Schlagabtausch über Politik Kreis-CDU nennt Habeck-Besuch in Ostfriesland „ohne Substanz“
Der Vizekanzler besuchte jüngst VW in Emden und Enercon in Aurich. CDU-Bundestagskandidat Dr. Joachim Kleen attackiert SPD und Grüne – und hofft zum Beispiel auf E-Fuels.
Aurich - Nach dem Besuch von Vizekanzler und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) in Ostfriesland übt der Chef des CDU-Kreisverbandes, Dr. Joachim Kleen, scharfe Kritik. „Dieser Besuch hat keinen echten Beitrag zur Lösung der drängenden Probleme vor Ort geleistet“, schreibt der CDU-Bundestagskandidat für den Wahlkreis Aurich-Emden in einer Mitteilung. „Um die Zukunft von VW zu sichern, sind sofortige Maßnahmen nötig, um drohende Entlassungen abzuwenden. Wir in Ostfriesland dürfen uns nicht mit leeren Versprechungen abspeisen lassen“, so Kleen.
Es sei wichtig, auch alternative Antriebe wie die sogenannten E-Fuels und Wasserstoff in die Diskussion einzubeziehen, meint Kleen. Die aktuelle Politik ignoriere diese Ansätze und gefährde damit die Wettbewerbsfähigkeit der Region. Kleen fordert von der Bundesregierung eine Senkung der Energiepreise und eine „umfassende Strategie zur Förderung erneuerbarer Energien“. „Ein klarer Kurswechsel ist nötig, um den Bedürfnissen der Menschen und der Industrie gerecht zu werden“, so der CDU-Mann.
Attacken gegen SPD und Grüne
Zudem kritisiert Kleen die SPD: „Sie kümmert sich nicht um die drängenden Sorgen der Bürger. Stattdessen verlieren sie sich in ideologischen Debatten, während unsere Industrie vor großen Herausforderungen steht. Die SPD hat in der Wirtschaftspolitik versagt und die Menschen in unserer Region im Stich gelassen“, meint Kleen.
Aus Sicht des CDU-Mannes sei zudem eine Zusammenarbeit mit den Grünen nicht möglich: „Sie setzen auf Verbote und eine Ideologie, die an der Realität der Menschen vorbeigeht. Mit dieser Haltung kann man keine zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik betreiben.“ Kleen hofft bei der Bundestagswahl 2025 auf einen „dringend benötigten politischen Wechsel“.
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hatte am unter anderem die Papenburger Meyer-Werft, ein EWE-Projekt in Emden, das Emder VW-Werk und den Auricher Windkraftanlagenhersteller Enercon besucht.