Verbrechen in Aurich  Termin für Totschlags-Prozess gegen Auricherin steht

| | 20.12.2024 10:19 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Verhandelt wird vor dem Landgericht Aurich, das seinen Sitz im Auricher Schloss hat. Foto: Romuald Banik
Verhandelt wird vor dem Landgericht Aurich, das seinen Sitz im Auricher Schloss hat. Foto: Romuald Banik
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Die 63-Jährige soll am 5. August 2024 ihren 70-jährigen Lebensgefährten mit einem Kissen erstickt haben. Nun gibt es Details zum Gerichtsprozess.

Aurich - Der Prozess gegen eine 63-jährige Auricherin, die ihren 70-jährigen Lebensgefährten getötet haben soll, beginnt am Dienstag, 7. Januar, 14 Uhr, vor dem Landgericht Aurich. Wie Gerichtssprecherin Iris Schmagt auf Nachfrage mitteilte, gibt es drei Fortsetzungstermine am 14., 21. und 23. Januar. Insgesamt sind vier Zeugen geladen, auch zwei Gutachter begleiten den Prozess. Zuständig ist die Schwurgerichtskammer mit dem Vorsitzenden Richter Björn Raap.

70-Jähriger lag auf Sofa

Die Staatsanwaltschaft Aurich hatte kürzlich die Ermittlungen abgeschlossen und Anklage gegen die 63-Jährige erhoben. Sie soll am 5. August 2024 ihren 70-jährigen Lebensgefährten in der gemeinsamen Wohnung in Aurich getötet haben. Dazu soll die Frau dem auf dem Sofa der Wohnung liegenden Senior in Tötungsabsicht ein Kissen auf das Gesicht gedrückt haben. Der 70-Jährige verstarb laut Staatsanwaltschaft unmittelbar durch Ersticken. Zum Tatmotiv hat die Anklagebehörde bislang nichts mitgeteilt.

Arbeitgeber verständigte Polizei

Nachdem die Frau am Tattag nicht zur Arbeit erschienen war, kontaktierte der Arbeitgeber diese telefonisch. Dabei soll die 63-Jährige eingeräumt haben, ihren Lebensgefährten getötet zu haben. Der Arbeitgeber verständigte daraufhin die Polizei. Die Beamten fanden dort den leblosen 70-Jährigen sowie die Frau vor. Gegen sie wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich durch das Amtsgericht Aurich Haftbefehl erlassen. Die 63-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft.

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