Wohnen im Landkreis Aurich  Grüne fordern erneut Kreis-Wohnungsbaugesellschaft

| | 12.03.2025 10:33 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Wohnraum ist ein akutes Thema, auch im Landkreis Aurich. Das Foto zeigt einen Neubau im großen Baugebiet „Im Timp“ in Aurich. Foto: Romuald Banik
Wohnraum ist ein akutes Thema, auch im Landkreis Aurich. Das Foto zeigt einen Neubau im großen Baugebiet „Im Timp“ in Aurich. Foto: Romuald Banik
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Auch im Kreis Aurich fehlen bezahlbare Wohnungen für Alleinerziehende, Geringverdiener, Rentner. Seit vielen Jahren fordern die Grünen, zu handeln. Jetzt stellen sie erneut einen Antrag.

Aurich - Im Landkreis Aurich fehlen bezahlbare Wohnungen für Alleinerziehende, Geringverdiener, Rentner. Erneut fordern die Grünen im Kreistag daher die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft. Die Verwaltung solle entsprechende Gespräche mit den Städten und Gemeinden aufnehmen, fordern die Grünen jetzt in einem Antrag, der im Kreistag am Dienstag, 18. März (15 Uhr, Stadthalle Aurich), zur Abstimmung steht.

„Das aktuell für den Landkreis Aurich und seine Kommunen erstellte Wohnraumversorgungskonzept hat den dringenden Handlungsbedarf bewiesen“ stellte Angelika Albers (Aurich), Mitglied der Grünen Kreistagsfraktion im Sozialausschuss fest. Die Grünen im Kreistag fordern seit Jahren immer wieder die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft. Vor rund einem Jahr wurde ein Wohnraumkonzept in Auftrag gegeben, das Mitte März vorgestellt wurde. Es bestätigt den eigentlich seit langem bekannten Bedarf an kleineren, bezahlbaren Wohnungen. Außerdem soll es als Voraussetzung für Fördergelder dienen. Auch die Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft wird darin als zu prüfende Möglichkeit genannt.

„Höchste Zeit zum Handeln“

Das Wohnraumkonzept habe Wege aufgezeigt, wie die Kommunen unter dem Dach des Landkreises endlich Wohnungen mit bezahlbaren Mieten schaffen können. „Nachdem nun aussagekräftige Ergebnisse vorliegen, ist es jetzt höchste Zeit zum Handeln“, meint Grünen-Fraktionsvorsitzende Gila Altmann (Aurich). Denn bezahlbarer Wohnraum werde nicht nur von Bürgergeldempfängern und Geflüchteten benötigt, sondern auch von Alleinerziehenden, Geringverdienern und Rentnern. Zudem benötigten die Kommunen und der Landkreis Notunterkünfte für Menschen, die plötzlich wohnungslos werden, weil beispielsweise ihr Haus abbrennt oder der bisherige Vermieter Eigenbedarf anmeldet. „Es gibt die unterschiedlichsten Gruppen in der Bevölkerung, die bezahlbaren Wohnraum dringend brauchen und nicht gegeneinander ausgespielt werden dürfen“, sagte Albers.

Man begrüße auch deshalb ausdrücklich die Anschaffung von Wohn-Modul-Bauten, die jetzt von Sozial- und Finanzausschuss gemeinsam beschlossen wurden. Das könne der erste Schritt zu einer interkommunalen Wohnungsbaugesellschaft sein, so Altmann.

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