Aurich versus Middels  Trotz Hiobsbotschaft kommt SpVg Aurich zum Derbysieg

| | 03.11.2024 18:38 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Nico Möhle (links) drängt in den Middelser Strafraum ein und bereitet den Führungstreffer der Auricher durch Jan Sabath vor. Der Middelser Gyoksel Rasim kommt zu spät. Fotos: Helmut Vortanz
Nico Möhle (links) drängt in den Middelser Strafraum ein und bereitet den Führungstreffer der Auricher durch Jan Sabath vor. Der Middelser Gyoksel Rasim kommt zu spät. Fotos: Helmut Vortanz
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Wie die Auricher Fußballer den Verlust „ihres Professors“ verkrafteten und Middels souverän auseinandernahmen. Entscheidung fiel kurz nach der Pause mit einem Kunstschuss.

Aurich - Traum geplatzt. Die Middelser Fußballer waren am Sonntagnachmittag zum Auricher Ellernfeld gereist, um das Verfolgerduell beim Zweiten zu gewinnen und den Abstand zur SpVg auf drei Zähler zu verringern. Daraus wurde nichts.

Nach dem Spiel sangen die Auricher Spieler erneut „Derbysieger, Derbysieger!“, wie schon am vergangenen Donnerstag nach dem Erfolg gegen Großefehn. Aurich gewann beide Spiele mit jeweils 3:0 Toren.

Hiobsbotschaften auf beiden Seiten

Dabei begann die Partie vor rund 250 Zuschauern auf dem Auricher Kunstrasen mit einer Hiobsbotschaft. Kapitän Klaas Folkerts, der den Spitznamen „der Professor“ trägt, verletzte sich beim Aufwärmen und war zum Zuschauen verdammt.

Handschlag nach dem Abpfiff zwischen den beiden Trainern Claudio Casto (links) und Tobias Ryl.
Handschlag nach dem Abpfiff zwischen den beiden Trainern Claudio Casto (links) und Tobias Ryl.

Viel heftiger erwischte es Middels. Trainer Tobias Ryl musste auf eine Handvoll Spieler krankheitsbedingt verzichten und hatte den einen oder anderen Fußballer dabei, der angeschlagen ins Duell des Zweiten gegen den Sechsten ging. Die Gäste zahlten Tribut, aber erst ab Mitte der ersten Hälfte. In der Anfangsphase standen die Middelser kompakt. Sie versuchten ihr Glück mit langen Bällen in die gegnerische Hälfte. Ein erfolgloses Angriffsrezept, denn die umsichtige Auricher Abwehr räumte alles ab, was irgendwie in die Nähe ihres Strafraumes kam.

Die Gastgeber standen tief und gut sortiert im Mittelfeld. Sie lauerten auf Ballverluste des Gegners. Sobald sie eine Middelser Angriffsaktion hinter der Mittellinie abgefangen hatten, ging die Reise rasch in Richtung Middelser Strafraum.

SpVg mit Tempo

Zweimal waren die Auricher damit erfolgreich. In der 24. Minute trieb Nico Möhle den Ball mit reichlich Tempo über die rechte Seite. Er passte quer auf Jan Sabath, der im Zentrum blank stand und den Ball problemlos ins leere Tor schob. 1:0 für Aurich. Das war der erste Streich von Sabath. Der zweite folgte nur wenige Minuten später. Diesmal über die linke Seite. Erneut nach einem Ballverlust der Middelser im Mittelfeld. Der schnelle Moustapha Camara zog davon, legte auf Jean-Pierre Bamezon, der die Kugel Sabath auflegte. Der Spieler mit der Rückennummer 24 bedankte sich mit seinem zweiten Treffer zum 2:0.

Der Middelser Torwart Siegfried John (rechts) verhinderte mit einigen Paraden eine höhere Niederlage seiner Elf.
Der Middelser Torwart Siegfried John (rechts) verhinderte mit einigen Paraden eine höhere Niederlage seiner Elf.

Und Middels? Zum einen kamen die Gäste nur selten in Strafraumnähe und zum anderen resultierten die Schüsse auf das Auricher Tor aus dem einen oder anderen Freistoß. Mehr nicht.

Es blieb bis zum Pausenpfiff beim Zwei-Tore-Vorsprung der Auricher.

Kunstschuss in den Winkel

Die Hoffnungen der Middelser, zu Beginn der zweiten Hälfte mit einem schnellen Anschlusstor noch die Wende einzuleiten, erfüllten sich nicht. Nach wenigen Minuten im zweiten Durchgang stellte der Auricher Dirk Frerichs mit einem feinen Freistoßtor auf 3:0. Ein 18-Meter-Schuss um die Mauer herum und oben in den linken Giebel des TuS-Tores hinein. Bäng! - Die Messe war gelesen. Der Middelser Trainer Ryl forderte von seiner Elf „Charakter zeigen“. Immerhin ließ Middels bis zum Abpfiff kein Gegentor mehr zu und kassierte laut Ryl „eine verdiente Niederlage“. Auch deshalb, weil seine Mannschaft „personell nicht in der Lage war, Aurich Paroli zu bieten.“

SpVg-Trainer Claudio Casto meinte: „Das war ein souveräner Auftritt. Wir haben gut kombiniert und die Tore schön herausgespielt.“

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