Kliniken Aurich-Emden-Norden Chefarzt aus Leer wechselt ins Klinikum Emden
Es geht zum Beispiel um Knie- und Hüft-OPs: Dr. Raimund Ulitzka wird Leitender Arzt im Endoprothetikzentrum. Er ist in Emden kein Unbekannter.
Emden - Es ist eine Rückkehr zu den Wurzeln: Dr. Raimund Ulitzka wurde im Klinikum Emden geboren und hat dort mehr als zehn Jahre seiner Ausbildung als Assistenz- beziehungsweise Oberarzt absolviert. Ab April übernimmt Ulitzka im Endoprothetikzentrum (EPZ) des Klinikums als leitender Arzt seinen Dienst auf. Gemeinsam mit Chefarzt Dr. Bernhard Scherger wird er das Leistungsangebot im Bereich Gelenkersatz inhaltlich stärken und neue Behandlungsansätze vorantreiben, teilte die Trägergesellschaft der Kliniken Aurich-Emden-Norden mit.
Ulitzkas orthopädisch-unfallchirurgische Spezialisierung erfolgte an der Gutenberg Universität in Mainz. Er ist Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Spezielle Unfallchirurgie, Manuelle Medizin/Chirotherapie und Sportmedizin und hat neben einem MBA-Abschluss Zusatzqualifikationen im Qualitäts- und Krankenhausmanagement. Die letzten 22 Jahre war er Ulitzka als Chefarzt tätig, den größten Teil dieser Zeit als unfallchirurgisch-orthopädischer Chefarzt im Klinikum Leer. Unter seiner Leitung sind den Angaben zufolge weit über 8000 Endoprothesen implantiert worden. „Dr. Ulitzka weist eine hervorragende Expertise in seinem Fach auf, die dem erfahrenen Team um Chefarzt Dr. Scherger weitere Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Leistungsspektrums im Emder Endoprothetikzentrum bietet“, sagt Klinik-Geschäftsführer Dirk Balster.
Qualität der Behandlung erneut überprüft
Zusätzlich zum angebotenen Spektrum der Endoprothetik bringt Ulitzka Erfahrungen im Einsatz eines Navigationssystems ein, mit dem bei der Implantation von Knieprothesen die mechanische Ausrichtung der Implantate computergestützt erfolgt.
Scherger und Ulitzka freuen sich, zusammen im jüngst rezertifizierten EPZ zum Wohle der Patienten arbeiten zu können. Das Zertifikat nach dem anspruchsvollen Standard von Endocert gilt als Nachweis für höchste Behandlungsqualität in der Versorgung von Patienten mit Gelenkersatz und wird dem Emder EPZ bereits seit 2014 verliehen. Die Erfüllung der entsprechenden Anforderungen wird jährlich durch externe Experten überprüft.
Dazu zählen unter anderem eine hohe Fallzahl, durch die eine große Expertise entsteht, die klare Dokumentation der Eingriffe, die Sicherstellung eines umfassenden Qualitätsmanagements und die fortlaufende Weiterbildung des Teams. Besonderes Augenmerk liegt auf der interdisziplinären Zusammenarbeit, um Patienten nicht nur exzellente operative Leistungen, sondern auch eine hervorragende prä- und postoperative Betreuung zu bieten.
Zwei weitere Hauptoperateure
Gemeinsam mit Dr. Scherger sind zwei weitere Hauptoperateure im Endoprothetikzentrum tätig: Der leitende Oberarzt Philipp Seelig und Dr. Thomas Baxmann. Beide bringen fundierte Kenntnisse sowohl im Bereich Gelenkersatz als auch in der Unfallchirurgie mit, sodass auch Patienten, bei denen Knie- oder Hüftgelenke durch einen Unfall geschädigt werden, im gegebenen Fall mit einer Prothese versorgt werden können.
Mit der Zertifizierung und der personellen Verstärkung setzt das Klinikum nach eigenen Angaben ein klares Zeichen für die Region. „Patienten können darauf vertrauen, dass sie hier eine Versorgung auf höchstem Niveau erhalten“, heißt es von der Trägergesellschaft der Kliniken.
Scherger und Ulitzka (ab 1. April) bieten Sprechstunden im MVZ des Klinikums Emden an. Eine Terminvereinbarung ist unter Tel. (04921) 98 43 00 oder per E-Mail an tac@klinikum-emden.de möglich. Am 22. Januar gibt es die Möglichkeit, das Leitungsteam kennenzulernen und sich über die Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.