Markant wird zu Combi Übergangslösung für Supermarkt in Riepe gesucht
Während der einjährigen Umbauzeit vom Markant zu einem Combi-Markt, soll es trotzdem ein Warenangebot von Bünting in Riepe geben. Dafür wird noch nach einem geeigneten Ort gesucht.
Ihlow - Rund ein Jahr lang wird es voraussichtlich dauern, bis der Markant-Markt an der Emder Straße in Riepe zu einem Combi-Markt umgebaut ist. Für diese Übergangszeit wird derzeit noch ein Zwischenlösung gesucht. Man sei mit mehreren Parteien dabei, eine Interimslösung auszuloten, sagte Jasmin Cirksena, bei der Leeraner Bünting-Gruppe für Expansion zuständig, am Dienstagabend im Bauausschuss der Gemeinde Ihlow.
Sie stellte dort das bereits seit längerem geplante Bauvorhaben vor. Dort, wo jetzt der Markant-Markt am Halten Handelsplatz steht, soll ein neuer, moderner Combi-Markt gebaut werden. Die Verkaufsfläche vergrößert sich laut Cirksena um rund 200 Quadratmeter auf dann rund 1060 Quadratmeter. Statt wie bisher 12.000 Artikel soll es künftig 18.000 Artikel zu kaufen geben. Aus 76 Parkplätzen sollen 87 werden – und die Bäckerei soll von 20 auf 61 Quadratmeter wachsen, vielleicht auch mit Außenplätzen, so Cirksena. Außerdem soll es zwei Ladesäulen für Elektroautos geben – in Zusammenarbeit mit dem Energiekonzern Vattenfall.
Der neue Supermarkt werde eine ähnliche Optik haben wie der Markt in Ihlowerfehn, mit viel Glas im Eingangsbereich, der wie bisher zur Emder Straße ausgerichtet sein wird. Insgesamt betreibt Bünting rund 200 Combi- und Famila-Märkte in Nordwestdeutschland.
Bis Herbst 2025 soll Bauantrag gestellt werden
Bis zum Herbst 2025 will Bünting den Bauantrag stellen, sagte Expansionsmanagerin Cirksena. Mit der Neueröffnung sei dann nach rund einem Jahr Bauzeit zu rechnen. Je nachdem, wann die Baugenehmigung kommt, könnte der Markt also wohl 2027 stehen.
Zwar gibt es in Riepe für die Nahversorgung noch einen Netto-Discounter im Gewerbegebiet sowie in rund zehn Kilometern Entfernung den Combi-Markt in Ihlowerfehn. Doch in den rund zwölf Monaten Bauzeit soll es auch für den Markant/Combi-Markt eine Interimslösung geben.
„Falls jemand noch eine tolle Idee hat, wo das möglich ist, kann er sich gerne an uns wenden“, sagte Jasmin Cirksena. Möglich wären sowohl die Anmietung eines Gebäudes, einer Halle – oder auch ein Verkaufszelt. Für ein Gebäude bräuchte man rund 800 Quadratmeter Fläche und 40 Parkplätze sowie eine Strom-, Wasser-, Gas- und Internetversorgung. Für ein Zelt wären rund 3500 Quadratmeter Fläche notwendig.
Markt-Inhaber Uphoff: „Werden alle Mitarbeiter mitnehmen“
Der Inhaber des Markant-Marktes, Arend Uphoff, betonte auf Nachfragen im Ausschuss, man werde alle Mitarbeiter in den neuen Combi-Markt mitnehmen. Der 56-Jährige betonte, die Modernisierung sei ein „wichtiger Schritt“. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“, so Uphoff. Das Betreibermodell sei künftig zwar etwas anders als bisher. Die Mitarbeiter würden, wenn es soweit ist, wohl neue Verträge erhalten. Doch dadurch werde es für diese keine Nachteile geben.
Auch Bünting-Mitarbeiterin Cirksena betonte: „Es werden keine Arbeitsplätze gefährdet.“
Der Riepster Ortsbürgermeister Hannes Langer betonte, es sei wichtig, dass der Supermarkt erhalten bleibe und auch die Familie Uphoff weiter aktiv bleibt.
Bürgermeister: „DNA des Marktes ändert sich nicht“
Gemeinde-Bürgermeister Arno Ulrichs sagte, der bisherige Markant-Markt sei mit 800 Quadratmetern „perspektivisch nicht mehr existenzfähig“. Die Planung habe sich lange hingezogen. „Nun aber mussten wir Dampf machen, um Fristen einzuhalten.“ Ulrichs betonte: „Die DNA des Marktes verändert sich nicht. Familie Uphoff bleibt drin.“
Aus den Reihen der Einwohner kam im Ausschuss auch noch die Nachfrage, ob der Schlachter aus dem derzeitigen Markant-Markt erhalten bleibe. „Der ist top“, hieß es.
Arend Uphoff sagte, die Fleischereitheke solle definitiv erhalten bleiben. Ob es eine solche in der Übergangszeit in der Interimslösung geben werde, sei aber angesichts vieler Hygiene-Vorschriften eher fraglich.