Förderung durch Gemeinde  Für diese Baumaßnahmen wollen Südbrookmerlander Vereine Geld

| | 23.05.2025 18:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Die Fenster in den Räumen des B.C. Fortuna Moordorf sind abgängig und müssen erneuert werden. Foto: Aiko Recke
Die Fenster in den Räumen des B.C. Fortuna Moordorf sind abgängig und müssen erneuert werden. Foto: Aiko Recke
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Es geht um neue Fenster für einen Billardclub, eine Heizungsanlage für ein Boßelheim – und einen Aufsitzmäher. Im Sportausschuss gab es dazu durchaus unterschiedliche Ansichten.

Südbrookmerland - Rund 31 Jahre alt sind die Fenster in den Räumen des Billardclubs (B.C.) „Fortuna“ Moordorf an der Ekelser Straße. Einige lassen sich kaum noch schließen, Zugluft tritt durch die Spalten. Zwei Veluxfenster in den Toiletten verursachen immer wieder Wassereinbrüche, wie Vereinsvorsitzender Horst Gronewold am Donnerstagabend den Mitgliedern des Sportausschusses berichtete. Nun sollen insgesamt sechs neue Fenster eingebaut werden. Der Verein hat zwei Kostenvoranschläge eingeholt, der günstigste liegt bei 8800 Euro. Für die Baumaßnahme beantragt „Fortuna“ einen Zuschuss bei der Gemeinde, die auch Eigentümerin des Gebäudes ist. Seit 1994 nutzt der Verein die Räume. Auf dem Gebäude der ehemaligen Gaststätte Kuhlmann wurde seinerzeit ein Dachstuhl errichtet und in Eigenleistung durch den Verein ausgebaut.

Der Verein beantragte einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn, da man die neuen Fenster möglichst vor dem kommenden Winter braucht. Der zuständige Fachbereichsleiter der Gemeinde, Joachim Betten, erklärte jedoch, dass die Mängel nicht unvorhergesehen entstanden sind. Außerdem soll zusätzlich ein Zuschuss vom Kreissportbund fließen. Die Baumaßnahme sei erst für nächstes Jahr geplant, daher sei ein vorzeitiger Beginn nicht notwendig. „Die Fenster sind wirklich in desolatem Zustand. Wir müssen verhindern, dass Leckschäden gibt“, sagte Wilhelm Reinken (FWG) nach einer Begehung der Ausschussmitglieder. Sophia Ulferts-Dirksen (FWG) wies darauf hin, dass die Maßnahme noch unter dem Vorbehalt der Beratung der Sport-AG stehe. In diesem „besonderen Fall“ plädiere sie aber für einen vorzeitigen Beginn. Hange Ukena (Bündnis Südbrookmerland) sagte, das Thema gehe ohnehin noch in die Fraktionen und in die Sport-AG. Am Ende wurde das Thema einstimmig von der Tagesordnung genommen. Über den Zuschuss für die neuen Fenster wird im zweiten Halbjahr entschieden.

VfB Münkeboe will neuen Aufsitzmäher

Ebenfalls einen Zuschuss beantragt der VfB Münkeboe für die Anschaffung eines neuen Aufsitzmähers zur Bearbeitung der Randbereiche neben den Spielflächen in Münkeboe und Moorhusen. Im Januar 2025 wurden nach elf Jahren bei einer Inspektion erhebliche Schäden deutlich geworden, heißt es. Eine Reparatur des Mähers für 2500 Euro wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll, heißt es. Der VfB hat zwei Angebot für einen neuen Mäher eingeholt, das günstigste liegt bei rund 5600 Euro. Auch hier beantragt der Verein einen vorzeitigen Zuschuss.

Hange Ukena fragte, wozu der Verein einen Aufsitzmäher benötigt, schließlich gebe es Mähroboter. Betten erklärte, der Aufsitzmäher sei für die Nebenanlagen. Außerdem würden gemähte Rasenrückstände mit dem Auffangkorb vom Rasen entfernt. Ukena: „Die Dringlichkeit ist hier überhaupt nicht gegeben.“ Er stimmte als einziger gegen den vorzeitigen Zuschuss.

SV Engerhafe will Matten übernehmen

Auch der SV Engerhafe beantragt einen vorzeitigen Zuschuss von der Gemeinde Südbrookmerland – und zwar für die Anschaffung von Turnmatten. Hintergrund: Die Sparte Mutter-Kind-Turnen hat Übungszeiten in der Einfachturnhalle Victorbur und nutzt derzeit die Judo-Matten des BJC Victorbur. Der Verein, der Südbrookmerland verlassen wird, will laut Beschlussvorlage seinen Mattenbestand verkaufen. Daraus könnte der SV Engerhafe einen Mattenwagen inklusive Matten für 2000 Euro erwerben, um den weiteren Betrieb des Mutter-Kind-Turnens zu gewährleisten.

Fachbereichsleiter Betten sagte, man wolle vom Verein noch eine Vergleichsrechnung zur Neunanschaffung von Matten haben. Wilhelm Reinken sagte: „Man wäre doch blöd, wenn man die Matten nicht nimmt.“ Hange Ukena verlangte ebenfalls mehr Informationen, etwa über die Zahl der benötigten Matten. Die offenen Fragen sollen demnächst geklärt werden. Die endgültige Entscheidung über den Zuschuss fällt auch hier im Herbst, hieß es.

Boßler beantragen Zuschuss für neue Heizung

Einen Zuschuss für die Anschaffung einer neuen Heizungsanlage beantragt der Boßelverein „Friesland“ Neu-Ekels – ebenfalls mit einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn. Laut Verein ist die bestehende Heizungsanlage 40 Jahre alt und entspricht nicht mehr dem Stand der Technik – ein häufiger Ausfall sei die Folge. Zudem führte der stark gestiegene Gaspreis zu einer erheblichen finanziellen Belastung des Vereins. Deshalb solle die Heizung noch vor der neuen Heizperiode ersetzt werden. Der Boßelverein hat vier Kostenvoranschläge eingeholt, das günstigste Angebot liegt bei rund 11.500 Euro.

Wilhelm Reinken fragte, ob es womöglich sinnvoll wäre, auf Wärmepumpentechnik umzusteigen, um bei den hohen Gaskosten zu sparen. Martin Uden (SPD) sagte, „Das ist eine Gasschleuder. Die Anlage hätte schon vor 20 Jahren rausgemusst.“ Wärmepumpen seien derzeit aber noch zu teuer. Hange Ukena meinte, es sei nicht Sache der Gemeinde, über die Art der Heizungstechnik zu entscheiden. Auch über diese Förderung wird endgültig erst im Herbst entschieden.

Einstimmig durchgewinkt wurde am Donnerstag auch ein Investitionskostenzuschuss von knapp 12.000 Euro für das Dörpmuseum Münkeboe. Dort wird für insgesamt knapp 24.000 Euro eine Überwachungsanlage mitsamt WLAN-Gastzugang angeschafft.

Über die genannten Anträge soll im nicht-öffentlichen Verwaltungsausschuss (VA) am 17. Juni noch einmal beraten und entschieden werden.

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