Ermittlungen abgeschlossen Anklage wegen Mordes in Hage erhoben
Mit einem Küchenmesser soll ein 32-jähriger Norder mehrfach auf eine 65-jährige Bekannte eingestochen haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einer besonderen Grausamkeit aus.
Aurch/Hage - Wegen Mordes hat die Staatsanwaltschaft Aurich jetzt Anklage gegen einen 32-jährigen Mann aus Norden erhoben. Er soll in der Nacht vom 20. auf den 21. Januar 2024 eine 65 Jahre alte Frau in ihrem Wohnhaus in der Harringastraße in Hage getötet haben.
Wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, soll der Mann, der zum engeren Bekanntenkreis des Opfer zählte, zunächst mit der Frau in Streit geraten sein. In dessen Verlauf habe er den Entschluss gefasst, sie zu töten. Dazu soll der 32-Jährige ein Küchenmesser ergriffen und der Frau mehrere Stich- und Schnittverletzungen im Bereich des Kopfes, des Halses und des Oberkörpers zugefügt haben. Das Opfer verstarb laut Anklage grausam infolge Verblutens. Durch diese Art der Tatbegehung werde das Mordmerkmal der Grausamkeit erfüllt, erklärte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, Jan Wilken, auf Nachfrage.
Die Verstorbene wurde am 22. Januar 2024 durch einen Zeugen entdeckt, der durch die Katzenklappe des Wohnhauses die Leiche erkennen konnte. Aufgrund der Auffindesituation wurde sofort von einem Tötungsdelikt ausgegangen. Ein möglicher Täter konnte zunächst jedoch nicht ermittelt werden, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Erst im Verlauf des Verfahrens verdichteten sich die Indizien gegen den 32-Jährigen, woraufhin er am 27. März 2024 durch Beamte der Polizeiinspektion Aurich/Wittmund vorläufig festgenommen wurde. Gegen ihn wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Aurich Haftbefehl erlassen. Der 32-Jährige sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Anklage wurde vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Aurich erhoben. Dieses hat noch nicht über die Eröffnung des Hauptverfahrens entschieden. Ein möglicher Verhandlungstermin steht demnach noch nicht fest.