Ex-WfB-Gebäude in Aurich-Georgsfeld Landkreis will Anwohner über neues Flüchtlingsheim informieren
Im ehemaligen WfB-Wohnheim an der Moordorfer Straße wird derzeit eine Bleibe für 30 Flüchtlinge eingerichtet. Den Betrieb ab 1. November übernimmt eine Organisation mit viel Erfahrung.
Aurich - Der Landkreis Aurich will die Anwohner der geplanten neuen Flüchtlingsunterkunft in Aurich-Georgsfeld über die Pläne informieren. „Entsprechende Informationsschreiben an die Anwohner sind versandt worden. Auch soll es zu gegebener Zeit eine Informationsveranstaltung geben, in der den Anliegern die Ausgestaltung der Unterbringung vor Ort präsentiert und Fragen beantwortet werden sollen“, teilte die Auricher Kreisverwaltung auf Anfrage dieser Zeitung mit.
Im Sozialausschuss des Landkreises war am Mittwoch berichtet worden, dass das ehemalige Wohnheim der WfbM in der Moordorfer Straße 124 als Flüchtlingsunterkunft für rund 30 geflüchtete Menschen angemietet werden soll. „Derzeit finden die Umbauarbeiten zur Herrichtung der Liegenschaft statt“, teilte der Landkreis mit. Geplant sei, die Einrichtung zum 1. November 2024 in Betrieb zu nehmen. Die Koordination des laufenden Betriebs wird den Angaben zufolge der Ortsverband Aurich der Johanniter-Unfall-Hilfe, der bereits auf dem ehemaligen Kasernengelände mit dem Landkreis Aurich zusammenarbeitet, übernehmen.
Kreis sah Handlungsbedarf für weitere Kapazitäten
Zwar habe der Landkreis in den vergangenen zwei Jahren an unterschiedlichen Standorten, insbesondere auf dem ehemaligen Auricher Kasernengelände, Flüchtlingsunterkünfte errichtet. Zudem werde versucht, die Menschen schnellstmöglich in eigenständigen Wohnraum zu vermitteln.
Doch: „Da die Kapazitäten begrenzt sind und die Anmietung der verschiedenen Unterkünfte mit unterschiedlich befristeten Laufzeiten erfolgt, gestaltet sich die Unterbringung insgesamt allerdings zunehmend schwieriger. Aus diesem Grund besteht nach wie vor Handlungsbedarf“, heißt es aus dem Kreishaus.
Ortsbürgermeisterin will auch Vereine einbeziehen
Die Ortsbürgermeisterin von Georgsfeld/Tannenhausen, Gerda Küsel (SPD), sagte auf Anfrage, es sei wichtig, die Anwohner vor Ort einzubeziehen und zu informieren. Schließlich sei es eine neue Situation in der Nachbarschaft. Auch mit dem unmittelbar benachbarten Boßelverein und dem Schützenverein wolle sie Gespräche und einen „Begrüßungstee“ für die neuen Bewohner organisieren. Im Ortsrat sollte das Thema ebenfalls auf die Tagesordnung. „Es ist wichtig, Transparenz zu schaffen“, betonte Küsel auch in Richtung der Kreisverwaltung.