Bezirksliga-Derby  Auricher Team zerfällt nach Derby-Pleite

| | 01.06.2025 14:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Im Spielerkreis des SV Großefehn ging es nach Spielschluss im Mühlenstadion vergnügt und ungezwungen zu. Die Fehntjer hatten zuvor die SpVg Aurich bezwungen und schlossen die Saison mit Platz zwei ab. Fotos: Wilfried Gronewold
Im Spielerkreis des SV Großefehn ging es nach Spielschluss im Mühlenstadion vergnügt und ungezwungen zu. Die Fehntjer hatten zuvor die SpVg Aurich bezwungen und schlossen die Saison mit Platz zwei ab. Fotos: Wilfried Gronewold
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Der SpVg steht vor dem Umbruch und blickt in eine ungewisse Zukunft. Der SV Großefehn feiert derweil ausgelassen Vizemeisterschaft.

Großefehn/Aurich - Die Gefühlslagen nach dem Bezirksligaderby zwischen SV Großefehn und SpVg Aurich waren am Sonnabendnachmittag im Mühlenstadion einfach auszumachen. Der Blick auf die Spielerkreise beider Mannschaften legte die Gemüter frei. Dabei ging es aber nicht nur um die Frage, wer das Spiel gewonnen hatte.

Fehntjer jubeln, Auricher grübeln

Die Fehntjer tanzten und hopsten fröhlich im Kreis herum. Einige trugen ihre Kinder auf Schultern. Sie waren vergnügt, freuten sich über den verdienten 2:0-Sieg und die Vizemeisterschaft. Zum Saisonende winkte ihnen mit den Fans noch ein vergnügtes Abschlussfest. Die Mannschaft hatte 50 Liter Freibier auf den Markt geworfen. Zeit zum Plaudern.

Bei den Aurichern ging es ruhiger zu. Spieler, Trainer, Betreuer standen eng im Kreis beieinander und lauschten den letzten Worten ihres Trainers Lucas Löschen. Löschen hatte erst vor wenigen Wochen nach dem Rauswurf von Trainer Claudio Casto Verantwortung auf der Trainerbank übernommen.

Im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten lobt er seine Mannschaft. „Sie hat Charakter gezeigt und die Saison sauber zu Ende gespielt und Platz drei gesichert.“

Drei SpVg-Spieler bleiben

Von dieser erfolgreichen Mannschaft, die zuvor Trainer Casto zusammengestellt hat, wird nicht mehr viel übrig bleiben. Nach ON-Informationen bleiben der SpVg aus der Stammformation wohl nur Stanislav Geis, Jean-Pierre Bamezon und Luca Ahrens in Aurich. Auf die SpVg-Verantwortlichen wartet noch viel Arbeit, um für die neue Saison eine ligataugliche Mannschaft auf die Beine zu stellen. Die Macher hüllen sich in Schweigen, geben sich aber zuversichtlich, dass die Rot-Weißen auch zukünftig mit einer Elf in der Bezirksliga an den Start gehen werden. Auch das Funktionsteam bekommt ein neues Gesicht. Lukas Löschen und Milad Faqiryar (Spieler/Co-Trainer) ziehen sich vorerst ins Private zurück und wollen mehr Zeit mit ihren Familien verbringen. Kotrainer Manuel Müller schließt sich TuS Weene an. Und Torwart-Trainer Werner Dirks zieht es zum SV Wallinghausen. In Wartestellung befindet sich noch Betreuer Erwin Kuhlmann. Er will erst einmal abwarten, wie die neue Mannschaft aussieht. In Großefehn sah Kuhlmann „einen verdienten Erfolg“ der Fehntjer, die etwas frischer und einsatzfreudiger daherkamen. Dabei hätte es auch einen anderen Spielverlauf geben können, wenn Keno Buß getroffen hätte, gab Kuhlmann zu bedenken. Damit meinte er einen Auricher Angriff in der 10. Minute über die linke Seite. Nico Möhle trieb den Ball zur Grundlinie und legte quer auf Torjäger Buß. Der schoss in Richtung SVG-Tor, doch im letzten Augenblick kratzte Shawn King den Ball von der Linie.

Im Gegenzug hatte Tom Böhling den Führungstreffer auf dem Fuß, doch der Auricher Spezialtorwart Hendrik Schulz parierte den gefährlichen Schuss.

Ecke leitet SVG-Führung ein

Besser machten es die Gastgeber Mitte der ersten Hälfte nach ihrer fünften Ecke. Der erste Schussversuch wurde abgewehrt. Zu kurz. Der Ball fiel Ben Schmidt vor die Füße. Er zog ab und der Ball rauschte in Auricher Netz. Zugleich auch die Pausenführung für den SVG. Kurz nach Wiederanpfiff sorgte Kay Gerdes mit einem Schuss aus dem Strafraum für das 2:0. Hohe Temperaturen sorgten im zweiten Durchgang für einen Sommerkick, so Aurichs Trainer Löschen und für eine verdiente Niederlage der SpVg.

Der SVG-Trainer Bi Le Tran freute sich über den gelungenen Abschluss. Er sagte: „Nach dem 0:3 in Esens hat die Mannschaft danach sieben Mal gewonnen. Die Mannschaft hat Gesicht gezeigt. Auch gegen Aurich. Das war ein verdienter Sieg.“

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