Antrag der GfA  Auricher sollen künftig von Übernachtungen profitieren

| | 14.08.2025 08:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Übernachtungssteuer bedeutet auch Papierkram, wie bei dieser Protestinstallation in Potsdam geklagt wurde. Foto: Ralf Hirschberger/DPA
Die Übernachtungssteuer bedeutet auch Papierkram, wie bei dieser Protestinstallation in Potsdam geklagt wurde. Foto: Ralf Hirschberger/DPA
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Die Ratsfraktion möchte – mit Rabatten für Familien – die Urlauber zur Kasse bitten. Das soll der Auricher Steuerzahler davon haben.

Aurich - Wer trägt eigentlich die Kosten, die Kommunen für den Tourismus aufwenden? In immer mehr Kommunen werden dazu auch die Urlauber selbst herangezogen. Und so soll es nach dem Willen der Ratsfraktion GfA/Peter Specken künftig auch in Aurich sein. Für den nächsten Doppelhaushalt, also die Jahre 2026/27 beantragen die beiden Mitglieder Heidrun Weber und Peter Specken die Einführung einer Übernachtungssteuer. Diskutiert wird darüber im Haushaltsausschuss am 19. August 2025.

Touristen sollen nach dem Vorschlag der Ratsfraktion GfA/Peter Specken künftig nicht nur etwas Trinkgeld für die Reinigungskraft, sondern auch ein paar Münzen pro Übernachtung für die Stadtkasse dalassen. Foto: Swen Pförtner/DPA
Touristen sollen nach dem Vorschlag der Ratsfraktion GfA/Peter Specken künftig nicht nur etwas Trinkgeld für die Reinigungskraft, sondern auch ein paar Münzen pro Übernachtung für die Stadtkasse dalassen. Foto: Swen Pförtner/DPA

Die Abgabe für Touristen soll laut GfA/Specken familienfreundlich gestaltet sein, sodass Familien mit vielen Kindern nicht mehr belastet werden als Individualreisende.

GfA: Stadt hat Kosten durch touristische Infrastruktur

„Wir begründen die Einführung dieser Steuer mit der zunehmenden Belastung der Stadt durch den Tourismus, mit den hohen Investitionen der Stadt für den Tourismus und dessen Infrastruktur, wie Wohnmobilstellplätze, Restaurierung der Fußgängerzone, diverse Events, mehr Müll, mehr Lärm, mehr PKW“, heißt es im Antrag. Aurich solle den bewährten Weg einschlagen, den schon viele Kommunen in Deutschland und europaweit ginge. Jede Person, die viel reise, wisse, dass es gang und gäbe sei, für den Aufenthalt an einem Urlaubsort eine zusätzliche Abgabe wie Kurtaxe, Bettensteuer oder Umweltsteuer zu zahlen.

In der Tat arbeiten gerade auch die Städte Emden und Leer sowie die Gemeinde Südbrookmerland daran, eine solche Steuer zu erheben.

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