaut
Seit Anfang der Woche wird bereits ganz in der Nähe der vorgenannten Bereiche gearbeitet. Eine Baufirma hat mit der Sanierung eines Radweg-Abschnittes an der Ekelser Straße begonnen. Im Bereich zwischen der Wiegboldsburer Grundschule und der Mühle gab es eine Reihe von Schlaglöchern und Versackungen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit erfolgt die Sanierung des Radweges unter weitgehender Vollsperrung der Ekelser Straße im Bereich der Baustelle. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet, lediglich Anlieger, Fahrradfahrer und der Linienverkehr dürfen durchfahren. Der Landkreis Aurich investiert nach eigenen Angaben rund 210.000 Euro in diese Baumaßnahme.
Vor Ort im Einsatz sind Mitarbeiter der Firma Strabag, die unter anderem einen Standort in Aurich unterhält. In der Ausschreibung der Baumaßnahme hatte der Landkreis eine Bauzeit von bis zu fünf Wochen angegeben. So lange sollte demnach die Ekelser Straße gesperrt bleiben. Ob dieser Zeitplan so bestehen bleibt, ob es schneller geht oder sogar noch länger dauert, wollte eine Sprecherin des Bauunternehmens auf Anfrage unserer Redaktion nicht sagen.