Familien in Ostfriesland  Geburtenrate in Emden gegen den Trend gestiegen

| | 31.07.2025 11:49 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Geburtenraten sind in ganz Deutschland rückläufig, auch in Teilen Ostfrieslands. Foto: DPA
Die Geburtenraten sind in ganz Deutschland rückläufig, auch in Teilen Ostfrieslands. Foto: DPA
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Allerdings bewegen sich die Zahlen auf niedrigem Niveau. Und in den Kreisen Aurich und Leer gab es einen Rückgang.

Hannover/Ostfriesland - Kleiner Kindersegen in Emden: Gegen den landesweiten Trend ist die Geburtenrate in der Seehafenstadt im Jahr 2024 gestiegen – und zwar um 4,1 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Auswertung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen hervor.

Allerdings lag die Quote in Emden mit 1,31 Geburten je Frau immer noch unter dem Landesschnitt von 1,42. Einen Rückgang, genau wie landesweit, gab es auch im Landkreis Aurich, und zwar um 2,2 Prozent. Die Geburtenrate hier liegt mit 1,50 immerhin über dem Landesschnitt. Im Landkreis Leer gab es ebenfalls einen Rückgang, dort um 1,7 Prozent auf nun 1,56 Geburten pro Frau. Leicht angestiegen, um 2,6 Prozent, ist die Geburtenrate im Landkreis Wittmund – auf 1,38 Geburten pro Frau.

In Ostfriesland gibt es nur noch Geburtsstationen in der Ubbo-Emmius-Klinik (UEK) Aurich sowie im Klinikum Leer und im Borromäus-Hospital Leer. In der UEK kommen jährlich mehr als 1200 Babys zur Welt.

Den höchsten Rückgang bei der Geburtenrate hatten 2024 der Landkreis Ammerland (minus 11,5 Prozent) und die Stadt Wilhelmshaven (minus 10,8 Prozent) zu verzeichnen.

Die geringsten Geburtenraten haben mit jeweils 1,15 Geburten pro Frau die Großstädte Braunschweig, Oldenburg und Osnabrück.

Die höchste Geburtenrate gab es mit 1,72 Kindern je Frau im Landkreis Gifhorn.

Geburtenrückgang in Niedersachsen noch am geringsten

Insgesamt wurden 2024 in Niedersachsen 65.646 Kinder lebend geboren – und damit 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr (67.162).

Der Rückgang bei den Geburten ist im Jahr 2024 sei bundesweit zu beobachten gewesen, teilte das Landesamt für Statistik mit. In Niedersachsen entschieden sich Frauen im Alter zwischen 15 und 50 Jahren im Vergleich der Länder aber noch am häufigsten für ein Kind. Die zusammengefasste Geburtenziffer (Geburtenrate) sank zwar auch in Niedersachsen (-2,5%) von 1,46 Kindern je Frau im Jahr 2023 auf 1,42 im letzten Jahr, lag aber über dem Bundesdurchschnitt von 1,35 Kindern und im Ländervergleich an der Spitze.

Im Durchschnitt waren die Mütter bei der Geburt ihres ersten Kindes 29,9 Jahre alt, was ungefähr dem Niveau des Vorjahres entspricht (29,8 Jahre). Rund 7,6 Prozent der Mütter bekamen 2024 ein viertes oder weiteres Kind. Der Anteil von Mehrlingsgeburten hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert und lag 2024 wieder bei 3,2 Prozent.

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