Viel Arbeit für Bauamt Zahlreiche Baustellen in Südbrookmerland
Über Arbeitsmangel kann sich das Südbrookmerlander Bauamt nicht beklagen. Es gibt viele Projekte. Aber nicht überall läuft es glatt.
Südbrookmerland - Zahlreiche Baustellen beschäftigen nach wie vor das Team des Südbrookmerlander Bauamtes. Das wurde am Donnerstag in der Sitzung des Bauausschusses deutlich. Sowohl im Hoch- als auch im Tiefbau ist die Gemeinde aktiv. In Ostvictorbur gibt es wegen eines Projekts jedoch Frust.
Feuerwehrhaus soll im Frühjahr fertig sein
Die Liste war lang: Stellvertretender Bauamtsleiter Frank Süßen und Antje Borchert, Architektin bei der Gemeinde, brauchten eine ganze Weile, um ihren Überblick über die verschiedenen Hochbauprojekte zu geben. Dabei konzentrierten sich beide vor allem auf die größeren Projekte, die bereits laufen, oder aktuell vorbereitet werden. Beispielsweise wurde das Feuerwehrhaus in Victorbur genannt, das mehr und mehr Gestalt annimmt. Voraussichtlich im Frühjahr 2025 soll es an die Einsatzkräfte übergeben werden. Interessant: Statt der bisher geplanten drei Stellplätze für Einsatzfahrzeuge, ist das Gebäude künftig für vier Fahrzeuge ausgelegt. Hintergrund ist die geplante Zentralklinik in Uthwerdum. Unter anderem wegen dieses Projekts soll laut Brandschutzbedarfsplan in Victorbur eine Drehleiter stationiert werden. Weil der Klinikbau während der Planungsphase des Feuerwehrhauses noch nicht endgültig beschlossen war, plante man zunächst ohne die Drehleiter. Uwe Harms (FDP) wollte vom Bauamt wissen, wie hoch die Mehrkosten für den zusätzlichen Stellplatz sind. Süßen beziffert diese auf etwa 450.000 bis 500.000 Euro. Allerdings würden diese später von der Klinik-Trägergesellschaft erstattet.
Camping-Waschhaus bald wieder nutzbar
Ein weiteres großes Projekt steht laut Süßen kurz vor dem Abschluss. Bei der Sanierung und Umgestaltung des Sanitärgebäudes auf dem Campingplatz am Großen Meer laufen demnach die Fliesenarbeiten. Wie berichtet, wird das Gebäude komplett modernisiert und erweitert. Das war einerseits nötig, um den Gästen den heutzutage üblichen Standard zu bieten. Andererseits drohte in dem Jahrzehnte alten Gebäude der Verlust der Nutzungsgenehmigung, was zugleich einen Verlust von Stellplätzen auf dem Campingplatz bedeutet hätte. Laut Süßen sollen die Arbeiten noch im Herbst abgeschlossen werden, sodass das neue Gebäude zur kommenden Saison zur Verfügung steht.
Eines der größten anstehenden Projekte ist der Neubau einer Kindertagesstätte mit fünf Gruppen in Neu-Ekels. Auf einer Freifläche hinter der früheren Grundschule soll der Bau entstehen. Demnächst, so Bauamtsleiter Konke Wienekamp, werde der Bauantrag auf den Weg gebracht. Einen Termin für den Baubeginn konnte er noch nicht nennen. Noch nicht abschließend geklärt sind außerdem die Kosten. Für das Gebäude selbst rechnet die Verwaltung derzeit mit knapp 3,4 Millionen Euro. Hinzu kommen aber beispielsweise noch die Einrichtung und die Gestaltung des Außenbereichs.
Frust am Alander Weg in Ostvictorbur
Zu den genannten Projekten kommen noch eine ganze Reihe weiterer Baumaßnahmen. Beispielsweise die Umgestaltung des Schulhofs der IGS in Moorhusen sowie mehrere Umbauten von Grundschulen und Kitas aus Brandschutzgründen.
Der Ausschuss beschäftigte sich am Donnerstag außerdem mit weiteren Straßensanierungen. Zu diesem Punkt hatte es sowohl in der ersten als auch in der zweiten Einwohnerfragestunde Wortmeldungen aus der Einwohnerschaft gegeben. Und zwar von Matthias Harbig. Der Anwohner des Alander Weges mahnt seit Jahren die Sanierung der maroden Straße vor seinem Haus an. Trotz Zusagen und der Bereitstellung von Geldern sei bis heute in Sachen Straßensanierung nichts passiert. Im Gegenteil: Weil im Auftrag des Energienetzbetreibers EWE neue Leitungen verlegt wurden, habe sich die Situation sogar noch verschlechtert. Teile der Straßen seien geöffnet und mit Blick auf die geplante Sanierung nur mit Schotter verfüllt worden. Konke Wienekamp kündigte noch für diese Woche die Veröffentlichung der Ausschreibung für die Arbeiten an. Die seien aber sehr umfangreich. Zwar könnten die Bauarbeiten möglicherweise noch in diesem Jahr starten. Eine Weile müssten die Anwohner aber noch mit der Situation leben. Immerhin: Wienekamp sagte zu, dass die Gemeinde die Schotterflächen im Auge behalten und bei Bedarf zügig nachschottern werde.