Debatte im Ortsrat Aurich-Kernstadt Keine Mehrheit für Gratis-Parken an Markttagen
Die AWG-Fraktion wollte mit dem Vorschlag die Auricher Marktleute stärken. Doch die meisten anderen Ortsrats-Mitglieder glauben nicht an einen positiven Effekt.
Aurich - Zumindest im Ortsrat Kernstadt ist der Vorschlag des kostenlosen Parkens an Wochenmarkttagen bis 14 Uhr durchgefallen. Einen entsprechenden Antrag hatte Richard Rokicki (AWG) in dem Gremium gestellt. „Die Marktbeschicker kämpfen ums Überleben. Wir müssen sie stärken“, erklärte Rokicki.
Heiko Kruse-König (Grüne) sagte: „Das ist das völlig falsche Signal. Diejenigen, die zum Wochenmarkt gehen, haben kein Problem mit den Parkgebühren.“ Aus seiner Sicht lasse die Stadt Aurich bei Parkgebühren sogar noch zu viele Einnahmen liegen, so Kruse-König.
Kranz: „Unsere Gebühren sind gut in Balance“
Auch Rolf Stemmler (CDU) sagte: „Ob ich damit Touristen aus Dornum zum Wochenmarkt nach Aurich kriege, wage ich zu bezweifeln.“ Zudem sei die Frage, wo man mit der Subventionierung anfange und wo man aufhöre. „Wir könnten auch das Parken beim Kinderfest subventionieren“, gab Stemmler ein Beispiel.
Unterstützung bekam Richard Rokicki mit seinem Vorschlag lediglich von Gabriele Schapp (CDU): „Eine Förderung des Wochenmarkts ist eine Förderung der Innenstadt. Das wäre Werbung, das sollte man nutzen“, sagte sie. Gerade viele ältere Bürger seien auf das Auto angewiesen.
Werner Kranz (GFA) hielt dagegen: „Parkgebühren als Werbemittel führen nicht zum gewünschten Ergebnis. Unsere Gebühren sind derzeit gut in Balance.“ Viel wichtiger sei, genügend Parkplätze in der Innenstadt anzubieten, so Kranz. Im Übrigen werde die neue Gastronomie in der Markthalle noch einmal einen ganz eigenen „Magnetismus“ entwickeln, ist Kranz überzeugt. Am Ende fiel der AWG-Vorschlag deutlich durch. Nur Rokicki und Schapp stimmten dafür, die anderen sieben Ortsratsmitglieder lehnten ihn ab.