Tempokontrolle in Ostfriesland  Dieser neue Blitzer ist im Kreis Aurich im Einsatz

| | 25.04.2025 12:26 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
So sieht er aus, der neue halbstationäre Blitzer. Foto: Landkreis Aurich
So sieht er aus, der neue halbstationäre Blitzer. Foto: Landkreis Aurich
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In Emden gibt es ihn schon länger, nun ist auch im Landkreis Aurich ein halbstationärer Blitzer im Einsatz. Aus Sicht der Kreisverwaltung hat das Gerät viele Vorteile.

Aurich - Er kann wie ein Anhänger bewegt und flexibel am Straßenrand aufgestellt werden: Bis Ende des Jahres testet der Landkreis Aurich jetzt einen sogenannten halbstationären Blitzer. Damit soll die Lücke zwischen mobiler und stationärer Geschwindigkeitsmessung geschlossen werden, heißt es aus dem Auricher Kreishaus.

Für den Messbetrieb lässt sich der Hänger vollständig auf den Wagenboden absenken. Dabei verschwinden die Räder in einer gepanzerten Außenhülle, wodurch eine Bewegung oder gar der Abtransport durch Unbefugte nahezu unmöglich ist, heißt es in der Mitteilung. Außerdem schützt ein Alarmsystem die Messtechnik vor Vandalismus. Über die zwei integrierten Messgeräte kann der Verkehr in beide Fahrtrichtungen gleichzeitig überwacht werden. Bei Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird ein Foto erstellt, das sofort direkt per Datenfernübertragung ins Kreishaus übermittelt werden kann. Aufgrund einer eigenen Stromversorgung ist ein autarker Einsatz an wechselnden Standorten über mehrere Tage und rund um die Uhr möglich.

Betrieb auch nachts und am Wochenende

Die Anlage sei variabel einsetzbar und ermögliche eine schnelle Reaktion auf sich ändernde Anforderungen. Auch eröffnen sich neue Möglichkeiten, um der zunehmenden Bedeutung des Themas Lärmschutz gerechter zu werden, heißt es. So können nächtliche Beschränkungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, die aus Lärmschutzgründen eingerichtet wurden, vollständiger überwacht werden. Auch für die Entschärfung von Unfallstrecken oder Unfallhäufungspunkten mit einer besonderen Problematik nachts oder am Wochenende sei das neue Gerät ideal geeignet.

Bisher hat der Landkreis Aurich nach eigenen Angaben für seine rund 1000 Messstellen fünf mobile Messfahrzeuge im Einsatz. Diese messen überwiegend an Orten, die vermehrt von Fußgängern und Fahrradfahrern sowie besonders schutzwürdigen Personen wie Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen genutzt werden. Auch gebe es von Bürgern immer wieder Anregungen für neue Messstellen, heißt es.

Fünf feste Blitzer gibt es im Landkreis Aurich

Fünf stationäre Messanlagen, verteilt auf das gesamte Kreisgebiet, unterstützen die mobile Geschwindigkeitsmessung: Drei in Aurich (Pferdemarkt, Esenser Straße und Leerer Landstraße) und jeweils eine in Westerende-Kirchloog und Wirdumer Altendeich. Die stationären Messanlagen wurden aufgrund von Beschlüssen der Unfall-/Verkehrskommission in unfallträchtigen Bereichen installiert. Hier hatte es Unfälle mit Schwerverletzten oder sogar mit Toten gegeben. Hauptunfallursache war grundsätzlich überhöhte Geschwindigkeit.

Seit einigen Jahren gibt es einen halbstationären Blitzer auch in der Nachbarstadt Emden. Das Gerät mit einem „Engelke“-Logo steht regelmäßig an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet.aik

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