Ecke Georgswall/Osterstraße  Statt Parkhaus und Wohnbebauung nun Stellplätze

| | 18.04.2025 16:02 Uhr | 1 Kommentar | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die freie Fläche hinter der Kunstschule. Foto: Karin Böhmer
Die freie Fläche hinter der Kunstschule. Foto: Karin Böhmer
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Seit mehr als zehn Jahren wird in Aurich über die Ecke Osterstraße/Georgswall diskutiert. Nach dem Wunsch nach einer Tiefgarage und einem Wohnquartier gibt es nun die bisher schlichteste Idee.

Aurich - Aller guten Dinge sind nun schon vier: Für die Fläche an der Ecke Georgswall/Osterstraße in Aurich gibt es wieder eine neue Idee. Und zwar die bislang schlichteste. Nachdem dort zunächst eine Tiefgarage mit oberirdischer Wohnbebauung, dann nach einem Interessenbekundungsverfahren sehr konkret und teils kontrovers ein Parkhaus und später eine reine Wohnbebauung geplant worden sind, macht die Stadtverwaltung nun einen neuen Vorschlag: ein oberirdischer Parkplatz.

Begründet wird diese Entscheidung damit, dass es planerisch nicht gelungen sei, neben der Wohnbebauung und den dafür notwendigen Bewohnerparkplätzen noch öffentliche Parkflächen auf dem Grundstück unterzubringen. Deshalb heißt es nun, dass rund 45 ebenerdige, öffentliche Stellplätze mit einer Randeingrünung zum Georgswall entstehen können. Kurz zusammengefasst heißt es in der Vorlage, die am Donnerstag nach Ostern ab 18 Uhr im Ortsrat Kernstadt im Europahaus beraten wird, dass im Hinblick auf die Belebung der Fußgängerzone im östlichen Bereich der Altstadt öffentliche Stellplätze notwendig und - neben der Wohnbebauung in den Randlagen der Altstadt - ein erklärtes Sanierungsziel seien.

Straße zum geplanten Parkhaus führt nun auf den Parkplatz

„Im Rahmen der Sanierung wurde bereits eine Vollanbindung von der Großen-Mühlenwallstraße zur Erschließung von Parkflächen umgesetzt“, heißt es. Der Parkplatz soll über zwei Lohnen an die Osterstraße angebunden werden. Zum Georgswall hin soll die Anlage mit einer „Grünkante“ abgegrenzt werden.

Neben der Fläche, die nun die Stadt Aurich mit Städtebauförderung umgestalten möchte, gibt es in Richtung Brandkassen-Parkplatz noch eine private Stellplatzfläche mit zehn Plätzen für Anlieger. Diese Fläche soll über den Parkplatz der Brandkasse erreichbar sein. Zwischen den beiden neuen Parkplätzen befinden sich denkmalgeschützte Speicher und schützenswerte Bäume.

Ein Lärmschutzgutachten liegt bereits vor. Die Parkflächen sollen wasserdurchlässig errichtet werden und Ladesäulen erhalten. Für diese Planung müssen Bebauungs- und Flächennutzungsplan geändert werden.

Die Stadt hat 60.000 Euro für den Parkplatz eingeplant. Zu zu Dritteln werde er mit Fördergeld bezahlt.

Die Verwaltung weist auch auf die frisch eröffnete Kunstschule hin, für die Parkplätze nötig seien. Statt der einst angestrebten 170 oder gar 220 Parkplätze, die zunächst im Parkhaus vorgesehen waren, geht es nun um 45 Stellplätze.

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