Das Manuskript liegt vor Landkreis Aurich plant Buch über Corona-Zeit
Das Buch soll laut Landrat Olaf Meinen eine „kritische Einschätzung“ der Pandemie bieten. Die Grünen im Kreis sehen das Projekt kritisch.
Aurich - Ein Buch über die Corona-Pandemie im Landkreis Aurich hat die Kreisverwaltung in Auftrag gegeben. Das Budget dafür liegt bei rund 12.000 Euro. Einen entsprechenden Beschluss des nicht-öffentlich tagenden Kreisausschusses (KA) vom 24. April bestätigte Landrat Olaf Meinen in der Sitzung des Kreistags am Montag auf Nachfrage von Gila Altmann (Grüne).
Die Pandemie sei eine „herausfordernde Zeit“ auch für den Landkreis Aurich gewesen, in der man zugleich vieles gelernt habe, erklärte Meinen. In dem Buch gehe es um eine umfassende inhaltliche Aufarbeitung, aber auch um eine kritische Einschätzung. „Das ist ein zeitgeschichtliches Dokument“, so Meinen. Wie Landkreis-Sprecher Rainer Müller-Gummels auf Nachfrage dieser Zeitung bestätigte, ist für die Buchveröffentlichung ein Kostenvolumen von rund 12.000 Euro erforderlich. Meinen sagte, das Buch werde aus seinem Landrats-Budget finanziert. Das Manuskript liege bereits vor, eine Veröffentlichung sei noch dieses Jahr geplant.
Sorge vor allzu positivem Fazit
Verfasser ist den Angaben zufolge der ehemalige ON-Redakteur Wolfgang Witte. Die Pressestelle und das Medienzentrum des Landkreises Aurich übernehmen die Buchgestaltung, heißt es.
Die Grünen sehen das Projekt kritisch, wie Gila Altmann auf Nachfrage sagte. Sie frage sich, was als Ergebnis dabei herauskommen soll und fürchtet, dass es am Ende ein allzu positives Fazit stehen werde. Die Ausgabe von 12.000 Euro sehe sie angesichts von Kürzungen gerade im Sozialbereich sehr kritisch.