Anlage am Ellernfeld ausgelastet So geht es mit dem neuen Kunstrasenplatz in Aurich weiter
Die Anlage am Ellernfeld ist ausgelastet, eine Gruppe von acht Vereinen fordert einen weiteren Kunstrasenplatz. In der Politik gibt es viel Zustimmung – es wurde aber auch auf Probleme hingewiesen.
Aurich - Ein Runder Tisch zum Bau eines neuen Kunstrasenplatzes in der Stadt Aurich soll nun zügig zusammenkommen. „Wir sind dran und versuchen, Gas zu geben und einen Termin zu koordinieren“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Dr. Edith Ulferts im Ausschuss.
Arnold Gossel, Vorsitzender der CDU/FDP-Gruppe im Rat, die den entsprechenden Antrag stellte, mahnte Tempo an. „Der Bedarf ist wahnsinnig groß. Wir haben den Antrag im Februar gestellt, aber seitdem ist nichts passiert“, sagte Gossel. Es sei schon eine Besonderheit, dass sich acht Auricher Vereine zu einer Interessengemeinschaft zusammenschließen. Dazu gehören: SC Wallinghausen, SC 13 Eichen Wiesens, SG Egels/Popens, TuS Sandhorst, SC Tannenhausen, SV Komet Walle, SV Eintracht Plaggenburg und TuS Middels. „Wir müssen alle an einen Tisch bekommen und ausloten, wo der Platz hinsoll und wer ihn finanziert“, sagte Arnold Gossel. Die Kosten könnten bei so einem Projekt schnell Richtung einer Million Euro gehen. „Damit sind die Stadt und die Vereine alleine überfordert.“ Deshalb müsse man schauen, welche Fördermöglichkeiten es gebe. Damit solle man auch das Amt für regionale Landesentwicklung einbeziehen, sagte Gossel. Das eröffne vielleicht neue Möglichkeiten.
Mögliches Verbot ab 2030
Jan Willms von der Interessengemeinschaft Auricher Sportvereine sagte: „Wir unterstützen den Antrag massiv.“ Derzeit sei es so, dass viele Gruppen in den Herbst- und Wintermonaten aus den Hallen rausmüssten, um Platz für die Fußballer zu machen. „Wir sollten deshalb so schnell wie möglich zu Ergebnissen kommen“, so Willms.
Auch Erika Biermann (SPD/GAP) sagte, ihre Gruppe unterstütze den Antrag. Eigentlich müsse man zwar das angestrebte Sportentwicklungskonzept abwarten. Doch das dauere wohl zu lange.
Frank Kubusch (Grüne) sagte ebenfalls: „Das ist überfällig. Viele Jugendmannschaften können nicht trainieren.“ Er wies aber zugleich auf mögliche Problematiken hin: „Kunstrasen ist nicht gleich Kunstrasen, zum Beispiel in Sachen Ökobilanz.“ Die zuständige Fachdienstleiterin Brigitte Weber erklärte, ab 2030 drohe womöglich ein komplettes Verbot von Kunstrasenplätzen. Auch das Thema Granulat sei umstritten. Richard Rokicki (AWG) mahnte daher: „Wir sollten nicht zu lange warten, bis es verboten ist.“