Topduell in der Bezirksliga  Wallinghausener Trainer feuert gegen Esens – „Zieht euch warm an!“

| | 14.03.2025 16:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
SVW-Trainer Jerzy Klukowski (Zweiter von rechts) sucht das Gespräch mit seinen Spielern Malte Folkers (von links), Bent Bogena und Mirko Fröhlich. Foto: Wilfried Gronewold
SVW-Trainer Jerzy Klukowski (Zweiter von rechts) sucht das Gespräch mit seinen Spielern Malte Folkers (von links), Bent Bogena und Mirko Fröhlich. Foto: Wilfried Gronewold
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Weshalb SVW-Coach Klukowski heiß auf eine Revanche gegen den Spitzenreiter TuS ist. Wallinghausen setzt auf Teamgeist, hat aber auch einen Schwachpunkt.

Wallinghausen – Verschmitzt schaut Jerzy Klukowski in die Kamera und feuert einen Satz in Richtung Spitzenreiter Esens ab. Der Trainer des SV Wallinghausen empfiehlt vor dem Topduell am Sonntag zwischen Wallinghausen und Esens seinem Trainerkollegen Ralf Backhaus „sich warm anzuziehen“. Er sagt diese Worte in einer Gesprächsrunde bei den Ostfriesischen Nachrichten mit den Trainern Claudio Casto (SpVg Aurich) und Bi Le Tran (SV Großefehn). Die nicken wohlwollend, hoffen sie doch auf einen Patzer des Tabellenführers gleich zum Start in den zweiten Teil der Saison. Ob Wallinghausen dafür die richtige Adresse ist, wird sich zeigen.

Auf jeden Fall verspricht Klukowski einen leidenschaftlichen und kämpferischen Auftritt des Tabellenfünften. Der wird befeuert durch die klare 1:4-Hinspielniederlage der Wallinghausener in Esens. Eine offene Rechnung, die nun beglichen werden kann. Der TuS Esens hat für Klukowski einen besonderen Klang. Er ging mehrere Jahre lang für den TuS auf Torejagd, traf in 97 Spielen 30-mal für die Bärenstädter. Mehr als 20 Jahre ist das schon her, dennoch pflegt Klukowski immer noch freundschaftliche Kontakte zu seinem Ex-Verein, der ihn auch in schlechten Zeiten nicht fallen ließ, betont 57-Jährige.

Teamgeist wird beim Tabellenfünften SV Wallinghausen groß geschrieben. Foto: Helmut Vortanz
Teamgeist wird beim Tabellenfünften SV Wallinghausen groß geschrieben. Foto: Helmut Vortanz

Achillesferse ist die Offensivabteilung

Diese positiven Beziehungen wird der SVW-Trainer am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr erst einmal zurückstellen. Dann geht es ihm um das Wohl seiner Wallinghausener Crew. Klukowski ist seit Saisonbeginn mit den Grün-Weißen in der Bezirksliga unterwegs. Er übernahm das Traineramt von Ewald Mühlenbrock, der in Wallinghausen aus freien Stücken ausschied.

Nach rund neun Monaten im Amt fällt die persönliche und sportliche Bilanz von Klukowski gut aus, aber er sieht auch an einigen Stellen Handlungsbedarf. Aushängeschild ist die Abwehr um Torwart Julian Ahlers. „Die Abwehr steht und Julian ist einer der besten Torwarte der Liga“, lobt der SVW-Trainer. Achillesferse ist die Offensivabteilung. 32 Tore in 18 Spielen ist einfach zu wenig, kritisiert Klukowski. Gleichwohl kennt der Trainer die Gründe für die schwache Sturmleistung. Mittelfeldmotor und Spiellenker Marvin Dahlke musste einige Spiele verletzungsbedingt pausieren. SVW-Angreifer Bent Bogena, der in der Vorsaison 14 Treffer markierte, hat in der laufenden Saison erst dreimal den Ball ins gegnerische Tor versenkt. „Bent hat einfach Pech am Fuß“, stellt der SVW-Trainer fest und freut sich dafür über den treffsicheren Neuzugang Kevin Genske mit seinen 11 Toren. Klukowski fühlt sich wohl beim SVW. Er lobt den familiären Charakter und den großen Zusammenhalt bei den Grüß-Weißen. Der Weg zum Trainingsgelände ist für den Auricher kurz, fast bei ihm „zu Hause ums Eck“, sagt er.

Der Wallinghausener Neuzugang Kevin Genske (links) ist mit bisher elf Treffern der beste SVW-Torschütze. Foto: Bernd Wolfenberg
Der Wallinghausener Neuzugang Kevin Genske (links) ist mit bisher elf Treffern der beste SVW-Torschütze. Foto: Bernd Wolfenberg

Alptraum in Larrelt

Der SVW startet als Fünfter in den zweiten Saisonteil. Damit kann Klukowski sehr gut leben. Dabei habe seine Mannschaft in zwei, drei Spielen auch den einen oder anderen Punkt liegengelassen. Allen voran das 1:1 in Larrelt liegt ihm immer noch im Magen. Dort ging Wallinghausen früh in Führung, ließ viele Möglichkeiten für eine höhere Führung aus und spielte eine Stunde lang in Unterzahl, ehe Larrelt in der 98. Minute der schmeichelhafte Ausgleich gelang. Dieser Spielverlauf treibt auch ein halbes Jahr später noch den Puls von Klukowski nach oben. Der dürfte auch am Sonntag im Heimspiel gegen den Tabellenführer TuS Esens schnell in die Höhe gehen, wenn seine Stürmer nicht treffen oder erst in letzter Sekunde die Entscheidung fällt.

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