Alkohol und Tabak  So liefen die Jugendschutz-Testkäufe in Ihlow

| | 19.08.2025 11:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Immer wieder erhalten Jugendliche bei Testkäufen verbotenerweise Alkohol oder Zigaretten.Foto: DPA
Immer wieder erhalten Jugendliche bei Testkäufen verbotenerweise Alkohol oder Zigaretten.Foto: DPA
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Zwar gibt es immer noch viele Verstöße der Verkäufer. Doch es gibt laut Landkreis Aurich eine positive Tendenz.

Ihlow/Aurich - Zwar gibt es immer noch viele Verstöße, doch sie werden offenbar weniger: Bei Alkohol- und Tabaktestkäufen am 12. August 2025 erhielt eine 17-jährige Testkäuferin des Landkreises Aurich an der Hälfte der acht überprüften Verkaufsstellen verbotenerweise Wodka, Weinbrand, Zigaretten oder nikotinhaltiges E-Liquid. Im Vergleich zu 2022, als an allen acht getesteten Verkaufsstellen Alkohol und Tabak abgegeben wurden, bedeutet das eine Senkung der Quote um 50 Prozent. Das teilte die Auricher Kreisverwaltung jetzt mit.

Den Angaben zufolge wurden Lebensmittelläden, Tankstellen, Kioske und Tabakfachgeschäfte überprüft.

Kreisjugendpfleger Werner Voß zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis. „Da ist noch Luft nach oben, aber die Kontrollen in der Gemeinde zeigen langsam Wirkung.“ Die Testkäufe wurden in Zusammenarbeit mit der Polizei Aurich und dem Amt für Jugend und Soziales des Landkreises Aurich durchgeführt. Vor Ort wurden das Verkaufspersonal und die Betreibenden über die Abgabe von Alkohol und Tabak, sowie besonders über das Jugendschutzgesetz aufgeklärt. Im Nachgang gab es Tipps zur Vermeidung der Herausgabe an Minderjährige.

Verkäufer müssen mit Bußgeldern rechnen

Zwar hatten die Kontrollen in erster Linie einen präventiven Charakter, dennoch müssen die Verkäufer sowie die verantwortlichen Betriebe bei Verstößen mit Bußgeldern zwischen 150 und 300 Euro rechnen. Bei Wiederholung kann die Strafe deutlich höher ausfallen. Positiv hervorzuheben ist aus Sicht des Landkreises Aurich jedoch, dass sich vier Verkaufsstellen vorbildlich verhielten – sie fragten nach Alter und Ausweis, verweigerten die Abgabe und erhielten dafür ausdrücklich Lob. Damit leisteten sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Jugend.

Bei Kontrollen Anfang Mai dieses Jahres in den Gemeinden Hinte und Krummhörn erhielt eine 17-jährige Auszubildende des Landkreises an vier von acht Verkaufsstellen Wodka und Zigaretten, ohne dass sie nach dem Alter gefragt wurde oder ihren Ausweis vorzeigen musste.

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