Schäden an Spielplätzen Gemeinde Südbrookmerland zieht bei Vandalismus die Zügel an
In der Ferienzeit ist auf einigen Spielplätzen wieder einiges kaputtgegangen. Die Gemeinde denkt nicht nur über Betretungsverbote nach.
Südbrookmerland - Eine härtere Gangart will die Gemeinde Südbrookmerland auf drei Spielplätzen in Moordorf und Victorbur einlegen. Verstöße gegen die Regeln sollen schwieriger werden. Auch um Sanktionen geht es.
Dazu wurden mehrere Ansätze erdacht. Sollte dies nicht fruchten, sollen außerhalb der Spielzeiten verstärkt Sicherheitsdienste eingesetzt werden. Auch Betretungsverbote und deutliche Veränderungen an der Einfriedung sind angedacht. Anlass der Verschärfung sind Vandalismusfälle und spätabendliche Treffen in den Ferien.
Wie Bürgermeister Thomas Erdwiens (FWG) mitteilte, hat am Mittwoch ein Treffen der vor einiger Zeit eigens eingerichteten Arbeitsgruppe zu den Problemen am Spielplatz Schwanenweg in Moordorf stattgefunden.
Verankerungen an den Spielgeräten wurden schon gelöst
Schon in der Vergangenheit kam es auf dem 2020 eröffneten Leuchtturmspielplatz immer wieder zu Vandalismus, verbunden mit der Begehung von Straftaten und Ordnungswidrigkeiten. Verankerungen an den Spielgeräten wurden gelöst, Spielgeräte beschmiert, Müll oder Glasscherben verteilt und die vorhandenen Bänke und Tische zerstört. Auch von Ruhestörungen, Beleidigungen und sogar Bedrohungen wurde berichtet.
Im Oktober 2022 wurde daher eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen. Die Gruppe, bestehend aus Mitarbeitern der Verwaltung, dem Präventionsbeauftragten der Polizei Aurich-Wittmund, Beamten der lokalen Polizeistation, Jugendpfleger Karl Echterhof, der Bauhofleiter sowie Ortsvorsteher Stefan Kleinert, tagte nun erneut. In den Ferien habe es erneut gravierende Probleme gegeben, so Erdwiens. Aber nicht nur am Schwanenweg, sondern auch am Mehrgenerationenplatz und am Kitaspielplatz am Schultrift, auf dem Leuchtturmspielplatz Beethovenstraße und an anderen Orten im Gemeindegebiet.
Polizei sieht keine besonderen Auffälligkeiten
Zunächst wurde dabei laut Erdwiens eine Bestandsaufnahme der jüngsten Vorkommnisse gemacht. Laut polizeilicher Statistik sei es nicht zu auffallend vielen Problemen gekommen. Die Spielplätze in Moordorf und Victorbur seien für die Polizei nicht auffällig.
Dennoch bewertete der Arbeitskreis die Zerstörung und Vermüllung als Belastung für Anwohner, aber auch für die Eltern, die mit ihren Kindern die Spielplätze nutzen wollen.
Deshalb sollen nun folgende neue Maßnahmen ergriffen werden: Am Spielplatz Schwanenweg soll die Beleuchtung verbessert und die Einfriedung radikal zurückgeschnitten werden.
„Zugangsfeindliche Pflanzen“ sollen fernhalten
Stattdessen sollen „zugangsfeindliche Pflanzen“ gesetzt werden, wie Erdwiens es formuliert. Zudem sollen zusätzliche Mülleimer aufgestellt und Schilder montiert werden, die Kraftfahrzeuge und Pferde auf der Spielplatzfläche verbieten. Der Zaun im Eingangsbereich könnte vielleicht erhöht werden.
Auf dem Mehrgenerationenplatz sollen Schilder zum Verbot von Alkoholkonsum, Drogen und dem Befahren der Fläche mit Kraftfahrzeugen angebracht werden. Dafür soll es eine Abstellfläche für Mofas, Roller und Fahrräder geben. Zusätzliche Mülleimer sollen aufgestellt und Umlaufsperren installiert werden.
Am Spielplatz Beethovenstraße soll die Beleuchtung ebenfalls verbessert und weitere Mülleimer sollen aufgestellt werden. Es soll geprüft werden, ob ein Zaun aufgestellt wird. Der Erdwall im hinteren Bereich soll vielleicht abgetragen werden.
All diese Maßnahmen sollen in ihrer Wirksamkeit ständig überprüft werden. Sollten sie nicht ausreichen, sind laut Erdwiens weitere Verschärfungen angedacht. Dann könnte ein Sicherheitsdienst die Bereiche regelmäßig überwachen. Der Spielplatz am Schwanenweg könnte zudem wieder verschwinden und an eine andere Stelle in Moordorf verlegt werden, wenn der Gemeinderat einverstanden ist.
Abmahnungen und Ahndungen
Generell soll der Spielplatz am Schwanenweg im Herbst und Winter nur von 8 bis 18 Uhr geöffnet bleiben. Jetzt im Sommer gilt laut Schild, dass die Nutzung in der Dunkelheit, spätestens aber nach 20 Uhr verboten ist. Außerhalb dieser Uhrzeiten herrscht ein generelles Betretungsverbot. Und nur unter 14-Jährige sollen den Platz nutzen dürfen – in Begleitung ihrer Eltern. Mitarbeiter der Verwaltung sollen regelmäßige Kontrollen vornehmen.
Wer widerrechtlich auf dem Spielplatz ist oder die Regeln missachtet, soll künftig mit Abmahnung und im Wiederholungsfall mit Ahndungsmaßnahmen rechnen müssen. Verwaltung und Polizei sollen dabei weiterhin eng zusammenarbeiten. Sowohl am Schwanenweg als am für den Mehrgenerationenplatz wurden lauz Erdwiens bereits Betretungsverbote ausgesprochen.