Abfallentsorgung  So geht es weiter mit den Müllgebühren im Kreis Aurich

| | 15.11.2024 17:31 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
In den vergangenen Jahren wurden Biotonnen immer öfter falsch befüllt. Doch eine Kampagne des Landkreises zeigt nun Wirkung.Foto: Romuald Banik
In den vergangenen Jahren wurden Biotonnen immer öfter falsch befüllt. Doch eine Kampagne des Landkreises zeigt nun Wirkung.Foto: Romuald Banik
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In den vergangenen beiden Jahren hatt es jeweils eine Erhöhung gegeben. Der Betriebsleiter der Abfallwirtschaft erläuterte jetzt die Zahlen für 2025.

Aurich - Fast alles wird teurer, die Müllgebühren für rund 120.100 Haushalte im Landkreis Aurich aber zumindest im nächsten Jahr nicht. Die Grundgebühr bleibt bei 87 Euro, die Zusatzgebühr je Leerung einer 120-Liter-Tonne bei 6,60 Euro. Ein entsprechender Vorschlag des Abfallwirtschaftsbetriebes ging am Freitag einstimmig durch den Betriebsausschuss. Die durchschnittliche Gebührenbelastung für einen typischen Haushalt liegt laut Betriebsleiter Hans-Hermann Dörnath 2025 bei 149 Euro. Dieser Wert lag vor 20 Jahren schon einmal bei 165 Euro. In den Jahren 2023 und 2024 hatte es jeweils Gebührenerhöhungen gegeben. Die Kreispolitiker zeigten sich sehr zufrieden mit der Entwicklung.

„Das ist ganz herausragend“, lobte Kuno Behrends (SPD, Großheide). Und Hinrich Tjaden (CDU, Ihlow) meinte: „Das kann uns nur zufriedenstellen. Hier wird vernünftig gearbeitet und langfristig gedacht.“ Tjaden lobte ausdrücklich noch einmal Betriebsleiter Hans-Hermann Dörnath und sein Team.

Biotonnen-Kampagne zeigt Wirkung

Durch neue Einnahmequellen habe man die Gebühren in den vergangenen zehn Jahren vergleichsweise niedrig halten können, so Dörnath. Er wies außerdem daraufhin, dass die Bürger durch ihr Nutzungsverhalten auch die Müllgebühren beeinflussen können, denn die werden unter anderem aufgrund des Abfallaufkommens berechnet.

Der Betriebsleiter der Abfallwirtschaft des Landkreises, Hans-Hermann Dörnath. Foto: Aiko Recke
Der Betriebsleiter der Abfallwirtschaft des Landkreises, Hans-Hermann Dörnath. Foto: Aiko Recke

Dabei fiel in den vergangenen Jahren etwa auf, dass das Leerungsvolumen beim Bioabfall in den vergangenen vier Jahren spürbar gesunken ist – und nun deutlich unter dem Volumen des Restabfalls liegt.

Den Grund dafür vermutet Betriebsleiter Dörnath in der Kampagne „Trenn Dich korrekt“. In diesem Zuge werde der Inhalt der Biotonnen auch regelmäßig kontrolliert. „Das zeigt Wirkung und hat sich rumgesprochen“, so Dörnath. Der Bioabfall sei nun deutlich reiner. Im Gegenzug sei zu vermuten, dass die Stoffe, die nicht mehr fälschlicherweise in der Biotonne landen, nun in die schwarze Restabfalltonne gehen.

Fäkalschlammgebühr ebenfalls stabil

Ebenfalls stabil bleibt 2025 die Gebühr für die Fäkalschlammentsorgung aus Klärgruben/Kleinkläranlagen. Sie bleibt bei 44 Euro je abgefahrenem Kubikmeter Grubeninhalt. Man rechne im kommenden Jahr mit 1805 Grubenleerungen. Davon sind allerdings 210 nachzuholen aus 2024. Der Grund waren laut Dörnath besonders viele Leerungen in der Flüchtlingsunterkunft Utlandshörn, die stark belegt war. Dort gab es allein 155 Leerungen mit 3192 Kubikmeter Schlamm.

Grundsätzlich sinkt die Zahl der Klärgruben im Landkreis Aurich seit Jahren stetig. Im Jahr 2016 gab es zum Beispiel noch 2749 Leerungen. Die Zahl der Gruben ist laut Dörnath seit 2016 um 46 Prozent gesunken. Bei der Fäkalschlammentsorgung rechnet Betriebsleiter Dörnath allerdings für 2026 dann doch wieder mit einer Anhebung der Gebühren.

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