Mit Ranzen und Schultüte Aufregender Tag für die neuen Erstklässler
Mehrere Hundert Schulanfänger haben sich im Raum Aurich am Sonnabend auf den Weg ins Schulleben gemacht. So sieht es an den einzelnen Schulen aus.
Aurich - Von wegen nur Stillsitzen: Die meisten der 24 Erstklässler, die am Sonnabend in der Grundschule Walle eingeschult wurden, und ebenso ihre Eltern und Großeltern hatten schon ein kleines Sportprogramm hinter sich, als sie im Foyer der Schule auf den Aufruf in die Klasse warteten. Im Einschulungsgottesdienst zuvor hatte Pastorin Christiane Preising sie bei mehreren Bewegungsliedern schon auf Trab gebracht.
In der Schule zeigten dann die Schüler der zweiten Klassen, was sie in einem Jahr schon alles gelernt hatten. Eine Klasse sang ein Lied, die andere führte ein kleines Stück auf, in dem es um viele Buchstaben ging. Und dann wurde es feierlich: 24 Schüler und Schülerinnen wurden aufgerufen und entschwanden mit ihrer Klassenlehrerin in Richtung Treppe und Klassenraum.
So wie den Wallster Schulanfängern ging es am Sonnabend vielen Kindern rund um Aurich. In vielen Familien. Denn auch für die Eltern ist die Einschulung ein aufregender Tag, der lange vorbereitet wird. Liebevoll geschmückte Schultüten und sorgsam ausgesuchte Ranzen zeugen davon. Und die Häufigkeit, mit der das Wort „Grill“ gesagt wird, denn für viele Familien endete der Einschulungstag nicht mit dem Schulweg nach Hause, sondern mit einer kleinen Familienfeier.
Familien hatten einiges zu besorgen
Und er begann auch nicht erst am Morgen der Einschulung, denn eine ganze Reihe von Dingen waren im Vorfeld zu besorgen. Vom Schulranzen über das Federmäppchen mit Füller, Bleistift, Lineal, Anspitzer, Radiergummi und Farbstiften bis hin zu Sporttasche und Sportkleidung, Schulheften, Tuschkasten, Brotdose und Schulhausschuhen ist so einiges nötig.
Mehrere Eltern berichteten von Kosten in Höhe von 400 bis 500 Euro. Und davon, dass Großeltern und Paten sich an der Schulausstattung beteiligt hätten.
Und was ist heute in einer Schultüte drin? Das ist sehr individuell. Berichtet wurde beispielsweise von besonderen Lesezeichen, Büchern und Hörspielen, Fahrradbeleuchtung, Stiften und natürlich einigen Süßigkeiten.
Jahrgang in Aurich wohl etwas kleiner als vor zwei Jahren
In der Grundschule Walle ist der neue Jahrgang mit 24 angemeldeten Schülern und Schülerinnen erstmals seit Langem einzügig. An der Grundschule Egels wurden 48 Schulanfänger in zwei Klassen begrüßt. Auch dort sind die Klassen mit 24 Kindern jeweils groß. Die einzige dreizügige Grundschule Aurichs dürfte die Lambertischule sein. Dort gehen nun 63 Schulanfänger in die erste Klasse, je 21 Kinder lernen zusammen. In der Reilschule in Aurich ist der neue Jahrgang 36 Kinder groß. Das ergibt zwei Klassen.
An der Grundschule Upstalsboom gibt es mit 39 Kindern ebenfalls zwei erste Klassen. Und in der Wallinghausen sind es 31 Kinder, die ebenfalls auf zwei Klassen verteilt wurden. Einzügig ist hingegen die Grundschule Tannenhausen im neuen ersten Jahrgang, den 22 Kinder besuchen.
Die Grundschulen Wiesens, Finkenburgschule, Middels, Plaggenburg sowie Sandhorst teilten bis Sonnabend auf Nachfrage keine Zahlen mit. Über die Größe des neuen ersten Jahrgangs in der Stadt Aurich lässt sich daher noch nichts sagen. Vor zwei Jahren waren an allen Schulen zusammen 495 Kinder angemeldet. Alle Schulen, die die Anfrage beantwortet haben, haben nun aber entweder genauso viele Kinder wie damals im ersten Jahrgang oder - überwiegend - weniger.
