Migration in Aurich  So geht es beim Flüchtlingsheim Georgsfeld weiter

| | 17.12.2024 18:03 Uhr | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Vorwiegend soll es im Flüchtlingsheim in Georgsfeld Zwei-Bett-Zimmer geben. Foto: Romuald Banik
Vorwiegend soll es im Flüchtlingsheim in Georgsfeld Zwei-Bett-Zimmer geben. Foto: Romuald Banik
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Im Laufe des Dezembers sollten die ersten Bewohner an der Moordorfer Straße einziehen. Doch die Pläne haben sich etwas verändert, wie Landkreis und Johanniter mitteilen.

Aurich - Eigentlich sollten im neuen Flüchtlingsheim in Aurich-Georgsfeld im Laufe des Dezembers die ersten Bewohner einziehen. Doch daraus wird offenbar nichts. „Die Inbetriebnahme der Einrichtung in Georgsfeld verzögert sich aus technischen Gründen. Sie ist jetzt für Anfang des kommenden Jahres geplant“, teilte der Sprecher des Landkreises Aurich, Rainer Müller-Gummels, auf Anfrage dieser Zeitung mit. Weitere Details nannte der Sprecher nicht.

Auch die Johanniter-Unfall-Hilfe, die das Flüchtlingsheim betreiben wird, bestätigte die Angaben. Man gehe davon aus, dass die Belegung erst im neuen Jahr passiere, teilte Stefan Greiber, Fachbereichsleiter Marketing und Kommunikation beim Johanniter-Regionalverband Weser-Ems, auf Anfrage dieser Redaktion mit. „Der Grund ist relativ simpel: es stehen an den anderen Standorten ausreichend Kapazitäten zur Verfügung, so dass wir die Aufnahme jetzt nicht vor den Feiertagen übers Knie brechen, sondern die Menschen dann ganz in Ruhe ankommen lassen wollen.“

Greiber bestätigte ebenfalls, dass die EDV für die Mitarbeitenden der Johanniter noch nicht vollständig eingerichtet ist. Das liege auch daran, dass die IT-Abteilung derzeit wegen Urlaub und Krankheit nicht vollständig besetzt ist. „Ansonsten ist von unserer Seite alles vorbereitet und wir sind startklar“, so Johanniter-Sprecher Greiber.

Ursprünglich Einzug zum 1. November geplant

Wie berichtet, ist geplant, dass nach und nach bis zu 30 alleinreisende Männer in das frühere Wohnheim der WfbM an der Moordorfer Straße einziehen.

Ursprünglich war die Inbetriebnahme bereits zum 1. November angekündigt. Doch wegen Bauarbeiten verschob sich der Termin damals bereits um einen Monat.

Bei einer Infoveranstaltung im November mit Besichtigung vor Ort hatten Anwohner zum Teil deutliche Sorgen und Ängste geäußert – aber auch Unterstützungsangebote für die Flüchtlinge gemacht.

Erster Kreisrat Dr. Frank Puchert hatte betont, dass es wichtig sei, nicht nur Großunterkünfte wie auf dem Auricher Kasernengelände einzurichten, sondern auch dezentrale, kleinere Einheiten. „Wir müssen unter Menschen, sonst haben wir keine Integration, sondern Parallelgesellschaften“, betonte Puchert seinerzeit.

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