Einzelhandels-Konzern aus Leer So läuft es bei der Bünting-Gruppe
Der Lebensmitteleinzelhandel kämpft mit gesunkener Konsumlaune und gestiegenen Kosten. Vorstandschef Markus Buntz konnte trotzdem positive Zahlen verkünden.
Leer/Nortmoor - Trotz Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern und gestiegener Kosten sieht sich der Leeraner Einzelhandels-Konzern Bünting (Combi, Famila) weiter auf Wachstumskurs. Wie Vorstandsvorsitzender Markus Buntz am Donnerstag bei einem Pressegespräch in der Zentrale in Nortmoor berichtete, habe die Unternehmensgruppe den Nettoumsatz im Jahr 2023 im Kerngeschäft um 7,1 Prozent auf nun rund 1,96 Milliarden Euro steigern können. Das operative Jahresergebnis lag 2023 trotz gestiegener Energiekosten bei 31,4 Millionen Euro. Für 2024 rechne man mit einer weiteren Umsatzsteigerung und einem Ergebnis in ähnlicher Höhe wie 2023.
2023 mehr als 33 Millionen Euro investiert
Bünting bestätige mit diesem Ergebnis seine Position als „starker regionaler Player“, heißt es aus Nortmoor. Grundlage für die positive Entwicklung sei die konsequente Diversifizierung der Ladenkonzepte sowie nachhaltige Investitionen in die Standorte und die Logistik. So seien 2023 der Ausbau autonomer Konzepte und Kleinformate auf den Weg gebracht worden. Insgesamt wurden in dem Jahr 33,3 Mio. Euro investiert. Die Mitarbeiterzahl lag 2023 stabil bei 12.500, heißt es.
„2023 war für Bünting insgesamt ein erfolgreiches Jahr. Ein wichtiger Meilenstein war die Eröffnung unseres neuen Shuttle-Lagers in Nortmoor, das einen wichtigen Beitrag zur Effizienzsteigerung im Bereich Logistik leistet. Es bestätigt sich erneut, dass unser strategischer Kurs unsere Position im Wettbewerb stärkt“, so Buntz.
Konsumzurückhaltung der Verbraucher
Im Geschäftsjahr 2024 habe sich das inflationsbedingte Konsumverhalten der Verbraucher fortgesetzt, sagte der Vorstandschef. Gleichzeitig wirkten sich steigende Löhne und Inflation auch auf der Kostenseite aus. Es gebe zudem eine „extreme Verunsicherung“ durch die politischen Rahmenbedingungen. Dennoch sei man zuversichtlich, dass sich die positive Geschäftsentwicklung weiter fortsetzt. Ein Baustein soll die Weiterentwicklung innovativer Konzepte wie Selbstbedienungskassen oder Kleinlädenformate wie die „C-Box“ sein. Die positive Kundenresonanz auf solche Konzepte zeige, dass man seine Rolle als starker regionaler Player ausbauen könne, heißt es.
Weiterer Bericht folgt.