Fußball-WM in Wales Fußballoldies setzen auf Teamgeist und neues Logo
Zur WM in Wales haben sich die Kickersenioren auch einen neuen Namen verpasst. Ihre Erwartungen sind hoch. Die DFB-Elf ist ihr Maßstab.
Ostfriesland – Wer die Bezeichnung „German Veterans“ hört, der dürfte schnell altgediente Soldaten vor Augen haben und wohl seltener an Fußballer denken. Aber genau darum geht es. Zwei ostfriesische Fußballteams der U70 und U75 nehmen an der WM vom 20. bis 23. August in Cardiff (Wales) teil (die ON berichteten).
Wappen auf der Brust
Das Projekt lief bisher unter dem Namen „Team Deutschland“, erzählt Franz Krieger, einer der Organisatoren, im Gespräch mit den Ostfriesischen Nachrichten. Aber dabei blieb es nicht. Die Suche nach einem eigenen Namen mit internationalem Klang führte schließlich zu „German Veterans“ im Sinne von deutschen Fußballveteranen. Schnell hatte der Hauptsponsor ein Logo gefunden: Ball in Schwarz-Weiß mit goldenen Schwingen versehen. Darüber German in schwarzen Buchstaben und Veterans in weißen Buchstaben auf rotem Hintergrund.
Die Fußballherren waren zufrieden. Krieger sagt: „Wir spielen bei diesem Turnier unter dem Namen „German Veterans“ und tragen mit Stolz das Ostfrieslandwappen auf der Brust.“
Zwei Monate vor Turnierbeginn starten die Mannschaften nach Aussage von Krieger mit dem Feinschliff. „Kondition und Ballgefühl kann man kaum verbessern, aber Pässe und Doppelpässe sowie Laufwege der Spieler und die allgemeine Fitness, da können wir noch einiges tun. Besonders bei der U75“, meint Krieger.
Team mit größerer Reichweite
Alle zwei Wochen stehen Training oder Testspiele auf dem Programm. Es sei manchmal kompliziert, immer alle Spieler vor Ort zu haben, gibt Krieger zu bedenken. Grund: Ein großer Teil der Spieler kommt zwar aus Ostfriesland, aber es gibt auch einige von außerhalb. Emsländer, Ammerländer, Oldenburger und drei Spieler aus dem Raum Hannover gehören dazu. In Sachen Testspiele meint Krieger: „Es ist natürlich schwierig, Gegner für die U70 zu finden, aber noch schwieriger ist es, U75 Mannschaften zu bekommen. So müssen wir immer wieder auf U60 Mannschaften als Gegner zurückgreifen. Das Ergebnis fällt dann meistens ernüchternd aus.“ Die U75 kassierte bei einem Turnier in Moormerland nur Niederlagen. In Bersenbrück gab es für die Veterans ein Unentschieden und eine hohe Pleite. Die U70 beendete das Moormerländer Turnier mit Platz zwei mit zwei Siegen und einer Niederlage.
Vorbild DFB-Elf
Ergebnisse hin oder her, viel wichtiger sei, so Krieger, dass der Teamgeist stimme. Und da seien beide Mannschaften auf einem guten Weg. Ein Vorbild ist ihm da gegenwärtig die deutsche Nationalmannschaft, die als gut funktionierende Einheit daherkäme. Krieger glaubt, dass die deutsche Mannschaft bei der Europameisterschaft mindestens bis ins Halbfinale vorstößt. Gleiches hofft er auch von seinen „German Veterans“.
Gleiche Ziele, aber zu unterschiedlichen Konditionen. Während sich die DFB-Spieler beim EM-Sieg über eine dicke Prämie freuen dürfen, geht es bei den „German Veterans“ darum, die Kosten für Unterkunft und Fahrt durch eigene Beiträge und Sponsorengelder auf die Reihe zu bekommen. Unterstützer sind willkommen. Auskünfte erteilt Organisator Franz Krieger unter (0 15 20) 7 94 14 31.