Aldi-Neubau in Moordorf Neuer Markt kommt mit Verspätung
Eigentlich wollte Aldi schon vor Monaten die Genehmigung für die neue Filiale in Moordorf haben. Daraus wurde jedoch nichts. So ist der aktuelle Stand der Planungen.
Moordorf - Spätestens Ende 2023 sollte die Baugenehmigung für den geplanten Aldi-Neubau in Moordorf vorliegen. Damit hatten die Planer rund ein Jahr zuvor gerechnet und diesen Zeitpunkt seinerzeit in einer Sitzung des Südbrookmerlander Bauausschusses genannt. Doch seitdem ist es um das Projekt ruhig geworden. Seit Donnerstag sind nun neue Details bekannt. Wichtigste Nachricht: Die Planungen gehen weiter und Aldi hält an seinen Neubau-Plänen fest.
Wie berichtet, soll direkt neben dem jetzigen Markt eine neue Filiale mit gut 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche entstehen. Auch ein größeres Lager und ein eigener Bereich für die Marktbäckerei seien geplant, hieß es bei einer ausführlichen Vorstellung des Projektes im November 2022. Die für Ende vergangenen Jahres erhoffte Baugenehmigung dürfte jedoch noch nicht vorliegen. Es gibt nämlich noch keine gültige Bauleitplanung. Die dafür nötigen Unterlagen können seit Donnerstag im Rathaus sowie auf der Internetseite der Gemeinde Südbrookmerland eingesehen werden.
Entwässerung ist großes Thema
Darin enthalten sind einige Details zu den Planungen. Beispielsweise zum Lärmschutz der umliegenden Grundstücke, zur geplanten Parkplatzsituation und zu den Vorgaben der Raumordnung. Auch Umweltgutachten wurden beigefügt.
Ein Thema, das bereits bei der Vorstellung der Pläne 2022 auftauchte, ist auch die Entwässerung. Schließlich wird durch den Neubau des Marktes eine große Grünlandfläche versiegelt. Regenwasser, das dort sonst versickern könnte, muss über die bestehende Entwässerungssysteme abgeleitet werden. Im Wesentlichen soll dies über den Moordorfer Schloot erfolgen, der südlich an das Grundstück grenzt. Damit Wassermassen bei Starkregen nicht mehr oder weniger unkontrolliert in den Graben abfließen und dann möglicherweise andernorts für Probleme sorgen, ist eine Regenrückhaltung geplant. Einerseits soll diese über ein offenes Regenrückhaltebecken mit einem Volumen von knapp 41 Kubikmetern erfolgen. Andererseits über ein sogenanntes Rigolensystem unterhalb des Parkplatzes mit etwa 175 Kubikmetern Fassungsvermögen. Von diesen Systemen aus sollen dann maximal zwei Liter Wasser pro Sekunde an die öffentlichen Netze abgegeben werden, so der Plan. Dies soll über mehrere sogenannte Drosselbauwerke sichergestellt werden, wie aus den Unterlagen hervorgeht.
Das passiert mit dem alten Standort
Pläne für die künftige Nutzung des bisherigen Aldi-Marktes gibt es ebenfalls schon. Nach dem Umzug des Lebensmitteldiscounters in den Neubau wird in das bestehende Gebäude der Sonderpostenmarkt Wreesmann einziehen. Was wiederum aus dem bestehenden Wreesmann-Markt an der Zingelstraße wird, ist öffentlich bislang nicht bekannt geworden.
Die Planunterlagen für den Aldi-Neubau in Moordorf liegen bis einschließlich 29. Oktober öffentlich aus. In dieser Zeit besteht für jedermann die Gelegenheit, zu den Planungen Stellung zu nehmen. In der Folge werden die eingegangenen Stellungnahmen abgewogen, wie es in der Behördensprache heißt. Das bedeutet: Die Planer befassen sich mit den angesprochenen Punkten und entscheiden darüber, ob diese im weiteren Verlauf berücksichtigt werden. Eingesehen werden können die Unterlagen entweder direkt im Rathaus oder im Internet unter www.suedbrookmerland.de.