Fußball-Bezirksliga Larrelt schockt Wallinghausen in der Nachspielzeit
Der SVW schluckt wie schon im Hinspiel einen späten Gegentreffer. Wiesmoor jubelt und Middels wird in Esens überrollt.
Ostfriesland - Stark unter die Räder kam in der Bezirksliga der TuS Middels bei seinem Gastspiel in Esens. Der souveräne Tabellenführer schickte die Middelser mit einer deftigen 0:7-Niederlage nach Hause.
Der SV Wallinghausen lag gegen Larrelt lange Zeit auf Erfolgskurs, bis die Gäste in der Nachspielzeit zuschlugen und beim 1:1 einen glücklichen Punkt mitnahmen.
Einen wichtigen Dreier sicherte sich im Abstiegsduell Germania Wiesmoor beim 1:0 gegen Westrhauderfehn. Wiesmoor kletterte auf Rang zwölf. Dennoch besteht weiter akute Abstiegsgefahr für die Germanen.
Middels von der Rolle
Esens - Middels 7:0
Nach dem Schlusspfiff brachte der Middelser Trainer Tobias Ryl die deftige Niederlage auf den Punkt: „Das war ein Klassenunterschied. Wir haben auch zu Recht in der Höhe verloren. Das ist ärgerlich.“
Schon zur Pause lagen die Gäste auf dem Esenser Kunstrasenplatz mit 0:3 zurück. Damit sollte sich Middels in die Reihe der elf Vorgänger einsortieren, die auf dem Untergrund des Ersten in der laufenden Saison mehr oder weniger unter die Räder kamen. Auch nach Wiederanpfiff drückte der Tabellenerste und schoss weitere Tore. Am Ende mussten die Gelb-Schwarzen sieben Treffer quittieren. Es gab gleich mehrere Gründe für diese Pleite. Trainer Ryl räumte ein: „Wir haben uns zu viele Abstimmungsfehler erlaubt und es gab zu viel Luft in der Defensive.“
Gefundenes Fressen für die Angreifer aus der Esenser Torfabrik. Es waren aber nicht nur Patzer in der Middelser Abwehr, die der Trainer kritisierte. Auch die Einstellung seiner Elf erfüllte nicht die Norm des Trainers. Ryl sagte: „Es gab bei uns kein Aufbäumen.“
Nun hat er vier Tage Zeit, um die Köpfe seiner Spieler von dieser derben Niederlage zu befreien, um am Donnerstag im Gastspiel beim abstiegsbedrohten FC Norden ein anderes Gesicht zu zeigen.
Tore: 1:0 Janssen (24.), 2:0 Hollmann (32.), 3:0/4:0/5:0 Stainbank (44./51./55.), 6:0/7:0 Meints (69./85.).
TuS Middels: Hamud, Lakeberg (42. Michael), Ivaniadze (57. Tierbach), Corell, Schmauder (55. Agbodoh), Kiasuva, Rasim, Kübler (46. Solomon), Voigt (51. Omar), Sokoli, Mouzong.
Später Gegentreffer
SV Wallinghausen - SV SF Larrelt/FA Wybelsum 1:1
„Immer wieder Larrelt“, seufzte der Wallinghausener Trainer Jerzey Klukowski über den in letzter Minute verpassten Sieg gegen nie aufgebende Larrelter, die in der Nachspielzeit den glücklichen Ausgleichstreffer erzielten.
Fast eine Kopie des Hinspiels, als die Wallinghausener beim 1:1 in Larrelt den Ausgleich in der 98. Minute hinnehmen mussten.
Zuvor hatten die Gastgeber in der Schlussphase der ersten Hälfte Pech und Glück zugleich. Ein Handspiel der Larrelter führte zum Strafstoß für den SVW. Kevin Genske versuchte sein Glück gegen den Larrelter Torwart Marc Weddermann und scheiterte. Kurze Zeit später sauste der Ball ins Larrelter Netz. Torschütze unklar. „Vieles spricht für Marten Ackermann“, gab der SVW-Trainer zu bedenken.
Dieser knappe Vorsprung hielt bis in die Nachspielzeit, ehe der eingewechselte Jonas Knöner in der 92. Minute der glückliche Ausgleich gelang.
Trainer Klukowski machte seiner Mannschaft keinen Vorwurf. Er war zufrieden mit dem Auftritt seiner Elf, besonders nach seinem bekanntgegebenen Rücktritt zum Saisonende in der vergangenen Woche. Die Mannschaft habe die Unruhe gut weggesteckt und ordentlich gespielt. Einen Spieler hob er besonders hervor. Der 43-jährige Frank Löning habe sich in der Innenverteidigung ausgezeichnet präsentiert. „Für alle ein Vorbild“, so Klukowski.
Tore: 1:0 Ackermann (45.), 1:1 Knöner (90.+2).
SV Wallinghausen: Grensemann, Bogena, Ackermann (84. Andreessen), Mühlenbrock, Conde (46. Bender), Kramer (46. Dahlke), Fröhlich, Ottersberg, Siefkes, Löning, Genske (75. Töpfer).
Wie die Löwen gekämpft
G. Wiesmoor - TuRa Westrhauderfehn 1:0
Mit einem kleinen Kader, selbst der 58-jährige Trainer Jürgen Zimmermann stand für einen Einsatz bereit, erkämpfte sich Wiesmoor einen wertvollen Sieg.
„Drei Punkte und vorerst über dem Strich. Das zählt“, freute sich Trainer Zimmermann. Er räumte „einen glücklichen Sieg“ ein, weil Germanen-Torwart Tim Barth mehrfach den Sieg mit tollen Paraden festhielt. Dazu gesellte sich ein herausragender Kampfgeist. „Wir haben gekämpft wie die Löwen und einige sind über sich hinausgewachsen“, so Zimmermann. Sein Sohn Leon markierte das Tor des Tages. Er umspielte mehrere Fehntjer und schoss flach zum Siegtreffer ein.
Tor: 1:0 L. Zimmermann.
Germania Wiesmoor: Barth, Schott, J. Zimmermann, Pallasdies, Eschen, L. Zimmermann, Swyter, Berisa, Eilts, Otto, Aden.