Wasserrohre für Uthwerdum Arbeiten für Schutz- und Regenwasser kurz vor dem Abschluss
Im Fichtenweg in Südbrookmerland liegen nicht nur neue Leitungen für Schmutz- und Regenwasser. Der OOWV sorgte auch für das Abwasser der geplanten Zentralklinik vor.
Uthwerdum - Gut ein halbes Jahr haben die Bauarbeiten im Fichtenweg in Uthwerdum gedauert. Nun stehen sie nach Angaben des Südbrookmerlander Bauamtsleiters Konke Wienekamp kurz vor dem Abschluss. Noch im Juli werde die Firma F. Heyen aus Ihlow voraussichtlich fertig.
Die Baustelle ist ein Gemeinschaftswerk: Der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOWV) lässt dort auf einer Strecke von 155 Metern die erneuerungsbedürftige Schmutzwasserleitung aus Asbestzement gegen ein neues Rohr austauschen. Das ursprüngliche Kanalrohr stammt aus den 1970er-Jahren.
Gemeinde verbesserte Oberflächenentwässerung
Bei der Erneuerung dieser Leitung hat der OOWV die Gelegenheit genutzt und einen Teil der geplanten Druckleitung für das Abwasser der Zentralklinik gleich mit verlegt. Sie soll im Fichtenweg in etwa den gleichen Verlauf wie die andere Leitung haben und das Klinik-Abwasser zu einer eigenen Kläranlage führen, die neben das bestehende Klärwerk Uthwerdum gebaut werden soll. Für seine Arbeiten musste der OOWV Teile des Fichtenweges öffnen. Im Bereich der Baugrube wurde auch der Untergrund erneuert.
Die Gemeinde hat sich zu dem Projekt hinzugesellt, weil auch der Regenwasserkanal erneuert werden sollte. Die Oberflächenentwässerung wurde nun verbessert, indem das dort verlegte 200 Millimeter große Rohr durch eines mit 300 Millimetern Durchmesser ersetzt wurde.
Witterung behinderte die Arbeit zeitweise
Die Straße sollte ursprünglich zwischen den Hausnummern 10 und der Einmündung in den Schwalbenweg saniert werden. Der Bauausschuss der Gemeinde beschloss dann aber, auch noch die Verrohrung bei den Hausnummern 11, 9 und 8 erneuern zu lassen, da auch dort die Straße in schlechtem Zustand war und neu gepflastert werden sollte. „Im ersten Quartal verliefen die Arbeiten witterungsbedingt schleppend“, teilte Konke Wienekamp auf die Frage nach Problemen durch die anhaltenden Regenfälle mit.
Auch fielen sie offenbar etwas größer aus, als zunächst geplant: In der Kurve vor Haus Nr. 8 wurden weitere Oberflächen in Mitleidenschaft gezogen. „Dies hält sich für solche Baumaßnahmen im üblichen Rahmen“, so der Bauamtsleiter. Ein Teilbereich der Sanierung sei aufgrund von Fremdleitungen besonders anspruchsvoll gewesen. Das war laut Wienekamp aber im Vorfeld bekannt. Er äußerte sich zufrieden: „Insgesamt konnten durch die gemeinsame Verlegung Synergien genutzt werden.“
Derzeit werden weitere Leitungen für die Zentralklinik verlegt
Die Druckleitung für das Klinikabwasser reicht vom Schwalbenweg bis zur Uthwerdumer Straße. Sie ist laut OOWV-Sprecher Heiko Poppen auf dem Abschnitt 200 Meter lang und führt nicht nur unter dem Fichtenweg, sondern auch unter einer Gehwegverbindung zwischen der Siedlungsstraße und der K 115 hindurch. „Die Firma Spie agiert im Auftrag des Klinikums und ist an der K 115 aktiv“, so Poppen. „Für den OOWV ist die Maßnahme beendet.“
An der Uthwerdumer Straße arbeitet unterdessen die Firma Spie Versorgungstechnik weiterhin unter Vollsperrung an der Verlegung einer neuen doppelten Stromtrasse für die Klinik sowie einer neuen Gasleitung und der Druckleitung für die Klinikabwässer. Die Baustelle bewegt sich seit Ende Juni durch die Kreisstraße. Von der Bushaltestelle an der Bundesstraße ausgehend wühlen sich die Bauarbeiter im Grünstreifen zwischen Fahrbahn und Radweg in Richtung Fichtenweg. Inzwischen sind sie in etwa auf Höhe der Gehwegverbindung zum Lilienweg angekommen.