Ihlower Familie erhält Hilfe Neue Bleibe statt Obdachlosigkeit
Eine fünfköpfige Simonswoldmer Familie stand kurz vor der Obdachlosigkeit. Wie binnen weniger Stunden sich ihr Leben von Ausweglosigkeit zu neuer Hoffnung drehte.
Ihlow - Die Erleichterung ist Marco Clausen aus der Stimme am Telefon herauszuhören. Die Familie habe kurz nach dem Erscheinen eines Berichts in dieser Zeitung ein Angebot für ein Haus zur Miete erhalten. Statt mit gepackten Kisten als fünfköpfige Familie auf der Straße zu sitzen, kann Clausen mit seiner Lebensgefährtin Bettina Poppen und den drei Kindern schon bald in ein Haus nach Riepe ziehen. Das sagte der Simonswoldmer am Dienstagmittag.
Damit hat sich binnen weniger Stunden die Welt für die Familie wieder förmlich gedreht. Noch am Montagvormittag hatte Clausen die Situation der Familie geschildert. Die Familie hatte seit einem Jahr nach einer neuen Bleibe gesucht. Der Vermieter wollte das Haus in Simonswolde verkaufen. Doch die Familie konnte nichts Geeignetes finden. Schließlich stellte eine Räumungsklage die Welt der Familie auf den Kopf. Ab Donnerstag hätten sie vor der Tür gestanden. Nur ein Mietvertrag für eine neue Wohnung konnte Aufschub gewähren, erklärte Clausen.
Tränen der Erleichterung nach Anruf
Am Montagabend noch hätten er und seine Partnerin sich ein Haus in Westoverledingen angesehen. Noch während der Besichtigung gab es bei Bettina Poppen ein Anruf und sie sei in Tränen ausgebrochen, so Clausen. Dann kam die Nachricht: Eine Frau aus Riepe möchte ihnen ihr Haus zur Miete anbieten. Sie habe den Artikel von ihrem Bruder erhalten. Eigentlich hatte die Anbieterin das Haus verkaufen wollen. Nun wolle sie es für ein halbes Jahr anbieten. „Wenn es euch gefällt, könnt ihr es auch zur Dauervermietung haben“, soll sie laut Clausen erklärt haben.
Damit fällt der fünfköpfigen Familie ein Stein vom Herzen. Sie bekommen nicht nur eine neue Bleibe, sondern bleiben auch innerhalb der Gemeinde, was für die Kinder wichtig sei. Denn so können sie ihr gewohntes Umfeld behalten. Nun müsse nur noch der Mietvertrag zum Anwalt gehen. So werde gesichert, dass der Umzug aus dem alten Haus in Simonswolde nicht überstürzt, sondern geordnet ablaufen kann.
Clausen bedankte sich sowohl bei Facebook als auch am Telefon herzlich für die Reaktionen und Angebote. „Das nimmt jetzt ganz schön Druck weg“, so der 49-Jährige.