Das sind die Zahlen  So liefen die Anmeldungen der weiterführenden Schulen im Kreis Aurich

| | 13.05.2025 16:48 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Vor fünf Jahren hat die IGS Aurich einen schmucken Neubau erhalten. Foto: Romuald Banik
Vor fünf Jahren hat die IGS Aurich einen schmucken Neubau erhalten. Foto: Romuald Banik
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Während das Auricher Gymnasium und die Realschule wie in den Vorjahren hohe Zahlen für den neuen fünften Jahrgang vermelden, gibt es bei anderen weiterhin Luft nach oben.

Aurich - Auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr bewegen sich die aktuellen Anmeldezahlen für die fünften Klassen der weiterführenden Schulen im Altkreis Aurich. Das hat eine Umfrage bei sieben Schulen ergeben. In den vergangenen Wochen waren die Eltern von mehr als 1000 Grundschülern im Landkreis aufgerufen, ihre Kinder anzumelden.

Größte allgemeinbildende Schule im Landkreis Aurich ist das Gymnasium Ulricianum in Aurich. Derzeit habe man 201 Anmeldungen für den neuen fünften Jahrgang vorliegen, sagte Schulleiter Rüdiger Musolf auf Anfrage dieser Redaktion. „Das ist im normalen Bereich der vergangenen Jahre.“ Er rechne mit einer Achtzügigkeit, also mit acht fünften Parallelklassen. Bei einer Klassenstärke von 30 Schülern könnte es rechnerisch für sieben Züge reichen. Doch wegen der Außenstelle in Egels gibt es eine Klasse mehr, erklärte Musolf. Fünf fünfte Klassen wird es an der Hauptstelle geben, drei an der Außenstelle. Schüler aus dem östlichen Bereich der Stadt sowie aus Großefehn und Wiesmoor kommen nach Egels. Schüler aus dem westlichen Bereich der Stadt sowie aus Ihlow und Südbrookmerland an die Hauptstelle.

Die Hauptstelle des Gymnasiums Ulricianum in Aurich. Foto: Romuald Banik
Die Hauptstelle des Gymnasiums Ulricianum in Aurich. Foto: Romuald Banik

An beiden Standorten soll es eine Bläserklasse geben, alle Kinder, die das wünschen, bekommen einen Platz, so Musolf. Das Ulricianum gehört mit rund 1800 Schülern zu den größten Gymnasien in Niedersachsen. In den vergangenen Jahren war bisweilen die Befürchtung, dass es zu groß werde. „Aber jetzt haben wir eine Größe, mit der man gut arbeiten kann“, sagte Schulleiter Musolf.

Realschule wohl wieder sechszügig und hofft auf neue Räume

Zweitgrößte allgemeinbildende Schule im Landkreis ist das Ulrichsgymnasium Norden (UGN). Dort gab es bis Dienstagmorgen 127 Anmeldungen, sagte Schulleiterin Claudia Terstegen auf Anfrage – etwas weniger als im Vorjahr. Man rechne noch mit einigen Nachzüglern. Am Ende werde der neue fünfte Jahrgang voraussichtlich fünfzügig.

Der Eingang der Realschule Aurich. Foto: Romuald Banik
Der Eingang der Realschule Aurich. Foto: Romuald Banik

Einen Boom erlebt hat in den vergangenen Jahren die Realschule Aurich. Auch für den neuen fünften Jahrgang haben sich bislang schon wieder 135 Schüler angemeldet, sagte Schulleiterin Kathrin Peters, die ebenfalls noch mit einigen Nachzüglern und auch mit einer Reihe von Wiederholern aus der eigenen Schule rechnet. Am Ende rechnet sie mit einer Sechszügigkeit. Immerhin, der dringend nötige Neubau mit zusätzlichen Räumen werde wohl im Herbst fertig, so Peters.

IGS wächst in höheren Jahrgängen

Ein Diskussionsthema, auch in der Politik, war in den vergangenen Jahren die Entwicklung der Integrierten Gesamtschule (IGS) Aurich, die zeitweise mit sinkenden Schülerzahlen zu kämpfen hatte. Doch mit dem derzeitigen Stand von 95 Anmeldungen ist Schulleiterin Dr. Dorothee Göckel im Großen und Ganzen zufrieden, wie sie auf Anfrage sagte. Damit sei man sicher vierzügig, eventuell ist aber auch eine Fünfzügigkeit möglich. „Wir rechnen noch mit einigen Nachzüglern“, so Göckel. An der IGS Aurich gibt es das Phänomen, dass die Schülerstärke in den höheren Jahrgängen deutlich zunimmt. So ist der derzeitige achte Jahrgang mittlerweile siebenzügig. Denn es gibt nicht wenige Kinder, die erst später wieder von Gymnasium oder Realschule auf die IGS wechseln. Göckel macht keinen Hehl daraus: „Ich würde mir schon wünschen, dass mehr Schüler unsere Schule anwählen.“ Denn die Gesamtschule biete besondere Chancen für alle Kinder.

Rundum zufrieden ist Schulleiter Günter Tautz mit den Anmeldezahlen an seiner IGS Ihlow. Derzeit habe man 96 Anmeldungen, damit sei man „gut vierzügig“, so Tautz. Auch diese Zahl bewegt sich auf dem Vorjahresniveau, als es 103 neue Fünftklässler waren. Raumnot wie an anderen Schulen gebe es in Ihlow nicht, die IGS wurde erst vor einigen Jahren ausgebaut.

Raumnot in KGS Großefehn soll bald ein Ende haben

Etwas anders sieht es an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Großefehn aus. Dort wartet Schulleiterin Silvia Fleßner schon sehnsüchtig auf die zwölf neuen Klassenräume, die voraussichtlich im Herbst fertig sein sollen. Denn die KGS leidet durchaus unter Raumnot, muss sich mit Container behelfen. Mit den 130 Anmeldungen ist Fleßner zufrieden. Damit werde man voraussichtlich sechszügig, mit zwei Klassen im Gymnasialzweig, drei im Realschulzweig und einer im Hauptschulzweig).

Die KGS Großefehn bekommt bald neue Räume. Foto: Romuald Banik
Die KGS Großefehn bekommt bald neue Räume. Foto: Romuald Banik

In einer ähnlichen Größenordnung bewegen sich die Zahlen an der KGS Wiesmoor. Dort gibt es bislang 131 Anmeldungen für den neuen fünften Jahrgang, sagte Direktorin Ulrike Sieckmann auf Anfrage. Damit werde man wohl sechszügig. Raumnot gibt es an der KGS Wiesmoor nicht.

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