Brennholz der Gemeinde  Für die gerechte Verteilung sorgte die Glücksfee

| | 17.10.2024 20:35 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Glücksfee Fabienne Wempen (von links), Bürgermeister Thomas Erdwiens sowie Norbert Janssen und Ingo Dieken sorgten für einen korrekten Ablauf der Auslosung der zehn Brennholz-Lieferungen. Foto: Karin Böhmer
Glücksfee Fabienne Wempen (von links), Bürgermeister Thomas Erdwiens sowie Norbert Janssen und Ingo Dieken sorgten für einen korrekten Ablauf der Auslosung der zehn Brennholz-Lieferungen. Foto: Karin Böhmer
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Zehn Fuhren Brennholz hat der Südbrookmerlander Bauhof abzugeben. 264 Bürger meldeten Interesse an. Mit einigem Aufwand wurde das Holz nun verteilt.

Südbrookmerland - Brennholz ist ein begehrtes Gut – erst recht, wenn es nur 140 Euro für etwa fünf Kubikmeter inklusive Anlieferung kostet. Entsprechend hoch war das Interesse, als die Gemeinde Südbrookmerland das Holz, das bei Grünpflegearbeiten anfällt, anbot.

Früher war die Brennholzabgabe Teil einer Versteigerung, wo auch die Fundsachen, die aufgelaufen waren, mit unter den Hammer kamen. Zuletzt wählte die Gemeinde einen anderen Weg: 2022 sollten Interessierte zu einem bestimmten Termin eine E-Mail schicken. Die Verteilung sollte dann im Windhundverfahren erfolgen. Das ging gründlich schief, sagte Norbert Janssen am Donnerstag bei der diesjährigen Verlosung des Kaminfutters. Denn das vorhandene Brennholz war binnen 30 Sekunden weg. Es gab insgesamt etwa 500 E-Mails. Zeitweise brach der Server zusammen.

Bewerbungen wurden in Reihenfolge des Eingangs nummeriert

Im vergangenen Jahr fiel laut Bürgermeister Thomas Erdwiens so wenig Holz an, dass auf eine eigene große Verteilaktion verzichtet wurde. In diesem Jahr ist es wieder mehr Holz, nämlich voraussichtlich zehn Fuhren. 264 Meldungen dafür sind binnen wenigen Tagen eingegangen, sodass die Gemeinde sich zu einem transparenten Auslosungsverfahren im Ratssaal entschlossen hatte.

Janssen erläuterte das Vorgehen: Die Meldungen wurden in der Reihenfolge des Eingangs ausgedruckt, abgeheftet und nummeriert. Meldungen von Auswärtigen wurden dabei schon mal aussortiert. Zu den verbleibenden Zetteln wurden Lose gefertigt. Fabienne Wempen, Auszubildende im Rathaus, fungierte als Glücksfee. Aus Datenschutzgründen las Janssen nach einem Abgleich mit der Mappe dann nur den Vornamen und die Straße vor. Das Interesse der Bewerber an der Verlosung hielt sich ohnehin in Grenzen, nur sieben waren selbst anwesend.

Familie Leu konnte sich aber direkt vor Ort freuen, als der Zuschlag kam: Das Holz sei sehr günstig, freuten sich die Uthwerdumer.

Viermal Victorbur, dreimal Münkeboe, je einmal Uthwerdum, Theene und Moorhusen

Das Los fiel auf vier Bewerber aus Victorbur, drei aus Münkeboe und je einen aus Uthwerdum, Theene und Moorhusen. Wer Losglück hatte, bekommt laut Erdwiens bald Post von der Gemeinde. Zuvor werde noch geprüft, ob Name und Adresse zusammenpassten. Die Anlieferung erfolgt je nach Anfall des frisch geschlagenen Holzes. Das kann bis Februar dauern.

Für den Fall, dass Interessenten abspringen oder unerwartet viel Holz anfällt, sind zehn Ersatz-Bewerber gezogen worden. Sie bekommen jedoch nur Nachricht, wenn sie zum Zuge kommen.

Künftig werde voraussichtlich wieder versteigert, sagte Erdwiens. Der Aufwand sei geringer – allein bei der Auslosung waren sechs Mitarbeiter der Verwaltung anwesend – und der Ertrag wohl höher. Aller Voraussicht nach würden dann auch wieder Fundsachen mit versteigert, so der Bürgermeister.

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