Knallerspiele ausgelost Titelverteidiger voller Vorfreude auf Ostfriesland-Cup
Die Auslosung zum Ostfriesland-Cup beschert Wallinghausen einen strammen Gegner. Weshalb Außenseiter jubeln.
Ostfriesland – Als die Achtelfinalbegegnung zum Fußballturnier um den Ostfriesland-Cup „Only the Best“ am Dienstagabend ausgelost waren, da blickten die beiden Organisatoren Manfred Bloem und Ewald Adden zufrieden auf die Leinwand im Kino des Hotels Alte Post in Middels. Bloem befand: „Da sind einige Knallerpartien dabei“, und Adden nickte wohlwollend. Er freute sich mit seinem Mitstreiter auf die nunmehr 7. Auflage des lukrativen Fußballturniers.
Fetter Prämientopf
Zwei Landesligisten, neun Teams aus der Bezirksliga und fünf Formationen aus der Ostfrieslandliga kämpfen vom Achtelfinale bis zum Endspiel um 36 000 Euro. Dazu winkt dem Sieger ein sogenanntes Supercupspiel gegen Regionalligaaufsteiger Kickers Emden. Dieses Spiel ist mit 1500 Euro dotiert. Der Weg zum ultimativen Zahltag ist für den späteren Supercupsieger lang. Fünf Siege und die Mannschaftskasse ist gefüllt mit 5500 Euro sowie Sachpreise für ein Trainingslager (3000 Euro) und Ausstattung (8000).
Auf dem Weg dorthin begeben sich drei hiesige Vereine. Allen voran Titelverteidiger SV Wallinghausen. Er bekommt es im Eröffnungsspiel am 30. Juni mit Landesligaabsteiger TuS Esens zu tun. Zuvor wurde das Turnier stets in Firrel eröffnet. Erstmals findet der Auftakt beim Titelverteidiger statt. „Eine Neuerung als Belohnung für den Gewinner des letzten Jahres“, bemerkte Organisator Bloem.
Es winkt ein geiles Spiel
Die Wallinghausener nehmen das Geschenk dankbar an. „Wir freuen uns auf das Spiel, aber da hängt auch viel Arbeit, was die Vorbereitung angeht, dran“, sagte Vorstandsmitglied Sven Bünting. Aus sportlicher Sicht befand der SVW-Kapitän Bent Bogena: „Gegen Esens gibt es immer geile Spiele. Ich hoffe auf eine volle Hütte und bloß keinen Regen.“ Er erinnerte sich an ein Bezirksligaspiel, das nach einem Wolkenbruch abgebrochen werden musste.
Für den SV Großefehn verfolgten Alexander Wiese und Helge Janssen die Auslosung. Wiese hatte sich vor Beginn der Auslosung zum einen ein Heimspiel gewünscht und den TuS Esens als Gegner.
Die beiden Losezieher Thorsten Lettau (TuS Holtriem) und Andreas Meinders (Sponsor Orgadata), der für den erkrankten Eike-Tjark Schmidt (TV Bunde) einsprang, erfüllten den Wunsch nur zum Teil. Sie bescherten den Fehntjern für den Dienstag, 16. Juli, ein Heimspiel, aber statt Esens bekommt es der SVG mit dem Ligakonkurrenten TuRa Westrhauderfehn zu tun. Wiese machte sich dennoch gelassen auf den Nachhauseweg. Er befand: „TuRa ist auf jeden Fall ein ansprechender Gegner. Super ist, dass wir ein Heimspiel bekommen haben und wir dann schon zwei Wochen in der Saisonvorbereitung stecken.“
Harte Nuss für Middels
Kein Losglück hatte der TuS Middels. Das erhoffte Heimspiel kam nicht zustande, stattdessen muss die Mannschaft von Trainer Tobias Ryl am Mittwoch, 3. Juli, beim Ligarivalen TV Bunde aufspielen. Trainer Ryl nahm das Los sportlich und verwies auf das letzte Duell. „Wir waren erst gerade da und kennen uns da aus.“
Middels setzte sich am letzten Bezirksligaspieltag mit 3:2 in Bunde durch. Ein gutes Omen für die Gelb-Schwarzen und mit der Aussicht verbunden, dass TV-Ausnahmestürmer Eike Schmidt (44 Treffer) nicht mehr für Bunde auf Torejagd geht. Er verließ den Verein zum Saisonende.
Mit Freude verfolgten die Außenseiter aus der Ostfrieslandliga die Auslosung. Die beiden Losezieher meinten es gut mit den unterklassigen Mannschaften. Vier der fünf Teams treffen in direkten Duellen im Achtelfinale aufeinander. Organisator Bloem brachte es auf den Punkt: „Im Viertelfinale kommt es zu einem reinen Duell von zwei Mannschaften aus der Ostfrieslandliga. Das heißt, ein Ostfrieslandligist wird das Halbfinale erreichen. Mehr Ostfriesland geht nicht.“