An den meisten Schulen geht es erst jetzt um den Ganztag
Wie viele Erstklässler für die Ganztagsbetreuung angemeldet werden, klärt sich an den meisten Schulen erst im Laufe der nächsten Tage. In der Reilschule rechnet Schulleiter Michael Brandt aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre damit, dass rund zwei Drittel der Erstklässler die Ganztagsbetreuung an mindestens einem Wochentag in Anspruch nehmen. Ein Drittel der Schüler bleibe an allen angebotenen vier Tagen nachmittags in der Schule.
An der Lambertischule ist der Wunsch nach der Ganztagsbetreuung schon geklärt. Die Schule hat zusammen mit dem DRK-Hort in einem Pilotprojekt über Jahre ein besonderes Modell zur Ganztagsbetreuung entwickelt. An zwei Tagen pro Woche sind alle Kinder verpflichtet, daran teilzunehmen. Drei Viertel der Kinder seien auch an den offenen Ganztagen montags und mittwochs angemeldet, so Schulleiter Kai Münzel.
Kleinste Klasse hat acht Schüler
Im Brookmerland dürfte es einen der kleinsten ersten Jahrgänge im Auricher Umland geben. In der Grundschule Wirdum wurden acht Kinder zur Einschulung angemeldet. An der Grundschule Rechtsupweg wurden 28 Kinder eingeschult. Es gibt also zwei erste Klassen. In Osteel gibt es 39 neue Erstklässler, ebenfalls in zwei Klassen. Und in Upgant-Schott gibt es 44 Schulanfänger, die auf zwei Klassen aufgeteilt sind. Für die Grundschule Leezdorf lagen der Redaktion bis zum Wochenende keine Zahlen vor.
In Südbrookmerland besuchen laut Fachbereichsleiter Joachim Betten 56 Kinder den neuen ersten Jahrgang in der Grundschule Moordorf. Das sind drei Klassen - die Schule ist damit die zweitgrößte im Raum Aurich. In Victorbur, Moorhusen und Wiegboldsbur sind die neuen ersten Jahrgänge fast gleich groß. In Victorbur kommen 34 Kinder in die Schule, in Wiegboldsbur 33 Kinder und in Moorhusen 32 - jeweils in zwei Klassen. In die Grundschule Tom Brook werden 22 Kinder neu eingeschult. Sie besuchen zusammen mit den neuen Zweitklässlern die insgesamt vier Eingangsstufen an den beiden Standorten der Schule. Pro Eingangsstufe gebe es im Schnitt 17 Schüler. Insgesamt kommt die Gemeinde Südbrookmerland also auf 177 Schulanfänger.
57 von 125 Kindern in der Ganztagsbetreuung
In Ihlow sind es nach Angaben von Fachbereichsleiterin Silvia Ihnken 141 Schüler. 44 Kinder kommen in die beiden ersten Klassen in Riepe. An der Grundschule Simonswolde sind es 31 Kinder in zwei Klassen, in Weene 30 Kinder in ebenfalls zwei Klassen. Die Grundschule Westerende-Kirchloog besuchen 36 neue Kinder in zwei Klassen.
In Großefehn sind die neuen ersten Jahrgänge mit insgesamt 125 Kindern an allen vier Grundschulen wieder zweizügig, wie Fachbereichsleiter Frank Cramer mitteilte. In Holtrop sind 31 Erstklässler angemeldet worden, davon 18 auch für die Ganztagsbetreuung. In Mittegroßefehn gibt es 28 neue Erstklässler. Zehn von ihnen nutzen die Ganztagsbetreuung. An die Grundschule Spetzerfehn gehen nun 36 Schulanfänger, von denen ebenfalls zehn für den Ganztag angemeldet wurden. Und an der Grundschule Strackholt gibt es 30 Erstklässler, von denen 19 an der Ganztagsbetreuung teilnehmen.