Windpark in Dietrichsfeld  Alterric beteiligt Mitarbeiter an Auricher Windrad

| | 10.06.2024 20:07 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Seit Dezember 2023 sind die drei neuen Windräder im Windpark Aurich-Dietrichsfeld in Betrieb. Foto: Alterric
Seit Dezember 2023 sind die drei neuen Windräder im Windpark Aurich-Dietrichsfeld in Betrieb. Foto: Alterric
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Die Beschäftigten des Auricher Gemeinschaftsunternehmen von EWE und Wobben-Stiftung sollen finanziell profitieren. Doch zugleich soll die Identifikation mit der Firma gestärkt werden.

Aurich - Ein neuartiges Beteiligungsmodell bietet der Auricher Windpark-Betreiber Alterric jetzt seinen Mitarbeitern. Im Rahmen des Programms erhalten die Beschäftigten in Deutschland, Frankreich und Griechenland als zusätzlichen Gehaltsbestandteil Genussrechte an einer Windenergieanlage in Aurich-Dietrichsfeld und profitieren langfristig von einer jährlichen Erlösausschüttung. Das teilte das Gemeinschaftsunternehmen von Aloys-Wobben-Stiftung und EWE mit Hauptsitz in Aurich-Wallinghausen jetzt mit. Beteiligt werden die Mitarbeitenden an einer Anlage des Typs Enercon E-126 EP3 im Windpark Dietrichsfeld. Der Park mit drei Windenergieanlagen und einer Gesamtnennleistung von zwölf Megawatt ist Ende 2023 ans Netz gegangen. Der prognostizierte Parkertrag liegt bei 40.000 Megawattstunden pro Jahr. Der Windpark Dietrichsfeld ist gleichzeitig ein Beispiel für das Alterric-Angebot eines Nachrangdarlehens für Anwohner.

Die Gesamtlaufzeit der Beteiligung am Windpark Dietrichsfeld ist auf 15 Jahre angelegt. Auch neue Kollegen können bis zum Jahr 2026 ohne eigenes finanzielles Engagement in das Programm einsteigen und so vom Erfolg profitieren. Umgesetzt wird dieses in der Branche einmalige Beteiligungsprogramm über eine bereits bestehende Online-Plattform, die auch für die Alterric-Bürgerbeteiligung zum Einsatz kommt.

Beteiligung als Dank für erbrachte Leistung

„Wir wollen als Unternehmen die Energiewende möglich machen. Unsere Kolleginnen und Kollegen stehen mit großem Engagement und Stolz zu 100 Prozent hinter dieser Idee. Über die finanzielle Beteiligung an einer Windenergieanlage möchten wir unsere Mitarbeitenden direkt an den Erfolgen unseres Geschäftsmodells und ihrer täglichen Arbeit teilhaben lassen“, wird Alterric-Geschäftsführer Dr. Frank May zitiert.

Und Personalleiterin Sitha Stübe erklärt: „Alterric möchte sich weiter als Top-Arbeitgeber in der Branche der erneuerbaren Energien etablieren. Neben dem finanziellen Mehrwert ermöglicht die Beteiligung einen Einblick in den Betrieb und die Wertschöpfung eines Windparks. So stärken wir die Identifikation mit unserem Geschäftsmodell und mit unserer Mission, die Energiewende in Deutschland und in Europa zu ermöglichen.“

Mit dem freiwilligen Beteiligungsprogramm unterstreiche Alterric seine besondere Stellung als Arbeitgeber im deutschen Erneuerbaren-Energien-Sektor. So hatte das tarifgebundene Unternehmen erst im Dezember 2023 den Abschluss eines neuen Entgelttarifvertrages verkündet. Bestätigt werde das durch die Auszeichnung als „Top Company 2024“ durch die Arbeitgeber-Bewertungsplattform kununu.

Mittlerweile mehr als 500 Mitarbeiter

Alterric entwickelt, projektiert, vermarktet und bewirtschaftet Wind- und Hybridparks insbesondere in Deutschland, Frankreich und Griechenland. Aktuell betreibt das Unternehmen Anlagen mit über 2400 Megawatt installierter Nennleistung im eigenen Bestand und nennt sich „Deutschlands größter Onshore-Grünstromerzeuger“. Geplant sind zudem weitere Projekte mit einer Nennleistung von 11.000 Megawatt.

Nach eigenen Angaben beschäftigt Alterric mehr als 500 Experten an zwölf Standorten in Deutschland sowie in internationalen Büros in Frankreich und Griechenland.

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